10.04.2022 17:06 Uhr - 1. Bundesliga - PM Neckarsulm, red

Neckarsulm erkämpft sich in packender Schlussphase einen Punkt gegen Bad Wildungen

6 Tore: Daphne Gautschi6 Tore: Daphne Gautschi
Quelle: Larissa Eisele, SUN
Betrachtet man den Spielverlauf in der Partie gegen die HSG Bad Wildungen Vipers, muss man aus Sicht der Sport-Union Neckarsulm am Samstagabend definitiv mit einem Punkt und dem 33:33-Unentschieden zufrieden sein. Fast das gesamte Spiel rannten die Neckarsulmerinnen einem Rückstand hinterher und waren auch 96 Sekunden vor dem Spielende noch drei Tore in Rückstand. Mit einer unfassbar packenden und verrückten Schlussphase erkämpfte sich die Sport-Union mit drei Toren noch das Unentschieden und klaute den Vipers einen bereits sicher geglaubten Punkt. Bei einer erneut ausbaufähigen Wurfquote, vier vergebenen Siebenmeter und vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig Gegenwehr in der Defensive, verpasste die Sport-Union erneut den Sieg gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte.

Nach dem ersten Treffer durch Johanna Stockschläder, die erfolgreichste Torschützin am Samstagabend, hatte die Sport-Union in den ersten zehn Minuten der Partie allerdings auch viel Wurfpech und traf mehrmals nur das Gestänge. Dazu konnte Gäste-Torhüterin Lea Schüpbach häufig parieren und brachte die Vipers somit im Gegenstoß zu einfachen Toren.

Mit zwei frühen Auszeiten versuchte Tanja Logvin ihre Neckarsulmerinnen erneut in die Spur zu bringen, der Rückstand nach 15 Minuten betrug allerdings bereits sechs Tore. Die eingewechselte Daphne Gautschi, Carmen Moser sowie Nathalie Hendrikse hielten die Sport-Union am Leben, verkürzten auf vier Tore Unterschied und zwangen auch Vipers-Trainerin Tessa Bremmer zu einer Auszeit.

In der zweiten Hälfte blieb das Spiel der Sport-Union zunächst allerdings weiterhin zu fehlerbehaftet, dazu vergab man mit vier vergebenen Siebenmetern immer wieder die Chance zu verkürzen. Zehn Minuten vor dem Spielende wurde der Druck der Sport-Union jedoch immer größer und mit einem 4:1-Lauf durch Carmen Moser, Lynn Knippenborg sowie Johanna Stockschläder gelang der Sport-Union der umjubelte Anschlusstreffer.

Nach einer erneuten Vipers-Auszeit parierte dazu auch Isabel Gois einen Wurf zur absolut richtigen Zeit, der folgende Angriff der Sport-Union wurde mit einem der vielen Fehlwürfe allerdings erneut vergeben. Bad Wildungen konnte sich somit zumindest wieder etwas distanzieren und führte kurz vor dem Schlusspfiff mit drei Treffern (30:33).

Nach einem verwandelten Siebenmeter durch Nathalie Hendrikse, hielt Isabel Gois erneut gegen die Vipers und Lynn Knippenborg machte innerhalb kürzester Zeit den wichtigen Anschlusstreffer. Jill Kooij gelang in der Folge ein wichtiger Steal in der Defensive und Johanna Stockschläder übernahm mit dem letzten Wurf Verantwortung und traf in der verrückten Schlussphase sensationell zum 33:33-Unentschieden.

"Wenn man die erste Halbzeit anschaut, in der wir keine gute Leistung zeigen, dann bin ich natürlich zufrieden mit dem einen Punkt. Wenn Tessa sagt, dass es für ihre Mannschaft eigentlich ein verschenkter Punkt ist, dann können wir uns eigentlich über diesen glücklichen aber auch erkämpften Punkt freuen. Vor dem Spiel haben wir uns natürlich mehr erhofft aber wir kämpfen weiter und hoffen auch, dass wir bei unserem Verletzungspech zumindest Irene Espinola Perez für die kommende Woche wieder fit bekommen", so SUN-Trainerin Tanja Logvin.