03.08.2022 16:39 Uhr - Jugend/Juniorinnen - HP DHB, red

DHB-Jugend muss in Hauptrundenpartien "den Fokus hochhalten"

Das deutsche TeamDas deutsche Team
Quelle: Sascha Klahn, DHB
Das erste Ziel ist erreicht. Die weibliche U18 des Deutschen Handballbundes hat mit dem zweiten Sieg bei der Handball-WM die Hauptrunde erreicht. Nach den Erfolgen über die Slowakei und die Schweiz sowie der zwischenzeitlichen Niederlage gegen Südkorea muss sich das DHB-Team nun mit den Niederlande (Donnerstag, 04. August, 16:30 Uhr) und Rumänien (Freitag, 05. August, 16:30 Uhr) messen. Der Bundestrainer gibt ein klares Motto für die beiden kommenden Spiele vor: "In der Hauptrunde müssen wir gegen die Niederlande und Rumänien über die gesamte Spielzeit den Fokus hochhalten."

Die Ausgangslage ist aufgrund der 28:34-Niederlage gegen Südkorea zwar nicht gut, allerdings durch das 29:29-Remis zwischen den beiden nächsten Hauptrundengegnern auch nicht all zu schlecht. Mit zwei Siegen könnte man aus eigener Kraft ins Viertelfinale einziehen, da dann sowohl Rumänien wie auch die Niederlande maximal noch auf drei Zähler kommen könnten, wenn ihnen jeweils ein Sieg über Südkorea gelänge.

Wenn man einen Blick auf die Statistik wirft, fällt auf, dass Rumänien bisher am effektivsten mit ihren Würfen umgeht. In der Vorrunde fanden 73,5 % ihrer Würfe den Weg ins Netz - Bestwert. Zum Vergleich: Die DHB-Auswahl liegt bei einer Quote von 59,5 % und hat dort vor allem auf den Außenpositionen und vom Kreis zu viele Chancen liegen gelassen.

Bei Bundestrainer Gino Smits ist das Thema auf dem Zettel, er sagt jedoch auch, dass "die Mädels darüber nicht zu viel nachdenken sollen. Das kann sonst auch negative Auswirkungen haben." Zur kompletten Wahrheit gehört auch, dass seine Spielerinnen 23 Würfe mehr abgegeben haben und die Chance für eine schlechtere Quote dadurch höher ist.

Bei den Niederländerinnen sticht die gute Quote von der Außenposition ins Auge. 71,4 % bedeuten Platz drei aller Teams. Dazu hat Oranje ein Fünftel seiner Tore durch Durchbrüche erzielt und liegt in den Kategorien Wurfquote nach Durchbruch und Quote aus sechs Metern in den Top 5.

Gino Smits ist die Qualität dieser Gegnerinnen bewusst. "Das werden zwei sehr schwere Spiele in der Hauptrunde. Wir hoffen, dass wir unsere aufsteigende Leistungskurve weiterführen können. Dann haben wir eine Chance."

Hoffnung machen die guten Defensivleistungen gegen die Slowakei und die Schweiz, im Schnitt kamen die DHB-Talente auf neun Steals pro Partie. Vor allem Nieke Kühne, Viola Leuchter und Lotta Röpcke (je 5) fingen immer wieder die Bälle der Gegnerinnen ab.

Auch in der Offensive hat das Spiel gegen die Schweiz positive Erkenntnisse geliefert. Nachdem man den Rhythmus gegen Südkorea zu lange nicht fand, so Smits nach dem Spiel, kreierte man gegen die Eidgenossen mit 57 Chancen mehr als in den beiden Spielen zuvor.

DHB-Jugend im Livestream