02.08.2022 21:46 Uhr - Jugend/Juniorinnen - HP DHB, red

Deutschland bei Jugend-WM mit Sieg gegen die Schweiz in die Hauptrunde

Die DBH-Jugend steht bei der U18-WM in der HauptrundeDie DBH-Jugend steht bei der U18-WM in der Hauptrunde
Quelle: Sascha Klahn, DHB
Nach dem klaren Auftaktsieg gegen die Slowakei war Deutschland mit einer Niederlage gegen Korea bei der WM der weiblichen Jugend in Nordmazedonien unter Druck geraten - hielt diesem im letzten Spiel der Vorrunde gegen die Schweiz aber stand: Das weibliche U18-Nationalteam des DHB sicherte sich durch einen 30:23 (16:10)-Erfolg gegen die Schweiz das Hauptrundenticket bei der Weltmeisterschaft im nordmazedonischen Skopje. In der Hauptrunde trifft die DHB-Auswahl auf die Niederlande (Donnerstag, 04. August, 18:30 Uhr) und Rumänien (Freitag, 05. August, 16:30 Uhr).

Es war das Duell zweier Teams, die bereits in der WM-Vorbereitung aufeinandertrafen. Die Vorzeichen für das Team von Bundestrainer U17/18 weiblich Gino Smits waren gut, schließlich gewann man das Länderspiel im Rahmen der Handball Days in Lübeck souverän mit 36:22.

Anders als in den beiden vorangegangenen Vorrundenspielen fand die deutsche Abwehr direkt ins Spiel. Das Team verstand es von Beginn an aggressiv auf die Schweizerinnen herauszutreten und sich gegenseitig zu helfen. Auch in der Offensive erarbeiteten sich die Adlerträgerinnen gute Wurfmöglichkeiten heraus, haderten jedoch zunächst mit der Verwertung der Chancen. Nach neun Minuten stand so eine 4:3-Führung auf der Anzeigetafel.

In den folgenden Minuten pendelte sich der Abstand bei zwei bis drei Toren Vorsprung für die DHB-Auswahl ein. Über ein 9:7 und 13:10 ging es in die letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts. Prunkstück blieb über die gesamten 60 Minuten die Abwehr im Verbund mit der gut aufgelegten Marie Weiss (TuS Metzingen).

"Wir haben über 45 Minuten eine sehr gute Abwehr gestellt. Wir haben das insgesamt sehr stabil gemacht. Offensiv haben wir uns Chancen geschaffen, die gegnerische Torhüterin hat aber auch immer wieder gut gehalten. Das muss man so sagen. Da haben wir im Abschluss noch Luft nach oben", erklärt Gino Smits nach der Partie auf der Homepage des DHB.

Ein Doppelschlag von Pia Terfloth (TSV Bayer 04 Leverkusen), der eine weitere Parade von Weiss umrahmte, besorgte in der 28. Minute dann die erste Fünf-Tore-Führung der Partie. Doch damit nicht genug. Matilda Ehlert (VfL Waiblingen) setzte sich im eins-gegen-eins durch und mit dem 16:10 den Schlusspunkt der ersten Hälfte.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte behielten die DHB Talents ihren Flow bei. Eine bewegliche und weiterhin aggressive Abwehr stellte die Schweizerinnen vor Probleme. Im Angriff wurde weiterhin Chance um Chance kreiert und der Vorsprung weiter ausgebaut (21:12, 41. Minute).

Kurze Zeit später wurde es dann auch erstmals zweistellig. Viola Leuchter (TSV Bayer 04 Leverkusen), zunächst per Schlagwurf aus dem Rückraum und dann vom Siebenmeterstrich, stellte auf 23:12 nach 42 Minuten. In den folgenden Minuten ging es zunächst nahezu im Gleichschritt weiter. Nachdem die Schweizerinnen jedoch fünf Minuten vor dem Ende das Ergebnis auf 28:20 drücken konnten, nahm Gino Smits eine Auszeit, um die Sinne seiner Spielerinnen noch einmal zu schärfen.

"Das kann durchaus passieren. In der Hauptrunde müssen wir gegen die Niederlande und Rumänien über die gesamte Spielzeit den Fokus hochhalten. Wir merken aber, dass wir uns an das Niveau wieder gewöhnen. Wir haben drei intensive Spiele absolviert und unser erstes Ziel erreicht", bilanzierte Smits.

Am Ende des Tages gewann das DHB-Team verdient mit 30:23 gegen die Schweiz und qualifiziert sich für die Hauptrunde. Aufgrund der gestrigen Niederlage gegen Südkorea geht die DHB-Auswahl jedoch mit 0:2-Punkten in den Kampf um die K.O.-Phase. "Das werden zwei sehr schwere Spiele in der Hauptrunde. Wir hoffen, dass wir unsere aufsteigende Leistungskurve weiterführen können. Dann haben wir eine Chance", so Smits.

Dazu gibt es gegen Rumänien eine Portion zusätzliche Motivation: "Wir haben mit denen noch eine Rechnung offen. Letztes Jahr bei der EHF EURO haben sie uns Punkte abgenommen, weil wir nicht mit ihrer Körperlichkeit zurechtgekommen sind. Ich hoffe, dass wir da dieses Jahr einen Schritt weiter sind", blickt Smits voraus.

Deutschland:
Weiss, Hübner
Schönefeld, Terfloth (3), Probst, Wohlfeil, Kühne (6), Ehlert (6), Bianco (1), Röpcke (1), Hürkamp (1), Albers (1), Leuchter (5), Pfundstein (5), Wipper, Albert (1)