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03.12.2007 23:59 Uhr - Weltmeisterschaft - Christian Ciemalla

Spanische Armada verwehrt Japan das Ticket zur Hauptrunde

In der gestrigen Partie gegen Ungarn hatte die japanische Mannschaft ihre Klasse angedeutet und auch heute zeigten die Japanerinnen, dass sie durchaus in der Lage sind auf dem gleichen Level wie die Europäerinnen zu spielen. Doch wie gestern setzte sich auch heute die europäische Routine durch. Macarena Aguilar Diaz, die wie die Japanerin Aiko Hayafune zwölf Treffer erzielte, führte Spanien am Ende zu einem 36:29 Erfolg, zur Halbzeit hatte Japan noch mit 15:17 geführt. Spanien löste mit dem zweiten Sieg das Ticket zur Hauptrunde, die Teilnahme daran bleibt Japan verwehrt, die abschließende Vorrundenbegegnung gegen den Kongo ist bereits ein "Platzierungsspiel".

Der spanische Nationaltrainer Jorge DueñasDer spanische Nationaltrainer Jorge Dueñas
Quelle: Hermann Jack
"Ich glaube daran, dass Japan weiter überzeugt und sowohl Spanien wie auch den Kongo besiegen und mit uns in die Hauptrunde einziehen wird", hatte Ungarn Trainer Andras Nemeth nach dem knappen Sieg seiner Auswahl am Vortag den Journalisten in die Notizblöcke diktiert. Und die Japanerinnen bestätigten diese Einschätzung in der ersten Minute der Partie gegen Spanien. Die nur 1,66 Meter große Aiko Hayafune, die in Dänemark für Tvis Holstebro spielt, beschäftigte die spanische Deckung von der ersten Minute an, erzielte die ersten beiden Treffer für Japan und war am Ende mit zwölf Toren beste Werferin der Asiatinnen.

Spanien war vorgewarnt, dennoch fanden die Iberinnen zunächst nicht in die Partie. Japan setzte sich auf 5:2 ab und auch das zwischenzeitliche 5:5 beeindruckte die Asiatinnen nicht, drei Treffer in Folge ließen den Außenseiter auf 8:5 davonziehen. Spanien kämpfte verbissen um den Anschluß gegen die agilen Japanerinnen ging die Strategie zu Würfen aus der Nahdistanz zu kommen aber zunächst nicht auf. Die Japanerinnen nahmen dabei vor allem die die WM-Torschützenliste nach dem ersten Tag anführende Marta Mangue Gonzales aus dem Spiel.

Aber die Spanierinnen kämpften um den Anschluß und ließen sich nicht abschütteln, auf mehr als drei Treffer konnten die Japanerinnen nicht davonziehen, auch weil der Wechsel der Spanierinnen von einer 6:0 auf eine 5:1-Deckung ihre Wirkung nicht verfehlte. Doch Mineko Hirai führte klug Regie, setzte ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene und Aiko Hayafune traf weiterhin beinahe nach Belieben und so konnte Japan zumindest eine 17:15-Führung mit in die Kabinen nehmen. Doch diese war nach zwei Minuten des zweiten Abschnitts aufgezehrt, Macarena Aguilar Diaz hatte mit einem Doppelschlag für das 17:17 gesorgt.

Aguilar Diaz sollte in der Folge eine der das Spiel prägenden Spielerinnen für die Spanierinnen werden, neun ihrer am Ende zwölf Tore erzielte sie im zweiten Abschnitt. Die spanische Deckung stand nun besser, vermehrt gelangen einfache Treffer im Gegenstoß und so konnte Elisabeth Pinedo Saenz die Europäerinnen beim 20:19 erstmals in Führung werfen. Als Beatriz Fernandez Ibanez mit einem lupenreinen Hattrick auf 23:20 erhöhte, schien Spanien in der vierzigsten Minute das Spiel in den Griff zu bekommen. Die Japanerinnen versuchten es vermehrt aus der Distanz, allerdings mit verhaltenem Erfolg. Hayafune führte ihr Team noch einmal zum 25:25, doch dann setzten die Spanierinnen zum entscheidenden Schlag an.

Immer wieder gelangen den Spanierinnen Steals, am Ende waren es derer neun, mit deren Hilfe sie einfache Treffer im Gegenstoß erzielten. Fast sieben Minuten blieben die Japanerinnen ohne Torerfolg und so war nach dem 25:30 von Oncina Moreno die Entscheidung zu Gunsten der Spanierinnen gefallen, zumal Japan aus mehreren Überzahlsituationen kein Kapital mehr schlagen konnte. Am Ende setzte sich die größere Erfahrung der Spanierinnen durch, die mit dem 36:29-Erfolg den Einzug in die Hauptrunde sicherstellen konnten.



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