28.05.2022 18:55 Uhr - DHB-Pokal - jun

Favorit setzt sich durch: SG BBM Bietigheim erreicht Endspiel beim OLYMP Final4

Die SG BBM Bietigheim steht im Finale.Die SG BBM Bietigheim steht im Finale.
Quelle: Michael Schmidt
Titelverteidiger SG BBM Bietigheim komplettiert das Endspiel beim OLYMP Final4 und trifft am morgigen Sonntag (15:00 Uhr, swr.de) im Kampf um den DHB-Pokal auf den VfL Oldenburg. Im zweiten Halbfinale feierte der Deutsche Meister und Titelverteidiger einen 32:28 (17:12)-Sieg gegen den Thüringer HC. Dieser verkaufte sich jedoch tapfer und bestreitet nun am Sonntag (12:30 Uhr) das Spiel um den dritten Platz gegen den Buxtehuder SV.

In der Anfangsphase gelang es dem Thüringer HC, das Spiel offen zu halten. Zwar legte die SG BBM mit einem 2:0 (4.) direkt vor, doch der THC fing den Rückstand schnell wieder ein. Lydia Jakubisova traf zum 3:3 (8.), nachdem Irma Schjött einen Siebenmeter gehalten hatte. Wenig später legte Yuki Tanebe gar das 5:4 (10.) für den THC nach.

Bietigheim brachte wie gewohnt eine hohe Dynamik und seine individuelle Klasse auf das Parkett, doch Thüringen setzte einen leidenschaftlichen Auftritt dagegen - und hatte die Chance, die Führung auszubauen. Gabriela Moreschi wehrte jedoch einen Siebenmeter und den Nachwurf ab, sodass statt der Zwei-Tore-Führung das 5:5 (11.) fiel.

In den folgenden Minuten gelang es dem THC jedoch, das Spiel weiterhin offen zu halten. Als Markus Gaugisch in der 20. Spielminute seine Auszeit nahm, stand es 9:9. Der SG-Coach fand jedoch die richtigen Worte - und mit einem Zwischenspurt setzte sich seine Mannschaft bis zur Pause auf 17:12 ab.

Nach Wiederanpfiff setzte sich die SG BBM schnell ab und baute ihren Vorsprung auf 21:13 (37.) aus. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Zwar kämpfte sich der THC zurück und schien beim 24:21 (48.) noch einmal in Schlagdistanz zu kommen, doch kaum wurde es eng, zog der Deutsche Meister wieder an und setzte sich wieder auf fünf Tore ab. Am Ende stand ein 32:28 zu Buche.

"Man muss nicht immer zaubern, sondern auch mal ein Spiel dreckig gewinnen - das haben wir heute gemacht", freute sich Markus Gaugisch. Auch Antje Lauenroth gestand ein: "Es hat ein bisschen was zu unserer Top-Performance gefehlt, aber wir konnten mit Tempospiel die schlechten Phasen kompensieren."

Beim THC ärgerte man sich über sich selbst. "Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass wir uns selbst geschlagen haben", sagte Herbert Müller und kritisierte die technischen Fehler. "Wir haben zu viele gemacht, um das Spiel drehen zu können." Auch Annika Mayer hielt mit Blick auf das Auf und Ab fest: "Leider war es nicht gut genug, um heute einen Sieg zu holen."

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