04.04.2022 11:52 Uhr - 2. Bundesliga - MTV, red

Minikader von MTV Heide hadert bei Spreefüxxen mit Siebenmeterquote

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Quelle: Lars Breitzke, HSV
So dünn wie nie war die Bank des in den vergangenen Wochen corona-geschädigten MTV Heide besetzt. Ein anspruchsvolles Zweitliga-Spiel ist auf diese Weise schwer zu gewinnen, doch die Handballerinnen um Trainer Helge Thomsen gaben ihr Bestes und hielten die 23:28-Niederlage gegen die Füchse Berlin in Grenzen.

Die Fünf-Tore-Niederlage hätte noch etwas mehr Kosmetik vertragen, aber dafür hätten sich die Dithmarscherinnen an der Siebenmetermarke gegen die ukrainische Torhüterin Maria Gladun besser anstellen müssen. "Das nehme ich schon etwas krumm", sagte Thomsen, der sich Wurfvarianten gewünscht hätte, statt eines halben Dutzend Fehlversuche.

Der Rest war in Ordnung, beginnend bei den Torhüterinnen Jula Zietz und Karen Tapkenhinrichs. Mehrmals kam der MTV im zweiten Abschnitt auf drei Tore heran. "Wir hatten auch keine Qualitätsverluste nach Auswechslungen", sagte Helge Thomsen, der allerdings auch mit einem Minikader von sieben Feldspielerinnen in die Bundeshauptstadt gereist war.

Berlin führte früh mit 3:0 (3.) und legte fortan den Spielstand vor. Bis auf sechs Tore (9:3) hatten sich die Hausherrinnen schnell abgesetzt, ehe der MTV Heide dann einen Zwischenspringt einlegte und auf drei Tore (11:8) verkürzte. Ein Doppelschlag von Ivan van der Linden bescherte den Spreefüxxen die klare Pausenführung.

In Halbzeit zwei kam der MTV gut aus der Kabine, Levke Kretschmann verkürzte zum 13:10 (35.), aber Berlin konnte sich in den entscheidenden Momenten immer wieder lösen ging mit einer Sieben-Tore-Führung (20:13) in die Schlussviertelstunde und brachte den Sieg über die Zeit.