15.05.2022 17:39 Uhr - 2. Bundesliga - ESV, red

ESV Regensburg mit Zittersieg gegen Meenzer - Dynamites - Trio verabschiedet

7/1 Tore: Nicole Schiegerl7/1 Tore: Nicole Schiegerl
Quelle: Hans-Christian Wagner, ESV
Das Heimfinale der Saison 2021/22 in der 2. Handball-Bundesliga hätte für den ESV 1927 Regensburg nicht besser laufen können: Ein motivierter Gegner, ein spannendes Spiel, viele Tore und eine stimmungsvolle Kulisse bildeten den passenden Rahmen für einen Sieg und die Verabschiedung der scheidenden Spielerinnen. Am Ende konnten die "Bunker-Ladies" sich mit 33:31 (14:13) hauchdünn durchsetzen - einmal mehr glänzten Franziska Peter (10/1), Nicole Schiegerl (7/1), Nicole Lederer (6) und Johanna Brennauer (5/2) als Vollstreckerinnnen. Bei den Dynamites konnten auch Julie Jacobs (8/3), Saskia Wagner (8/4) und Melanie Grawe (5) die Niederlage nicht verhindern. Am Mittwoch wartet auf die Landeshauptstädterinnen das Nachholspiel gegen Frisch Auf Göppingen, dort wird es auch um die Tordifferenz gehen.

Der 1. FSV Mainz 05 hatte drei Tage vor Anpfiff sein Nachholspiel beim SV Werder Bremen mit 29:28 gewonnen und die Ausgangssituation im Kampf um den Klassenerhalt enorm verbessert. Um sicher zu sein und dem zweiten Abstieg in Serie zu entrinnen, muss der Ex-Bundesligist nochmal punkten - nach dem Duell mit dem ESV folgen noch Heimspiele gegen Göppingen und Nürtingen, während Konkurrent Heide noch in eigener Halle auf den HSV Solingen-Gräfrath trifft.

Gegenüber der Vorwoche und dem 39:21-Kantersieg gegen Schlusslicht Aldekerk waren Amelie Bayerl und Anna Fuhrmann zurück im Kader, auch Melanie Kapser und Julia Smidéliusz standen zur Verfügung. Besonders viel vorgenommen hatte sich Nicole Lederer, die für vier der ersten fünf ESV-Treffer verantwortlich zeichnete. In der Deckung hatten die Bunkerladies jede Menge Arbeit zu verrichten, da Mainz aus dem Rückraum mit Wagner, Burkholder und Grawe und über den Kreis sehr gefährlich war. Bei den Dynamites hielten Jessica Kleinjung und Melanie Grawe die Abwehr zusammen. 14:13 führten die Regensburgerinnen zur Pause und es war klar, dass es nach Wiederanpfiff spannend bleiben würde.

Im zweiten Durchgang sollte die Partie noch torreicher werden. Der ESV hatte gegen die wechselnden Abwehrformationen der Mainzerinnen immer eine Antwort, allerdings standen weiteren Torerfolgen die eingewechselte Keeperin Nina Kolundzic und einige Male auch der Pfosten im Weg. In der Deckung hatte das Heimteam mit den offensivstarken Gästen so seine Probleme und bei drei abgefälschten Bällen auch viel Pech. Dadurch gelang es Mainz, in der 50. Minute beim 25:26 in Führung zu gehen.

Nach zwei vergebenen ESV-Siebenmetern zuvor übernahm die überragende Franzi Peter die Verantwortung von der Linie und glich aus. In dieser Phase waren auch zwei Treffer der eingewechselten Linksaußen Melanie Kapser entscheidend, dass Regensburg nicht abgehängt wurde. Eine Willensleistung von Amelie Bayerl sorgte dann in der 55. Minute für den Führungswechsel und eine Zeitstrafe für die rechte Rückraumspielerin des FSV, Melanie Grawe. So sicherte sich der ESV einen knappen 33:31-Erfolg und vorzeitig Rang fünf im Endklassement. Mit Natalia Krupa, Melanie Kapser und Julia Smidéliusz wurden im Anschluss drei Spielerinnen verabschiedet.

"Was die Mädels in dieser Saison geleistet haben, ist sensationell. Davor kann ich - mal wieder - nur den Hut ziehen", war Coach Csaba Szücs genauso glücklich wie stolz auf seine Truppe. "Dass es heute gegen einen Gegner, der im sportlichen Überlebenskampf steckt und viel Qualität im Kader hat, ein schwerer Gang werden würde, war klar. Ich freue mich sehr darüber, dass die Mädels sich durchgebissen und sich selbst den perfekten Heimabschluss geschenkt haben", sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky.

"Es waren nur Kleinigkeiten, die dann aber leider große Bedeu- tung bekamen, weil wir eben nicht punkten konnten. Was die Mädels zeigen, wie sie kämpfen und sich gegenseitig immer wieder puschen, ist absolut positiv", so 05-Trainerin Nikoletta Nagy, die betonte: "Wir geben nicht auf und haben uns gegen einen starken Gegner von Anfang bis Ende auf Augenhöhe präsentiert. Wir werden jetzt all das Positive, und das ist eine Menge, aus diesem Spiel mit in die nächste Woche nehmen, um dann in den letzten beiden Spielen zu Hause alles für den Klassenerhalt zu geben."