09.06.2022 15:47 Uhr - 1. Bundesliga - jae mit PM Luchse

"Das Maximum herausgeholt": Luchse-Geschäftsführer Dubau zieht trotz Abstieg positives Fazit

Sven DubauSven Dubau
Quelle: HL Buchholz 08-Rosengarten
Die HL Buchholz 08-Rosengarten steigen aus der ersten Handball Bundesliga ab. Nach einer schwierigen Saison fehlten den Luchsen als Tabellenletzter schließlich sechs Punkte aufs rettende Ufer und den VfL Oldenburg. Geschäftsführer Sven Dubau will dennoch kein zu hartes Saisonfazit ziehen: "Man sollte nicht so vermessen sein von einer verkorksten Saison zu sprechen, denn die Luchse mussten doch etliche Corona-bedingte Ausfälle einstecken oder spielten aufgrund von Verletzungen nicht mit der kompletten Mannschaft."

"Sehr unglücklich war auch, dass der BVB zum letzten möglichen Zeitpunkt Fatos Kücükyildiz verpflichtete oder das verletzungsbedingte Ende der Karriere von Jessica Inacio. Hier tat sich eine Lücke auf, die niemals zu schließen war", meint Dubau. Diese Personallücken sind wohl auch der Grund, wieso er auch seinem Trainer-Team keineswegs die Schuld in die Schuhe schieben will.

"Das Trainer-Team um Dubravko Prelcec hat zwar taktisch alles unternommen, um den Mädels Alternativen aufzuzeigen, doch die Mannschaft war nicht immer in der Lage, dies erfolgreich umzusetzen, da nicht alle Spielerinnen in den entscheidenden Partien ihre Bestform abrufen konnten", so Dubau. "Dennoch erkämpften die Luchse ein zweistelliges Punktekonto, was in den früheren einjährigen Gastspielen in der 1. Bundesliga nie erreicht wurde."

Die Rolle der Luchse als "Ausbildungsverein" hebt er ebenso hervor und verweist damit einhergehend auf die "eng begrenzten finanziellen Mittel" seines Vereins. "Alle Spielerinnen müssen den Spagat zwischen Beruf und Leistungssport bewerkstelligen", betont der Geschäftsführer. Ein Umstand, der umso mehr ins Gewicht fällt, umso mehr sich die Bundesliga professionalisiert. "Die Professionalisierung in der 1. Bundesliga schreitet unaufhaltsam weiter und die Lücke zwischen den Amateur- und Profi-Vereinen wird immer größer, deshalb war es eine insgesamt großartige Leistung, dass der Verein aus der Nordheide zwei Jahre in der 1. Liga spielen durfte und es gab in der Vergangenheit erheblich schwächere Absteiger", findet er.

"Die zwei Jahre in der 1. Bundesliga wurden zusätzlich noch erschwert durch die Herausforderungen der Pandemie. Im ersten Jahr Spiele ohne Zuschauer, ohne finanzielle Einnahmen und vielen Unwägsamkeiten. Das alles wurde gemeistert. Die zum Einsatz gekommenen jungen Spielerinnen haben in dieser Zeit doppelt so schnell gelernt und werden diese Erfahrungen sicherlich erfolgreich in der kommenden Saison einsetzen", freut sich Dubau.

Letztlich zieht der Luchse-Geschäftsführer trotz des Abstieges ein positives Fazit: "Alle Verantwortlichen der HL Buchholz 08-Rosengarten haben in den letzten zwei Jahren im Rahmen des Möglichen einen prima Job gemacht und das Maximum aus allen Möglichkeiten herausgeholt. Wir werden zur kommenden Saison einen Umbruch erleben, der sehr gut vorbereitet ist. Wir sind uns sicher, dass wir eine spielstarke Mannschaft mit sehr viel Potenzial erleben werden."