02.05.2022 15:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Wuppertal, red

Abstieg für TVB Wuppertal nach Niederlagen im hohen Norden wohl besiegelt

Nordfrauen-Keeperin Sophie Fasold Nordfrauen-Keeperin Sophie Fasold
Quelle: TSV Nord Harrislee
Nach den beiden Niederlagen beim TSV Nord Harrislee (21:24) und MTV Heide (25:32) ist der Abstieg der Handballgirls nach acht Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit wohl besiegelt. Theoretisch könnten die Bergischen Handballgirls noch mit drei eigenen Siegen, einem Sieg von Heide gegen Mainz sowie weiteren Niederlagen von Heide und Mainz noch auf den Nichtabstiegsplatz klettern, doch dies ist ein äußerst unrealistisches Szenario.

War das Team von Niki Münch bei den Nordfrauen am Samstag noch ein ebenbürtiger Gegner, so machte sich einen Tag später beim Gastspiel in Heide der Kräfteverschleiss beim Minikader des TVB doch allzu sehr bemerkbar. Mit ganzen acht Feldspielerinnen angereist - auch Hanna Wagner musste vor dem Wochenende kurzfristig passen - zeigten die Handballgirls beim TSV Nord Harrislee eine ansehnliche Leistung, hatten jedoch in der Schlussphase nichts mehr zuzusetzen und scheiterten außerdem zusehends an der starken Torhüterin der Nordfrauen, Sophie Fasold. So standen die erneut wacker kämpfenden Wuppertalerinnen am Ende doch wieder mit leeren Händen da.

"Wir wollten es schön spannend machen", sagte Ronja Lauf augenzwinkernd dem Flensburger Tageblatt mit Blick auf den Spielverlauf, in dem man sich vom 7:6 (17.) bis zur Pause auf 14:10 absetzte und Leonie Mettner nach Wiederanpfiff auf fünf Tore erhöhte. "Wichtig war, dass wir den Sieg nach Hause gebracht haben. Aber wir haben den Sack nicht zugemacht und den Gegner immer wieder eingeladen", sagte Olaf Rogge dem Flensburger Tageblatt, nachdem er sich etwas vom Auf und Ab der nervenaufreibenden 60 Minuten erholt hatte.

Am Sonntag gegen Heide wurde dann recht schnell deutlich, dass die Partie am Samstag zu viele Körner gekostet hatte. Gut 20 Minuten konnten die Handballgirls mithalten - danach schlichen sich jedoch zu viele individuelle Fehler ins Beyeröhder Spiel ein und die Gastgeberinnen, die durch die Hinspiel-Niederlage vor einer Woche zweifelsohne zusätzlich motiviert waren, gewannen immer mehr die Oberhand. Der MTV drückte dabei permanent auf´s Tempo und zog zur Halbzeit auf 17:13 davon.

Ein schlechter Start in die zweite Spielhälfte brachte dann die Handballgirls um jede Siegchance. In der 37. Spielminute stand es bereits 21:14 für die Gastgeberinnen, die sich den verdienten Sieg auch nicht mehr nehmen ließen. Trainerin Niki Münch zog dennoch ein positives Fazit: "Wenn man vom Ergebnis absieht, war das ein gutes Wochenende, an dem die Mannschaft die Zeit miteinander genoss. Jetzt wollen wir dei Saison noch vernünftig zu Ende bringen!"