24.03.2022 13:48 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Deckungsleistung hätte es jedem Gegner schwer gemacht": Bietigheim feiert deutlichen Derbsieg gegen Neckarsulm

Luisa Schulze war gegen ihren neuen Verein sechs Mal erfolgreich.Luisa Schulze war gegen ihren neuen Verein sechs Mal erfolgreich.
Quelle: SG BBM Bietigheim
Die SG BBM Bietigheim setzte sich am Mittwochabend mit 36:21 (20:7) bei der Neckarsulmer Sport-Union durch und steht nach diesem Derbyerfolg weiter ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der Handball Bundesliga Frauen. Mit diesem wettbewerbsübergreifenden 40. Erfolg in Serie stellt die SG BBM Bietigheim den Rekord des THW Kiel aus den Jahren 2011 und 2012 ein, welchem ebenfalls 40 Bundesliga Siege in Folge gelangen.

Personell stark gehandicapt ging der Tabellenführer in dieses württembergische Derby. Kapitänin Danick Snelder, Stine Jørgensen, Gabriela Moreschi und kurzfristig Veronika Malá, mussten alle nach positiven Coronatestergebnissen zuhause bleiben. Da Torhüterin Lieke van der Linden zudem angeschlagen war, nahm SG BBM Cheftrainer Markus Gaugisch neben Matilda Ehlert und Magdalena Probst, auch Torhüterin Amelie Kurek aus der SG-Talentschmiede mit zu diesem wichtigen Auswärtsspiel.

Luisa Schulze per Doppelpack und Karolina Kudlacz-Gloc markierten die ersten Treffer in dieses heiß erwartete Spiel zur 3:0-Führung der SG BBM. Als Antje Lauenroth in der 8. Minute zum 5:1 netzte, nahm Neckarsulm-Trainerin Tanja Logvin ihre erste Auszeit. Bereits innerhalb der ersten zehn Minuten des Spiels verletzte sich Sophie Lütke nach einer Angriffsaktion am Knie und konnte dem Team von Trainerin Tanja Logvin im restlichen Spielverlauf nicht mehr weiterhelfen.

Bietigheim überstand in Folge eine doppelte Unterzahl unbeschadet, baute seine Führung weiter auf 8:2 nach 15 Minuten aus. Gegen die sicher stehende Defensive der SG BBM um die erneut starke Torhüterin Melinda Szikora hatte Neckarsulm wenig entgegenzusetzen. In der Offensive zelebrierte der Tabellenführer sein erfolgreiches Tempospiel und kam zu zahlreichen herausgespielten Treffern. Folgerichtig ging es mit einer deutlichen 20:7-Führung in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang war es Karolina Kudlacz-Gloc, welche das erste Tor erzielte. Trine Østergaard legte das 22:7 nach 34 Minuten nach. Das erwartete Angriffsfeuer der Neckarsulmerinnen blieb aus, stattdessen dominierten die agilen Gäste weiter das Spielgeschehen. Bis zur Hälfte des zweiten Abschnitts baute Bietigheim seinen Vorsprung auf 27:12 aus. Die SG BBM hielt Neckarsulm weiter auf Distanz und spielte unbekümmert auf. Mit dem Schlusspfiff stand ein souveränes 36:21. Damit baute die SG BBM die beeindruckende Bilanz gegen die Sport-Union auf zwölf Siege in zwölf Bundesligavergleichen aus.

SG BBM Cheftrainer Markus Gaugisch zeigte sich zufrieden nach dem Derbyerfolg: "Unsere ausgezeichnete Deckungsleistung in der ersten Halbzeit hätte es jedem Gegner schwer gemacht. In der zweiten Hälfte ging es mit Blick auf das schwere European League-Spiel am Sonntag darum, Kräfte zu sparen."

"Ich bin sehr enttäuscht über unsere Leistung in der ersten Halbzeit und den heutigen Abend. Wir machen im gesamten Spielverlauf so viele technische Fehler und einfache Passfehler, die man sich gegen Mannschaften wie Bietigheim nicht in dieser Menge erlauben darf. Bietigheim ist nicht die Mannschaft, welche wir in der aktuellen Saison schlagen müssen aber wir wollten das Spiel selbstbewusst angehen und das haben wir heute überhaupt nicht geschafft. Ich kann mich daher nur bei allen Fans, Sponsoren und Zuschauern für unsere heutige Leistung entschuldigen. Wir haben noch viele Spiele im Kalender, die wir gewinnen müssen und darauf werden wir uns nach etwas Regeneration vorbereiten", sagt Logvin nach Spielende.

Sport-Union Neckarsulm - SG BBM Bietigheim 21:36 (7:20)

Neckarsulm: Gois (4 Paraden), Wachter (7/1) - Nooitmeer, Mann, Hendrikse (1 Tor), Knippenborg (4/2), Stockschläder (3), Espinola Perez (5), Kooij (1), Lütke, Kretzschmar (4), Moser (3)

Bietigheim:
Kurek, van der Linden (1/1 Paraden), Szikora (8) - Lauenroth (5 Tore), Probst, Smits (2/1), Schulze (6), Kudlacz-Gloc (5), Naidzinavicius (3/1), Ehlert, Dulfer (3), Smits (5), Østergaard (2), Maidhof (2/1), Behrend (6)