22.03.2022 09:43 Uhr - 2. Bundesliga - PM, red

"Konnte meine Tränen nicht zurückhalten": Spreefüxxe Berlin mit Heimsieg und Zeichen gegen den Ukraine-Krieg

Mariia GladunMariia Gladun
Quelle: alter.keeper, Spreefüxxe
Die Spreefüxxe konnten ihr Heimspiel am vergangenen Samstag gegen den TV Aldekerk souverän mit 30:20 (15:11) für sich entscheiden.

In extra angefertigten Sondertrikots in den ukrainischen Landesfarben legten die Berlinerinnen los wie die Feuerwehr. Schnell ging man mit 4:0 in Führung und Aldekerks Trainerin Yvonne Fillgert war bereits nach knapp drei Minuten gezwungen ihre erste Auszeit zu nehmen. Doch auch diese konnte den Lauf der Füxxinnen vorerst nicht stoppen und diese spielten sich bis zur neunten Minute einen 5 Tore Vorsprung heraus (7:2). Die Hauptstädterinnen wurden jetzt unkonzentriert, die technischen Fehler häuften sich und man ließ den Tabellenletzten aus Aldekerk wieder zurück ins Spiel.

Beim Stand von 7:5 (13. Minute) bat Spreefüxxe-Trainerin Susann Müller zum Time Out. "Wir dürfen in dieser Phase nicht nachlassen", so die 33-jährige nach dem Spiel. "Wir müssen einfach lernen unsere Schwächephasen bzw. Fehlerquote zu minimieren. Da ist es egal gegen wen wir spielen. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und an unsere Absprachen halten." Lisa Vlug war es, die eine fünfminütige Torflaute beendete und in der fünfzehnten Minute das 8:6 erzielte. Die Spreefüxxe erspielten sich u.a. durch einen Doppelpack von Linea Höbbel und Iva van der Linden eine 15:11 Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel kam Aldekerk noch einmal auf 18:15 heran. Doch die frühe Auszeit von Trainerin Susann Müller (36. Minute) zeigte Wirkung und ihre Mannschaft fand den Rhythmus wieder. "Wir mussten heute aufgrund unserer knappen Personalsituation und der englischen Woche viel durchwechseln. Ich freue mich, dass sich alle Spielerinnen nahtlos eingefügt haben", lobte sie ihr Team nach dem Spiel. Bo Dekker erzielte in der 44. Minute die erste fünf Tore Führung in der zweiten Hälfte (23:18). Von da an bauten die Spreefüxxe ihren Vorsprung Tor um Tor aus und Vesna Tolic erzielte den letzten Treffer zum 30:20 Endstand. Alle Berliner Feldspielerinnen konnten sich heute in die Torschützenliste eintragen.

Nach dem Spiel sahen die Zuschauer in der Sporthalle Charlottenburg dann noch eine tolle Aktion. Gemeinsam mit dem Gegner vom TV Aldekerk hielten alle Spielerinnen einen Banner mit der Aufschrift "NO MORE WAR". Dieses Statement und die Solidarität riefen vor allem bei Mariia Gladun viele Emotionen hervor: "Ich werde diesen Tag immer in Erinnerung behalten. Ich habe lange nicht so viel blau und gelb gesehen", so die ukrainische Torfrau der Spreefüxxe.

"Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. All die Gedanken an die schrecklichen Dinge, die gerade in meinem Heimatland passieren kamen hoch. Ich fühle hier Liebe und Unterstützung, und dass die Menschen gemeinsam für Frieden in der Ukraine kämpfen. Was mein Verein, die Fans, Sponsoren und mein Team für die Ukraine tun verdient großen Respekt. Ich bin sehr stolz ein Teil dieser Sportfamilie zu sein", fügte sie hinzu.

Wer diese Aktion der Spreefüxxe unterstützen möchte, kann ab sofort auf die Sondertrikots bieten. Alle Informationen zum Ablauf, wohin die Einnahmen gespendet werden, sowie regelmäßige Zwischenstände gibt es auf den Social Media Kanälen Instagram und Facebook oder auf der Homepage www.spreefuexxe.de.

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