12.05.2022 09:52 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Vizemeister Dortmund im NRW-Duell zu stark für den TSV Bayer 04 Leverkusen

Pia Terfloth erzielte zwei Tore gegen den BVB.Pia Terfloth erzielte zwei Tore gegen den BVB.
Quelle: Jörg Dembinski / Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen
Die Handball-Damen von Borussia Dortmund zeigten im Endspurt der Bundesliga-Saison 2021/22 keine Schwäche. Beim brisanten NRW-Duell in Leverkusen dominierte der Vizemeister ganz souverän, führte bereits zur Pause mit 17:10 und siegte am Ende trotz einer kleinen Schwächephase hochverdient mit 31:23. Vor rund 300 Zuschauern in der Ostermann Arena feierte der BVB den zehnten Auswärtssieg der Saison.

Den Grundstein für den erneuten Erfolg legte das Team von Trainer André Fuhr in der ersten Halbzeit. Angeführt von den deutschen Nationalspielerinnen Alina Grijseels und Mia Zschocke bogen die in schwarz gekleideten Borussinnen früh auf die Siegerstraße ein. Während Grijseels bereits in den ersten 30 Minuten sechsmal erfolgreich war, taten sich die Elfen ungleich schwerer beim Torewerfen und fanden kein Durchkommen gegen eine sicher stehende Dortmunder Deckung.

Es begann schwungvoll in Leverkusen. Viola Leuchter und Svenja Huber, die Ex-Borussin, hatten Bayer schnell in Führung gebracht. Alina Grijseels durch zwei Siebenmeter und einem schönen Treffer im Nachwurf sowie Laura van der Heijden egalisierten und brachten den BVB ihrerseits mit 4:3 in Führung, Tina Abdulla erhöhte auf 6:3. Leverkusens Trainer Johan Petersson nahm nicht nur die erste Auszeit, sondern ließ kurzzeitig auch noch Alina Grijseels kurz decken.

Doch davon ließ sich der BVB nicht irritieren, spielte unglaublich konzentriert und souverän in der Abwehr, zwang die Leverkusenerinnen damit immer wieder zu Fehlern, die die schnellen Außenspielerinnen Tina Abdulla und Jennifer Gutiérrez Bermejo ausnutzten. Eine Viertelstunde war gespielt, da führte der BVB bereits mit 10:6. Und der BVB-Express rollte weiter. Der Vize-Meister gab sich keine Blöße, spielte viel stärker als zuletzt gegen Buchholz-Rosengarten. Als Leverkusen die zweite Auszeit nahm (23.), lag der BVB schon mit 15:8 in Führung.

Chef-Coach André Fuhr konnte sich bereits vor der Pause erlauben, durchzuwechseln und brachte Frida Rønning, Haruno Sasaki, Tessa van Zijl und Mie Sando. Mit 17:10 ging es in die Pause. Die schnelle Niederländerin Zöe Sprengers, Neuzugang des BVB für die kommende Saison, hatte mit dem Pausenpfiff Treffer Nummer zehn für die Werkselfen erzielt.

Doch nach der Pause machte der BVB ein wenig die Tür auf, als Fuhr seine Stammkräfte schonte. Plötzlich lief es auf Bayer-Seite sowohl in der Abwehr mit einer guten Kristina Graovac im Tor als auch im Angriff erheblich besser. In der 40. Spielminute führte Schwarzgelb mit 22:15. Doch der Vorsprung schmolz zwischen der 35. und 45. Minute. Als André Fuhr sein erstes Time-Out (43.) nahm, stand es nur noch 22:17.

Als die Elfen nach 46 Minuten nach einem Treffer von Annefleur Bruggeman auf 20:23 herankamen, schickte Fuhr seine Führungsspielerinnen wieder auf das Parkett, die dafür sorgten, dass es am Ende nicht mehr spannend wurde. Der BVB zog das Tempo wieder an. Zwei Treffer von Laura van der Heijden und einer von Mia Zschocke sorgten schnell für einen komfortablen 5-Tore-Abstand, der bis zum 31:23 beim Schlusspfiff weiter ausgebaut wurde.


Für die Dortmunderinnen war es der 21. Sieg im 24. Bundesligaspiel. Erfolgreichste Akteurin gegen den ewigen Rivalen aus dem Rheinland war Alina Grijseels mit acht Treffern. "Wir wussten, dass Leverkusen nie aufgibt, das haben sie schon im Hinspiel eindrucksvoll gezeigt und so auch heute. Es wurde noch einmal brenzlig und wir sind sogar etwas nervös geworden. Aber nach dem Rückwechsel hatten wir wieder die Stabilität und haben am Ende verdient und auch einigermaßen souverän über 60 Minuten gewonnen", so Fuhr nach der Partie.

"Wir konnten leider unsere Leistung vom Samstag heute nicht bestätigen und haben derzeit Probleme vor eigenem Publikum. Wir müssen daraus lernen, denn wir haben noch zwei Spiele zu spielen und es dabei geht immer noch um den Klassenerhalt für uns. Wir können besser spielen und wollen das im nächsten Spiel zeigen", so Elfentrainer Johan Petersson.

TSV Bayer 04 Leverkusen - Borussia Dortmund 23:31 (10:17)

Leverkusen:
Vogel, Graovac; Thomaier (4), Jurgutyte (3), Teusch, Hinkelmann (1), Sprengers (1), Leuchter (3), Holste, Klein (1), Bruggeman (1), Kaludjerovic, Ronge, Terfloth (2), Huber (4/2), Souza (3); Trainer: Johan Petersson.

Dortmund:
Stannies, ten Holte; Grijseels (8/4), Sando (2), Zschocke (4), van Zijl (2), Moreno, Abdulla (5), Gutierrez (2), Freriks (2), Sasaki (1), van der Heijden (4) Rønning (1), Nordberg, Bomnüter, Uscinowicz; Trainer: André Fuhr.