24.01.2022 12:22 Uhr - 2. Bundesliga - PM Regensburg, red

Auswärtsserie gerissen: ESV Regensburg scheitert an Torhüterin Gladun und den Füchsen Berlin

Franziska Peter sah die Rote Karte.Franziska Peter sah die Rote Karte.
Quelle: Hans-Christian Wagner, ESV
Die Auswärtsserie des Frauen-Zweitligisten ESV 1927 Regensburg (13:1 Punkte) endete am Samstagabend bei den Füchsen Berlin: Die stark ersatzgeschwächten "Bunkerladies" mussten sich dem Aufstiegskandidaten mit 22:33 (9:19) geschlagen geben.

Neben den Langzeitverletzten Sophia Peter und Anika Bissel fehlten Regensburg mit Rechtsaußen Nicole Schiegerl, Kreisläuferin Julia Drachsler und Torhüterin Natalia Krupa drei Leistungsträgerinnen im Aufgebot. Letztere hatten im Hinspiel Anfang September (22:25) dafür gesorgt, dass der ESV lange an der Überraschung geschnuppert hatte.

Trotz insgesamt acht fehlender Spielerinnen startete der ESV gut in die Partie und führte nach acht Minuten mit 5:3. Die erst 18-jährige Nachwuchskeeperin Norá Mestyán konnte sich in der Anfangsphase ein paar Mal auszeichnen. Füchse-Trainerin Susann Müller bat ihr Team nach gut 15 Minuten zur Auszeit. Die Umstellungen und Wechsel der Trainerin sollten sich direkt auszahlen.

Der ESV verlor nach der Unterbrechung seine Linie: Die starke Füchse-Deckung wurde fortan zu selten in Bewegung gebracht. Lücken auf den Halbpositionen wurden übersehen und die Rückraumspielerinnen arbeiteten sich am Mittelblock des Heimteams auf.

Fehlwürfe und Ballverluste führten dazu, dass Regensburg immer seltener in die Verteidigungsformation kam. Berlin machte mit frischen Kräften auf beiden Seiten des Feldes pausenlos Druck und nutzte vor allem aus erster und zweiter Welle sich jede bietende Chance eiskalt aus. Die Konsequenz war eine 19:9-Führung der Spreefüxxe zur Pause.



Regensburg agierte nach Wiederanpfiff mit viel Esprit und spielte sich viele gute Möglichkeiten heraus. Die Verwertung war allerdings schwach, denn der ESV fand - wie schon im ersten Durchgang - seine Meisterin und scheiterte ein ums andere Mal an Mariia Gladun. Die Keeperin verbuchte nach ihrer Einwechslung bärenstarke 22 Paraden und war die beste Spielerin der Partie.

Ein Dreierpack von Johanna Brennauer und Amelie Bayerl brach den Bann, doch unmittelbar danach sorgten ein vergebener Siebenmeter und die Rote Karte gegen Franziska Peter nach einer Abwehraktion in der 42. Minute für die nächsten Genickschläge aus ESV-Sicht.

"Gegen Berlin hätten wir auch in Bestbesetzung eine absolute Topleistung abrufen müssen, um eine Chance zu haben. Die ersten vier der Tabelle sind uns als Aufsteiger eben einfach noch in vielen Bereichen voraus", sagte Trainer Csaba Szücs nach der Partie.

Er ergänzte: "Wir haben heute gegen eine super Abwehr und Torhüterin viel zu viel verworfen und technische Fehler gehabt, aber die Mädels haben bis zum Ende gekämpft, das ist das Wichtigste."