16.12.2007 02:59 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Holger Putz

Keine Chance für Ober-Eschbach gegen Markranstädt

Jenny Karolius war mit acht Toren beste Werferin der Piranhas.Jenny Karolius war mit acht Toren beste Werferin der Piranhas.
Quelle: sportseye.de
Am 9. Spieltag in der Zweiten Bundesliga der Frauen gab es beim Duell zwischen dem SC Markranstädt und der TSG Ober-Eschbach wenig Überraschungen. Der Tabellensechste aus Sachsen setzte sich am Ende verdient mit 40:28 (20:12) gegen die Hessinnen durch, die weiterhin mit lediglich vier Punkten im unteren Drittel der Tabelle stehen. Im Spiel gegen die Piranhas konnten die Eschbacherinnen lediglich bis zum 4:4 mithalten, ehe sie sich geschlagen geben mussten. Beste Werferinnen des Abends waren Kim Naidzinavicius mit zehn Treffern für die Gastgeberinnen und Jenny Karolius mit acht Toren für die Piranhas.

Geschlagene vier Minuten hielten die Gastgeberinnen vor heimischem Publikum mit den Piranhas mit, die als klare Favoriten nach Hessen reisten und schon zur Halbzeit mit 20:12 führten. Davor lagen 30 Minuten in denen vor allem die Abwehr und die Chancenverwertung im Angriff den Unterschied deutlich machten, den man von der Tabellenkonstellation erwarten konnte. Uta Bones brachte die Markranstädterinnen von der Rechtsaußenposition mit 3:1 in Führung, bevor Carolin Kordt und Jutta Neuheiser zum Ausgleich für die Bad Homburger Pirates trafen. Ein weiteres Siebenmetertor durch Kim Naidzinavicius, die insgesamt fünf Mal von der Strafwurflinie erfolgreich agierte, stellte das 4:4 her, gleichbedeutend dem letzten Stand, der beide Teams auf Augenhöhe zeigte. Danach spielten fast nur noch die Piranhas.

Standfest in der Abwehr und mit einer guten Torhüterin im Rücken, spielten die Piranhas ihren Stiefel und überforderten die Deckung der Eschbacherinnen sichtlich. Neben den Toren aus dem Rückraum stellte Kreisläuferin Jenny Karolius, mit sieben Toren in der ersten Hälfte beste Werferin, die größte Gefahr im Angriffsspiel der Piranhas dar. Über die Stationen von 7:4, 13:7 und 18:12 vergrößerten die Gäste den Abstand zum Tabellenzehnten merklich. Ober-Eschbach konnte in dieser Phase nur sporadisch durch die Tore von Kim Naidzinavicius mithalten, ohne die Piranhas wirklich in Gefahr zu bringen. Diese brachten trotz einiger ausgelassener Chancen ihre Acht-Tore- Führung sicher in die Kabine.

Auch nach Halbzeitpause blieb die Überraschung aus. Die Zuschauer in der Albin-Göhring-Halle mussten die Überlegenheit der Piranhas anerkennen, obwohl die Gastgeberinnen nun vermehrt zu leichten Toren kamen. Dem vorrausgegangen waren einige Wechsel im Team von SCM-Coach Rüdiger Bones, der einigen seiner Ergänzungsspielerinnen nun Spielpraxis gab. Der Spielfluss leicht gestört, gingen beide Mannschaften auf Augenhöhe in die letzte Viertelstunde für das Jahr 2007. Als Victoria Göpel für den SCM in der 41. Minute die erste Führung mit zehn Toren herstellte (30:20), war die Partie schon lange entschieden. Trotzdem gaben sich die Damen aus Ober-Eschbach nicht auf und zeigten eine gute Moral, die wiederum in Person von Nadja Raksch genutzt wurde. Die erst 16-jährige Linksaußen konnte allein fünf Treffer auf ihrem Konto verbuchen.

Bis zum Schluss ließen die Markranstädterinnen nichts mehr anbrennen, zeigten eine geschlossen gute Mannschaftsleistung, gewannen verdient mit 40:28 und verbesserten damit ihr Punktekonto auf 10:8 Punkte. Einziger Kritikpunkt, der sich wie ein roter Faden gerade bei den Sächsinnen durch die neue Spielzeit zieht, ist die Siebenmeterquote, welche auch an diesem Abend bescheidend ausfiel. Lediglich einer der vier Versuche landete im Netz der Gastgeberinnen. Für Ober-Eschbach bleibt dagegen nur die Chance gegen die Gegner zu punkten, die sich auch im unteren Drittel der Tabelle befinden, um weiterhin in der Zweiten Liga zu bleiben.