18.04.2022 17:23 Uhr - 1. Bundesliga - chs mit PM Flames

"Sport ist manchmal nicht fair": Großer Kampf der HSG Bensheim/Auerbach wurde nicht belohnt

Durchsetzungsstark: Isabell HurstDurchsetzungsstark: Isabell Hurst
Quelle: Andrea Müller, Flames
Spielpause in der Handball Bundesliga Frauen, bei der HSG Bensheim/Auerbach gilt es die Wunden zu lecken. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm verlor nach eine starken Leistung ihr Spiel bei der TuS Metzingen mit 32:33 (19:17). Die Flames führten fast das gesamt Spiel, teilweise mit 5 Toren, den TUSSIES gelang erstmals der Ausgleich in der 52. Minute und die erste Führung in der 56. Minute. Den entscheidenden Treffer in der dramatischen Schlussphase erzielte Anna Albek drei Sekunden vor dem Ende.

"Natürlich ist es bitter, dass wir mit leeren Händen dastehen. Ich glaube, wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Klar stehen wir mit leeren Händen da, aber das, was wir heute gezeigt haben, das war überragend", so Cheftrainerin Heike Ahlgrimm nach der Partie und betonte: "Ich glaube, damit hatte Metzingen auch nicht gerechnet. Wir haben es ihnen sehr, sehr schwer gemacht."

"Ich glaube, der Wille zu gewinnen, war heute die treibende Kraft für uns. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, Respekt vor dem Gegner. Wir haben erwartet, dass es schwer wird, aber nicht, dass es so schwer wird. Es gibt Spiele, die gewinnen wir hoch und sind nicht glücklich. Heute gewinnen wir knapp und fühlen uns, wie wenn wir Meister geworden sind. Bensheim hat heute ein super schönes Spiel abgeliefert", freute sich Ausra Fridrikas, die die erkrankte Trainerin Edina Rott auf der Bank vertrat, über den glücklichen Sieg der Gastgeber.

Die Flames überzeugten durch ihr Tempospiel und waren äußerst treffsicher. Vor allem über Isabell Hurst am Kreis und Christin Kühlborn auf Außen konnten sich gegen die Abwehr der Gastgeber immer wieder durchsetzen. Nach 15 Minuten hatten sich die Flames mit 11:6 eine Fünf-Tore-Führung herausgespielt, Metzingen kämpfte sich aber bis zur Pause wieder auf zwei Tore heran.

Die Flames verteidigten aber weiter ihren Vorsprung von zwei bis drei Toren und führten sogar nach 48 Minuten wieder mit vier Toren nach einem verwandelten Siebenmeter von Lisa Friedberger zum 29:25. Metzingen antwortete aber anschließend mit vier Toren in Folge und es entwickelte sich ein spannender Showdown, in dem Anna Albek dann das entscheidende Tor für die Ermstälerinnen gelang.

"Ich hätte heute gerne einen Punkt mitgenommen, weil wir jeden Punkt brauchen und der uns ganz gutgetan hätte. Aber wie gesagt, so ist es im Sport. Sport ist manchmal nicht fair. Heute war es nicht fair, weil wir mit leeren Händen dastehen. Aber es ist so. Wir haben in der entscheidenden Situation einen Hundertprozentigen liegen lassen", so Ahlgrimm, die betonte: "Es ist jetzt sehr bitter, aber ich bin davonüberzeugt, wenn wir die Leistung, die wir heute gezeigt haben, dann werden wir die benötigten Punkte, die wir für den Klassenerhalt noch brauchen, auch holen.

Durch die Nationalmannschaftslehrgänge und Länderspiele pausiert die Bundesliga am nächsten Wochenende. Für die Flames geht es weiter am 27.04.2022 um 19:30 Uhr beim amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund. Mit 13:29 Zählern ist man derzeit Tabellenzehnter mit vier Pluspunkten Vorsprung auf den BSV Sachsen Zwickau, der allerdings auf Rang 13 noch zwei Nachholspiele mehr hat.