07.06.2022 13:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Sachsen Zwickau bleibt Erstligist, Mainz-Bretzenheim steigt in die 2. Bundesliga auf

Zwickau setzte sich in der Relegation gegen Göppingen durchZwickau setzte sich in der Relegation gegen Göppingen durch
Quelle: Marko Unger, BSV Sachsen Zwickau
Die letzten beiden sportlichen Entscheidungen sind über Pfingsten gefallen. In der Relegation zur 1. Handball Bundesliga Frauen konnte am Ende der Erstligist BSV Sachsen Zwickau den Klassenerhalt bejubeln, Gegner FRISCH AUF Göppingen bleibt zweitklassig. Neben dem HC Rödertal und der SG Schozach-Bottwartal, die ihre Aufstiegsgruppen in der 3. Liga gewonnen hatten, wird auch die SG Mainz-Bretzenheim nach erfolgreicher Relegation gegen den TSV Haunstetten im Unterhaus spielen.

Bereits am vergangenen Mittwoch fand das Relegationshinspiel zwischen dem BSV Sachsen Zwickau und FRISCH AUF Göppingen statt. Diese konnte das heimische Team aus Sachsen mit 25:21 (13:14) für sich entscheiden. Im zweiten Spiel am Pfingstsamstag gingen die Württembergerinnen dann in die Mission Aufholjagd, mehr als eine Drei-Tore-Führung (7:4, 16:13, 19:16) sollte allerdings nicht gelingen.

"Das Spiel in Zwickau und insbesondere die 30 Minuten, in denen wir nichts hinbekommen haben, haben uns den Aufstieg gekostet. Wir haben es im Rückspiel nicht geschafft auf die vier Tore zu kommen", analysierte Göppingens Teammanagerin Birute Schaich die Aufstiegsrelegation und hob hervor: "Wir haben eine überragende Torhüterin gehabt und auch eine gute Abwehrleistung gezeigt. Unser Problem war das Angriffsspiel, vor allem in Zwickau."

"Wenn es um alles geht, sind es die mentalen Dinge besonders wichtig. Wir haben uns gut vorbereitet, hätten aber effizienter agieren können, vor allem im Angriff", sagte BSV-Trainer Norman Rentsch, der seine Mannschaft lobte: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, da sie trotz der Rückstände immer wieder zurückgekommen ist."

Zwickau schaffte unter anderem in der Schlussminute noch den 26:26-Ausgleichstreffer, ehe dann vorne Janne Lotta Woch den letzten Treffer der Partie und Oliwia Kaminski mit einer Parade gegen Ema Hrvatin den Frisch Auf Frauen zumindest den Rückspielsieg sicherte. "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und vor 2.700 Zuschauern gezeigt, wie toll Frauenhandball ist. Jetzt gilt es neu anzugreifen. Wir sind alle sehr motiviert und werden stärker zurückkommen", blickte Schaich voraus.

In der Aufstiegsrelegation der 3. Liga konnte sich die SG Mainz-Bretzenheim in beiden Spielen gegen den TSV Haunstetten knapp behaupten. Mainz-Bretzenheim hat damit nach sechs Jahren die Rückkehr in die 2. Handball Bundesliga geschafft. Nach dem 25:24-Heimsieg am Samstag gewannen die Landeshauptstädterinnen auch das Rückspiel in Augsburg beim TSV Haunstetten mit 29:27 (15:13).

Katharina Mack (13/8) und Linda Bach (10) erzielten die meisten Tore für Mainz, bei Haunstetten ragten Patricia Horner (14), Sarah Irmler (9) und Michelle Schäfer (8) in beiden Partien heraus. "Ich bin total sprachlos. Das war ein richtig harter Kampf", freute sich Bretzenheims Rückraumspielerin Josefine Schneider nach den beiden Partien.