04.12.2007 21:50 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Heiner Lehmann – handball-world.com

Berliner Spreebirds gewinnen Testspiel gegen Poczta Polska Szczecin

Juliane Lang traf neun Mal für die SpreebirdsJuliane Lang traf neun Mal für die Spreebirds
Quelle: sportseye.de
In Vorbereitung auf ihr Heimspiel in der 2. Bundesliga Nord gegen Union Halle-Neustadt als einen der Play Off Aspiranten ihrer Staffel trugen die Berliner Spreebirds am Abend ein Testspiel gegen den 11. der ersten polnischen Handball-Liga, Poczta Polska Szczecin, aus. Die Gastgeberinnen aus der deutschen Hauptstadt zeigten sich dabei sehr lauf- und spielfreudig und erwiesen sich den Gästen vom Haff am Ende in jeder Beziehung als überlegen. Eine konzentrierte Abwehr der Berlinerinnen bildete die Gundlage für ein erfolgreiches Tempogegenstoßspiel und den deutlichen 31:21 (14:10)-Sieg. Für die Spreebirds trafen dabei Juliane Lang (9/2) und Maria Bohle (7) am besten, die polnischen Gäste hatten in Dorota Kowalewska (6) ihre erfolgreichste Werferin.

Die alles andere als optimal in die diesjährige Bundesligasaison gestarteten Spreebirds zeigten sich von Beginn der Partie an sehr locker und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Vor allem die Abwehr konnte dabei überzeugen, während im Angriff noch einige gute Chancen ausgelassen wurden. Im ersten Abschnitte kamen die Berlinerinnen häufig über die Halbpositionen und den Kreis zum Erfolg. Die Regie führte dabei die erst 19jährige Janine Wegner für die berufsbedingt fehlende Romy Schöner. Trotz einiger technischer Fehler im Spielaufbau hielten die BVG-Girls das Tempo hoch und schufen durch viel Bewegung ohne Ball immer wieder Lücken in der Deckung der polnischen Gäste. Beim 14:10 wurden dann die Seiten gewechselt.

In der ersten Hälfte des zweiten Spielabschnitts bauten die Berlinerinnen ihre Führung dann kontiniuierlich Tor um Tor aus. Konsequent bestraften sie dabei die Fehler der polnischen Gäste durch Tempogegenstöße und hatten in der 52. Minute beim 28:16 die höchste Führung des Spiels erreicht. Die Gegenwehr von Szczecin erlahmte nun zusehends und Spreebirds-Coach Helmut Röder nutzte das Spiel, um allen Spielerinnen längere Einsatzzeiten zu geben. Den dadurch entstehenden kleinen Bruch im Berliner Spiel konnten die Polinnen für etwas Ergebniskosmetik nutzen. So blieb den Gästen nach einem sehr fairen, freundschaftlichen Spiel dann mit dem Treffer zum 31:21 auch die letzte Aktion der Begegnung.

Für die Spreebirds steht bereits am kommenden Samstag um19.30 Uhr ein schweres Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt auf dem Programm. Trainer Helmut Röder sieht die Favoritenrolle dabei klar bei den Gästen, bei denen aufgrund der WM-Pause der Budnesliga auch Maike Daniels ihr Zweitspielrecht wahrnehmen kann. „Uns steht eine schwere Aufgabe ins Haus,“ so der Coach, „aber wir wollen unsere Chancen auf jeden Fall nutzen.“