15.06.2022 14:53 Uhr - Spar Premium League - PM Handballworld AG, red

Swiss Handball Awards: Kerstin Kündig erneut Schweizer "Spielerin der Saison"

Kerstin KündigKerstin Kündig
Quelle: Thüringer HC
Die Swiss Handball Awards fanden nach drei Jahren wieder vor Publikum statt. 15 Awards wurden im stilvollen Ambiente im TRAFO Baden an die strahlenden Sieger:innen überreicht. "Handballworld möchte damit, zusammen mit seinen Hauptpartnern CONCORDIA und SHV sowie den Award Partnern Mobiliar, Quickline, SPAR, libs, ASICS, Arosa Tourismus, SHA-Freunde und CeHI einen Beitrag leisten, um die gezeigten Leistungen gebührend zu würdigen und breit zu kommunizieren", so OK-Präsident Daniel Zobrist. Bei den Frauen holte Kerstin Kündig erneut den "Swiss Player"-Award und Xenia Hodel wurde MVP. Lenny Rubin wurde bei den Männern erstmals als Swiss Player ausgezeichnet und Joan Cañellas zum MVP gewählt (wir berichteten).

Das OK unter der Organisation von Handballworld und der Leitung von OK-Präsident Daniel Zobrist und Co-Founder Katja Bopp begrüßte am Dienstagabend, 14. Juni, nach drei Jahren die Gäste wieder live in der Trafohalle in Baden. "Es war ein wunderschönes Gefühl, nach den beiden digitalen Awards-Formaten in den beiden Vorjahren, wieder zusammen zu kommen und die Awards-Gewinner:innen gemeinsam mit dem Publikum in festlichem Ambiente zu feiern", so Daniel Zobrist, OK-Präsident.

Und Co-Founder Katja Bopp ergänzt: "Damit anerkennen und wertschätzen wir die große individuelle Leistung und Entwicklung der Spielerinnen und Spieler, Trainer und Schiedsrichter in der abgelaufenen Saison 2021/2022 in der Quickline Handball League (QHL) und der SPAR Premium League (SPL1)."

Das Wahlgremium bestehend aus Trainern, Co-Trainern, Captains der QHL und SPL1 sowie ausgewählten Journalisten und Verbandsfunktionären hat die Gewinner:innen der Kategorien MVP, Swiss Player, Newcomer, Trainer und Schiedsrichter und die Fans den Publikumsliebling gewählt. Dazu erhielten auch die beiden Mobiliar Topscorer Aleksander Spende und Simona Grozdanovska ihre begehrten Awards und für sein Lebenswerk für über 30 Jahre in den Diensten des Schweizer Handballs durfte der SHV-Vizepräsident und frühere Kadetten Schaffhausen Manager Peter Leutwyler, den Special-Award entgegennehmen. Damit wurden insgesamt 15 Awards bei den Männern und Frauen vergeben.

Zur besten "Swiss Playerin" wurde wie schon im Vorjahr die Nationalspielerin Kerstin Kündig (Thüringer HC, 1. Bundesliga) gekürt. Die Auszeichnung der wertvollsten Akteurin und somit MVP der SPL 1 gebührt Xenia Hodel vom Meister Spono Eagles. Zum besten Trainer der Frauen wurde der Frauen Nationaltrainer Martin Albertsen gewählt. Er qualifizierte sich mit der Frauen Nationalmannschaft erstmals für eine EM-Endrunde. Die Newcomerin der Saison ist die rechte Flügelspielerin Mia Emmenegger von den Spono Eagles. Die Siegerin in der Kategorie Publikumsliebling heißt Stefanie Eugster (LK Zug).

Awards-Gewinner 2022 im Überblick (Frauen)





Swiss Player 2022: Kerstin Kündig (HC Thüringen)

Die 28-jährige Kerstin Kündig ist die Denkerin und Lenkerin in der Schweizer Nationalmannschaft. Dort kommt sie bisher auf 71 Länderspiele und 190 Tore. Mit Brühl wurde die Rückraumspielerin 2017 und 2019 Schweizer Meister und holte 2016 und 2017 den Cup. Bei den Swiss Handball Awards erhielt sie 2017, 2020 und 2021 den Preis für die "Beste Schweizer Spielerin" und 2020 den Awards als "MVP Frauen".

Seit 2020 steht sie beim deutschen Bundesligisten HC Thüringen unter Vertrag - und hat auch dort ihren sportlichen Weg kontinuierlich und konsequent weiter beschritten. So sehr sogar, dass sich für sie auf die kommende Saison mit dem Wechsel nach Dänemark zum Spitzenclub Viborg ein Kindheitstraum erfüllt.

MVP 2022: Xenia Hodel (Spono Eagles)

52-mal lieft Xenia Hodel bisher für die Nationalmannschaft auf und erzielte 190 Tore. Die 23-Jährige gehört im Team von Trainer Martin Albertsen wie auch bei den Spono Eagles zu den tragenden Säulen. In der abgelaufenen Saison hat die Topscorerin für die Eagles 217 Tore geworfen. Im Dress der Eagles kam die Linkshänderin bisher auf 166 Einsätze und wurde mit Spono 2016, 2018 und 2022 Schweizer Meister sowie 2018 Cupsieger. In einem dramatischen, über fünf Spiele gehenden Playoff-Final war sie der nicht zu bändigende Motor eines starken Kollektivs und massgeblich daran beteiligt, dass der "Kübel" diesmal nach Nottwil geht.

Newcomerin 2022: Mia Emmenegger (Spono Eagles)

Mia Emmenegger ist die eigentliche Senkrechtstarterin der abgelaufenen Saison. Die 17-jährige Spono-Flügelspielerin debütierte sowohl in der SPL1 wie auch in der Nationalmannschaft. Aktuell kommt sie im Schweizer A-Team, wo sie im letzten Oktober mit 16 Jahren ihre erste Begegnung bestritt, auf acht Einsätze. International spielte sich die Linkshänderin im vergangenen Sommer erstmals so richtig an der U17-Europameisterschaft ins Rampenlicht.

Dort warf sie, die in ihrem jugendlichen Alter bereits über ein beträchtliches Wurfrepertoire verfügt, nicht nur 50 Tore und war damit die viertbeste Scorerin des Turniers. Sie wurde auch ins All-Star-Team gewählt. In der abgelaufenen Saison warf sie für die Eagles 131 Tore. Damit war sie hinter Xenia Hodel und Kira Zumstein die drittbeste Scorerin von Nottwil und trug auf der Position des rechten Flügels ebenfalls viel zum Gewinn des Meistertitels bei.

Publikumsliebling 2022: Stefanie Eugster (LK Zug)

Kaum eine Spielerin zelebriert ihre Torerfolge emotionaler als die 20-jährige Steffi Eugster. Während dem Zurücklaufen in die Deckung streckt die Kreisläuferin ihre Arme in die Höhe, ihre Ausstrahlung wirkt ansteckend. Die Handball-Community mag die Buchserin und der Award ist zweifellos eine verdiente Auszeichnung für die 181 Zentimeter grosse Nummer 22 des LK Zug. Bisher kommt sie auch auf 21 Einsätze (8 Tore) für das Nationalteam. Für den LKZ war Steffi Eugster in der abgelaufenen Spielzeit 99-mal erfolgreich. Auf die kommende Saison kehrt sie nach drei erfahrungs- und erfolgreichen Spielzeiten in Zug zu ihrem Stammverein Herzogenbuchsee zurück.

Trainer des Jahres 2022: Martin Albertsen (Frauen Nationalmannschaft)

Martin Albertsen hat mit der Frauen-Nationalmannschaft die erstmalige Teilnahme an einer EM-Endrunde geschafft. In beeindruckender Weise holte sich das Team im Heimspiel gegen Litauen mit einem klaren Sieg dieses Ticket. Der Däne hat in seinem bisherigen Wirken im Schweizer Frauen-Handball einiges in eine positive Richtung bewegt. Dabei setzt er auf seinem Weg konsequent auf junge Spielerinnen und fördert diese Nachwuchsarbeit ebenfalls an der Concordia Handball-Akademie des Schweizerischen Frauenhandballverbandes im OYM in Cham.

Dort trägt er für den sportlichen Part die Verantwortung. Vor seinem Engagement in der Schweiz war Albertsen unter anderem beim dänischen Frauen-Spitzenteam Viborg und zuletzt in der Deutschen Bundesliga tätig. Dort wurde er mit Bietigheim zweimal (2017 und 2019) deutscher Meister.

Mobiliar Topscorer 2022: Simona Grozdanovska (Yellow Winterthur)

250 Tore hat Simona Grozdanovska für Yellow in der letzten Saison geworfen. Das sind im Schnitt 8,6 Treffer pro Begegnung. Dadurch trug die Linkshänderin einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Winterthurerinnen sich erstmals für die Finalrunde qualifizieren konnten. Die 34-Jährige, ehemalige mazedonische Internationale war aber auch neben dem Feld ein wichtiger Faktor für Yellow. Von ihrer immensen Erfahrung durften nämlich ebenfalls junge Spielerinnen profitieren, stand sie ihnen doch mit wertvollen Tipps zur Seite.

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03.07.2021 - Kerstin Kündig als Schweizer Spielerin der Saison ausgezeichnet

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