23.01.2022 16:43 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSV Solingen-Gräfrath nach Sieg über Bremen auf Platz 2

Vanessa BrandtVanessa Brandt
Quelle: Lars Breitzke, HSV
In seinem ersten Spiel des Jahres bezwang der HSV Solingen-Gräfrath den SV Werder Bremen 32:24 (15:12) und bleibt mit nunmehr 25:3 Punkten und zwei Spielen weniger dem Tabellenführer Frisch Auf Göppingen (28:4) dicht auf den Fersen. Erfolgreichste Werferinnen vor 358 Zuschauern in der Solinger Klingenhalle waren für den HSV Torjägerin Vanessa Brandt (10/2) und Kreisläuferin Carina Senel (6) sowie Spielmacherin Denise Engelke (8/2) für Bremen.

Fünf Wochen musste das Team von HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler wegen der Weihnachtspause und coronabedingt pausieren. Die fehlende Wettkampfpraxis machte sich gegen eine dezimierte Bremer Mannschaft deutlich bemerkbar. Im sonst so souverän und umsichtig agierenden Solinger Abwehrblock gab es einige Timing- und Abstimmungsprobleme, so dass Spielmacherin Denise Engelke fast nach Belieben schalten und walten konnte und ihre Mitspielerinnen in freie Wurfpositionen brachte.

Dennoch erlaubte sich Bremen einige technische Fehler, die Solingen gnadenlos bestrafte. Im gebundenen Angriffsspiel erwies sich Vanessa Brandt als besonders treffsicher und erzielte sieben ihrer zehn Treffer im ersten Spielabschnitt. Als Carina Senel zum 10:5 (14.) traf schien eine kleine Vorentscheidung gefallen. Statt sicherer zu werden, vergab der HSV leichtfertig die Bälle und brachte Bremen zurück ins Spiel. Als Mathilda Häberle zum 10:9-Anschluss traf, nahm Reckenthäler die Auszeit, um ihr Team wachzurütteln. Es reichte zum 15:12-Pausenstand.

In der zweiten Hälfte blieb der HSV immer knapp in Führung. Reckenthäler erteilte Engelke einen Sonderbewachung durch Merit Müller, Werders Trainer Nijdam versuchte es mit der siebten Feldspielerin. Ohne Erfolg. Die Kräfte bei Bremen schwanden und Solingen ließ sich den siebten Sieg in Folge nicht mehr nehmen. Ein sehenswerter Pass von Torhüterin Lisa Fahnenbruck, die seit der 20. Minute für die angeschlagene Natascha Krückemeier das Tor hütete, auf Linksaußen Zissi Penz brachte das 30:20 (54.) und die erste Acht-Tore-Führung. Die endgültige Entscheidung.

"Nach der langen Spielpause war uns bewusst, dass wir nicht sofort an unsere Leistung anknüpfen konnten, wo wir im Dezember aufgehört haben. Dennoch haben die Mädels das phasenweise gut gelöst und ich bin froh, dass wir das Spiel letztendlich klar gewonnen haben" zeigte sich Kerstin Reckenthäler nach dem Spiel erleichtert. Am kommenden Samstag empfangen die Bergischen Handballerinnen den MTV Heide zum Nachholspiel.

"Wir haben 45 Minuten lang gut mitgehalten und bis zum Ende gekämpft"; resümierte Werder-Trainer Robert Nijdam nach dem Spiel, der mit der Leistung seiner Mannschaft unter den gegebenen Umständen zufrieden war: "Besonders die Abwehr im ´6-gegen-6´ und die Einstellung der Mannschaft haben mir gut gefallen."