16.01.2022 15:53 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Mainz hadert nach Niederlage gegen Nürtingen mit der Chancenverwertung

Die TG Nürtingen hat sich gegen die "Dynamites" aus Mainz durchgesetzt.Die TG Nürtingen hat sich gegen die "Dynamites" aus Mainz durchgesetzt.
Quelle: TG Nürtingen
Die Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 haben ihr Auswärtsspiel gegen die TG Nürtingen mit 35:28 (21:13) verloren. Die "Dynamites" überzeugten dabei nur in der zweiten Halbzeit, die Aufholjagd kam jedoch zu spät. "Das war eine tolle Teamleistung und ein rundum gelungener Start ins neue Jahr", freute sich Nürtingens Trainer Simon Hablizel. "Wir wollten mehr aufs Tempo drücken und das ist uns sehr gut gelungen. 21 Tore zur Halbzeit und 35 insgesamt haben wir schon lange nicht mehr gemacht."

Simone Karl, eingesprungen für die verhinderte Denise Großheim, erzielte nach einem 7m-Tor von Kerstin Foth den Ausgleich zum 1:1. Danach kamen starke Minuten: Julie Jacobs, Saskia Wagner und Elisa Burkholder erhöhten auf 1:4. Die Nürtinger Torhüterinnen Christine Hesel und Lena Schmid in Glanzform, dazu schnelle, teils überaus gekonnt abgeschlossene Angriffswellen ließen den Fehltstart der TGN schnell vergessen. Nürtingen hielt dagegen und glich durch Lea Schuhknecht nicht nur zum 4:4 aus (9.), sondern erhöhte fortan auf 8:5 (14.) bzw. 10:6 (15.). Florian Bauer nahm seine erste Auszeit.

Aber seine Mannschaft schaffte es nicht, die Angriffe der Einheimischen nennenswert zu unterbinden. Immer wieder Kerstin Foth (sechs mal mit 7m) traf, ihre Mitspielerinnen nutzen einige Überzahlsituationen - über 13:9 (20.), 17:11 (25.) stand es zur Halbzeit 21:13.

Die Dynamites leisteten sich zu viele technische Fehler, fanden oft nicht die richtigen Lösungen im Abwehrbereich und scheiterten an der überragenden Christine Hesel (über 43% gehaltene Bälle). Die zweite Halbzeit verlief dann über weite Strecken relativ ausgeglichen. Die Mainzerinnen nutzen ihre Chancen, attackierten die Angreiferinnen intensiver und früher - über 23:17 (36.), 26.21 (45.) stand es in er 50. Minute 29:25.

Nach einer harten Attacke sah Sophia Michailidis in der 52. die rote Karte. Annika Hermenau erzielte zwar den Treffer zum 31:27 (57.) - aber die restlichen Minuten waren wieder Nürtingen vorbehalten: Nina Fischer erzielte zwei Tore zum Endstand von 35:28. "Wir haben in jeder Situation eine Lösung gefunden", freute sich Lea Schuhknecht. In der 52. Minute feierte Rückkehrerin Verena Breidert ihr Comeback, das allerdings nach zehn Sekunden von Sophia Michailidis unsanft mit einem Schlag auf die Nase ausgebremst wurde. Die Mainzerin sah die rote Karte, Breidert musste wieder raus, konnte jedoch weitermachen und sich in die Torschützenliste eintragen und am Ende - zwar mit dicker Nase - den 35:28-Sieg bejubeln.

Florian Bauer war nach dem Spiel nicht zufrieden - sah aber trotzdem positive Ansätze. "In der ersten Halbzeit haben wir eine ganz schwache Abwehr gespielt, keinen Zugriff bekommen und vorne viel liegen gelassen, obwohl wir Chancen hatten. Und es war wieder ärgerlich, dass wir unsere 4:1-Führung innerhalb weniger Minuten quasi herschenken. Nach der Pause haben wir es den Nürtingerinnen viel schwerer gemacht - kommen aber dann einfach nicht näher als vier Tore ran."

"Unterm Strich müssen wir einfach weiter daran arbeiten, unsere Chancen besser zu verwerten. Trotzdem nehmen wir heute positiv mit, dass die Mannschaft sich über zehn freie Chancen erarbeitet hat, sich wieder rangekämpft hat und einfach daran glauben muss, sich am Ende auch zu belohnen", so Bauer weiter.

1. FSV Mainz 05: N.Kolundzic, Schäfer, Hermenau (5/2), Burkholder (8), T. Kolundzic (1), Fischer 2), Michailidis (1), Wagner (4), Jacobs (2/1), Schulze (2), Karl (3)

Beste Torschützinnen für Nürtingen: Fischer (8), Foth (7/6), Dreizler, Cleve, Schuknecht (je 4)