06.02.2022 10:54 Uhr - 2. Bundesliga - PM TG, red

"Sauer über das schlechte Spiel": Nürtingen unterliegt Berlin

Nürtingens Coach Simon Hablizel war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams.Nürtingens Coach Simon Hablizel war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams.
Quelle: TG Nürtingen
Die erste Halbzeit konnte die TG Nürtingen in Berlin offen gestalten (9:9). Aber da es der Mannschaft von Simon Hablizel nicht gelang, die ungewöhnlich hohe Fehlerquote im zweiten Abschnitt zu minimieren, stand am Ende eine 26:21 (9:9)-Niederlage zu buche. Die TGN musste beide Punkte bei den Füchsen Berlin lassen.

Trainer Simon Hablizel war nach der Partie nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mädels am Samstagabend in Berlin. Ihn ärgerte die ungewöhnlich hohe Fehlerquote. Mit einer Leistung wie in den letzten Spielen wäre durchaus etwas zu holen gewesen aber allzu oft standen sich die Gäste selbst im Weg und machten es der Heimmannschaft einfach zu Toren zu kommen.

"Ich bin sauer, über das schlechte Spiel meiner Mannschaft. Es waren so viele Fehler und vor allem auch Fehlwürfe in unserem heutigen Spiel", so ein sichtlich angefressener Nürtinger Coach nach Spielende. "Die einfachen Fehler haben uns heute Abend das Genick gebrochen. Berlin wäre heute Abend schlagbar gewesen."

Die Heimmannschaft erwischte den besseren Start. Nach dem es über mehrere Zeigerumdrehungen 0:0 stand, war den Füchsen Berlin vorbehalten die ersten Treffer der Partie zu erzielen. Durch Treffer von Kolosove (2) und Dekker führte die Mannschaft von Susann Müller nach sechs Spielminuten mit 3:0.

Die Turngemeinde besann sich auf ihre Stärken und eine in dieser Phase starke Christine Hesel vernagelte ihren Kasten, so dass die TG Nürtingen durch fünf Treffer in Folge mit 3:5 in Front gehen konnte. Es waren bereits 12 Minuten gespielt und Berlin nahm anschließend eine Auszeit. Die ersten Spielminuten waren auf beiden Seiten von vielen technischen Fehler geprägt.

Auch in den weiteren Spielminuten des ersten Durchgangs blieb es bei einer niedrigen Torquote. Zwar konnten die Gäste auf 3:6 erhöhen, aber es gelang den Füchsen in der 18. Minute der Ausgleich zum 6:6. Für die nächste beiden Tore (7:7) es vier Minuten. Zu den Problemen der Turngemeinden in Berlin zählte auch eine ungewöhnliche Schwäche vom Siebenmeterpunkt. Über die gesamte Spielzeit konnten drei Strafwürfe nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden.

Nach dem es den Berlinnerinnen gelungen war bis zur 26. Spielminute sich auf 9:7 abzusetzen gelang es der Turngemeinde in den letzten Minuten des ersten Durchgangs durch Tore von Eisenbraun und Fischer den Vorsprung wieder zu egalisieren. Mit 9:9 ging es in die Kabine.

Im zweiten Durchgang gelang es der Heimmannschaft besser ihre Fehlerquote zu minimieren. Von Beginn an gaben Sie Gas und zogen auf 12:9 davon. Die Turngemeinde hatte immernoch einige Fehlpässe und technische Fehler in ihrem Spiel. Sie konnte den Anschluss nicht mehr halten. Auch wenn Lena Schmid einen Siebenmeter der Heimmannschaft halten konnte stand es nach 40 Spielminuten 15:11 für die Heimmannschaft.

Immer wieder wurden der TG einfache Tore durch ein leeres Tor eingeschenkt. Für Simon Hablizel war jedes einzelne ein Nadelstich. "Wer weniger Fehler machte, hat an diesem Abend gewonnen und das waren nicht wir", so sein ernüchterndes Fazit nach Spielende. "Die ungewohnt hohe Fehlerquote brachten uns an diesem Abend um einen möglichen Erfolg. Es war sicherlich ungünstig, dass sich Sarah Kuhrt kurzfristig abmelden musste und Julia Bauer sich in der 10. Spielminute verletzte, aber mit einer Leistung der letzten beiden Spiele wäre auch in Berlin mehr drin gewesen."

Die Enttäuschung war ihm deutlich anzumerken. Zehn Minuten vor Ende der Partie stand es 21:18 für die Heimmannschaft. Die Gäste aus dem Neckartal konnten immer wieder auf zwei Tore verkürzen aber weiter kamen sie nicht mehr heran. Den Endstand zum 26:21 erzielte die Berliner Torhüterhin Gladun in der 59. Spielminute ins leere Nürtinger Tor. Symptomatisch für den Nürtinger Abend in Berlin. In der letzten Spielminute brachten die Nürtingerinnen nicht mehr zählbares zu Stande.

Füchse Berlin: Gladun (1), Pagel; Kolosove (6), Tolic (1), Molenaar (5), Höbbel, Gouveia (4), Trabelsi (6/2), Wagenlader, Van der Linden (2), Vlug, Dekker (1), Bassine.

TG Nürtingen: Hesel, Schmid; Fischer (2/1), Wieder (2), Cleve (1), Schuhknecht, Breidert (4), Foth (7/1), Eisenbraun (2), Quattlender (1), Bauer, Dreizler (1), Treusch, Henze (1).