02.05.2022 14:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Füchse, red

"Vielleicht haben sie uns unterschätzt": Spreefüxxe gewinnen Topspiel der 2. HBF in Göppingen

Lisa Vlug fliegt durch die Göppinger Abwehrformation. Lisa Vlug fliegt durch die Göppinger Abwehrformation.
Quelle: Michael Schmidt
Mit dem 26:29 (11:12) Auswärtserfolg der Berlinerinnen hätte am Samstagabend wohl kaum jemand gerechnet. Außer die Beteiligten selbst und das war von Anfang an zu sehen. Von Beginn an waren die Spreefüxxe hellwach und sehr fokussiert. Trainerin Susann Müller überraschte mit einer 5:1-Abwehr, welche am Ende einer der ausschlaggebenden Punkte für den Sieg war. "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", so eine überglückliche Müller nach dem Spiel.

Vor knapp 500 Zuschauern waren es zwar die Frisch Auf Frauen, die mit 1:0 und 2:1 den besseren Start erwischten, doch dies blieben die einzigen Führungen an diesem Abend. Nach dem 2:3 (5. Minute) durch Bo Dekker, gaben die Spreefüxxe ihre Führung nicht mehr aus der Hand. Immer wieder kamen die Berlinerinnen durch eine starke Abwehr in ihr Tempospiel und kamen auch im stationären Angriff mit schönen Spielzügen zum Erfolg.

Trotz der zwischenzeitlichen 7:10 Führung (22. Minute) durch Lisa Vlug gelang es den FÜXXEN jedoch nicht, sich entscheidend abzusetzen. So konnte die erfahrene Göppingerin Michaela Hrbkova in der 28. Minute nochmal den 11:11 Ausgleich erzielen. Nach einem gehaltenen Strafwurf von Chantal Pagel und dem Treffer von Lynn Molenaar gingen die Hauptstädterinnen mit einer 11:12 Führung in die Pause.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer in der EWS Arena ein sehr ausgeglichenes Spiel. Vor allem die drei Göppinger Rückraumspielerinnen rissen das Spiel jetzt an sich, doch die Spreefüxxe hatten immer eine passende Antwort parat. Eine Zeitstrafe gegen Kreisläuferin Tina Wagenlader in der 35. Minute brachte die Frisch Auf Frauen wieder auf 14:14. Ein kurzer Zwischenspurt und zwei Treffer von Rechtsaußen Anais Gouveia bescherten den Spreefüxxe bis zur 40. Minute eine 3-Tore-Führung (15:18).

Göppingens Trainer Nico Kiener griff zum Time Out und bat seine Mannschaft zum Gespräch. Das Spiel blieb spannend und nach dem 23:23 Ausgleichstreffer durch Janne-Lotta Woch (52. Minute) legte Spreefüxxe Coach Susann Müller ihre zweite grüne Karte. Lynn Molenaar erkämpfte sich in der 56. Minute das 25:26 und Göppingens Kreisläuferin Lina Krhlikar musste für zwei Minuten auf die Strafbank.

Den Vorteil nutzten die Berlinerinnen und bauten die Führung durch einen Siebenmetertreffer von Djazzmin Trabelsi und erneut Lynn Molenaar weiter aus. Wieder bat Nico Kiener seine Spielerinnen zur Auszeit, doch auch die darauffolgende Manndeckung brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg. Lisa Vlug traf 24 Sekunden vor Schluss zum vielumjubelten 26:29.

Spreefüxxe-Kapitänin Vesna Tolic war nach dem Spiel sehr zufrieden: "Vom Beginn an waren wir präsent. Wir haben fokussiert, aggressiv und entschlossen in der Abwehr gestanden und im Angriff ruhig und clever gespielt. Wir haben uns an die Absprachen und alles was wir die Woche über vorbereitet haben gehalten. Wir haben in unserer 5:1-Abwehr nie den Kopf verloren und so die erfahrenen Göppinger Spielerinnen unter Druck gesetzt. Vielleicht haben sie uns auch etwas unterschätzt. Wie auch immer, das war ein geiler Sieg und total verdient. Ich könnte nicht stolzer auf mein Team sein."

"Wir wussten aus der Videoanalyse, dass wir Göppingen damit (5:1-Abwehr, Anm.d.Red.) ärgern können. Meine Mädels haben diese kräftezehrende Abwehr 60 Minuten durchgezogen und alles gegeben. Im Angriff haben sie sich zu 100% an die taktischen Vorgaben gehalten. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", fügte Susann Müller hinzu.

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