24.06.2022 10:51 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Alina Grijseels über Wildcard-Vergabe für Champions League: "Bin gespannt, wie die EHF entscheidet"

Alina GrijseelsAlina Grijseels
Quelle: Wolfgang Stummbillig, BVB
Am gestrigen Donnerstag hat die Europäische Handballföderation die Anträge auf eine Wildcard für die EHF Champions League bekannt gegeben. Nach dem Ausschluss der Teams aus Russland und Belarus bemühen sich in diesem Jahr acht Mannschaft um sieben freie Plätze, auch Deutschlands Vizemeister Borussia Dortmund.

"Ja, alle Spielerinnen wollen unbedingt in der Champions League spielen. Ich bin froh, dass der Verein diesen Weg gegangen ist und in Budapest vor Ort die Bewerbung abgegeben hat. Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie die EHF entscheidet", erklärt Grijseels im Interview auf der BVB-Website.

Die Konkurrenz im Kampf um die freien Plätze ist hochklassig, Teams wie die Vizemeister aus Frankreich (Brest Bretagne) und Ungarn (FTC Budapest) dürften ebenso gesetzt sein, wie die ehemaligen Sieger Krim Ljubljana (Slowenien) und CSM Bukarest (Rumänien). Der BVB wird sich somit vor allem mit Norwegens Vizemeister Storhamar HE sowie den Meistern aus Tschechien (DHK Banik Most) und der Türkei (Kastamonu Belediyesi GSK) um zwei freie Plätze streiten müssen.

"Wir sind Vizemeister geworden mit großem Vorsprung vor der Konkurrenz, waren in den Play-offs der Champions League. Das war eine einmalige Erfahrung. Und im Pokal hatten wir das Pech, im Viertelfinale auf Bietigheim zu treffen. Wir haben das rausgeholt, was wir leisten konnten", bilanziert Grijseels die Saison.

Die Westfälinnen stehen mit zwölf neuen Spielerinnen vor einem großen Umbruch. "Das wird natürlich eine Herausforderung, so viele Neue zu integrieren - aber wir haben das ja immer hinbekommen. Außerdem haben wir noch eine Menge Zeit", so Grijseels.

Dortmund hat für die kommende Spielzeit die Dänin Sophie Amalie Moth (Holstebro Haandbold), die Schwedin Emma Olsson (Reykjavik), die Weißrussin Anastasiya Sivukha (Victoria Brest), die Niederländerinnen Harma van Kreij (Lubljana) und Zoë Sprengers (Bayer Leverkusen), die jungen deutschen Talente Lena Hausherr (Zwickau), Lisa Antl und Meret Ossenkopp (beide Buxtehuder SV) sowie die serbische Nationalspielerin Sara Garovic von ZRK Bekament Bukovicka Banja verpflichtet.

Zuletzt sicherten sich die Schwarzgelben noch die Dienste von drei jungen deutschen Spielerinnen und verstärken damit weiter ihren Backup-Bereich: Zoe Stens (TVB Wuppertal), Maraike Kusian (VfL Wolfsburg) und Norah Kothen (TV Aldekerk). "Besonders freue ich mich natürlich über die Rückkehr von Harma van Kreij. Insgesamt sind wir gut aufstellt. Die Neuen sind jung und talentiert, da bin ich mit meinen 26 Jahren ja schon etwas älter", so Grijseels.

In der Meisterschaft erwartet die Gewinnerin des German Handball Awards ihr Team nur in einer Außenseiterrolle. "An Bietigheim geht natürlich kein Weg vorbei, das ist keine Frage. Die sind fast komplett geblieben, müssen sich also nicht erst als Mannschaft finden. Aber auch wir haben unsere Qualitäten", so die Spielmacherin, die auch die Konkurrenz aus der Liga nicht aus dem Blick verliert.

"Das wird wirklich spannend, es gibt viele Vereine, die ähnlich viele Ab- und Zugänge haben wir wir. Neckarsulm hat sich erneut verstärkt, Thüringen ebenfalls, Blomberg bleibt zusammen und Buxtehude hat zahlreiche Abgänge zu verzeichnen. Es wird darauf ankommen, dass wir vom ersten Spieltag an konzentriert da sind und uns keinen Punktverlust erlauben", so Grijseels abschließend.

23.06.2022 - Acht Anträge für sieben Wildcards der EHF Champions League Frauen

26.07.2022 - Wer kommt und wer geht im Sommer 2022? Die große Wechselbörse der 1. Handball Bundesliga Frauen

20.06.2022 - Borussia Dortmund verpflichtet junge Torhüterin aus Dänemark