10.01.2022 09:17 Uhr - 2. Bundesliga - PM Herrenberg, red

SG H2KU Herrenberg gewinnt Vier-Punkte-Spiel gegen Wuppertal

Britt van der Baan setzte sich mit Herrenberg gegen Wuppertal durch.Britt van der Baan setzte sich mit Herrenberg gegen Wuppertal durch.
Quelle: Tobias Baur, H2Ku
Der Auftakt ins Jahr 2022 ist für Frauen-Zweitligist SG H2KU Herrenberg geglückt. Mit einem 28:23 (15:10) im Gepäck kehrten die Frauen der SG H2KU Herrenberg am Samstag vom Auswärtsspiel beim TVB Wuppertal zurück. Durch den Sieg im Vier-Punkte-Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller haben die "Kuties" vorerst den Anschluss an untere Mittelfeld wiederherstellen können.

Mit dem Zwischenstand von 6:2 nach knapp zehn Minuten hatten die Gastgeberinnen ein klares Statement gesetzt. Von den ersten sechs Angriffsversuchen der SG H2Ku wurden gleich fünf vergeben. Dies und die pomadige Abwehrarbeit ließen Mike Leibssle schon früh zur grünen Auszeit-Karte greifen. "Wir hatten nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", ärgerte sich der Trainer.

Das Wachrütteln seiner Mannschaft, verbunden mit dem Torhüterinnenwechsel auf Laura Waldenmaier zeigte eine deutliche Wirkung. Wie ausgewechselt agierten die Kuties nun. Auch wenn längst nicht alles gelang, in der Abwehr wurde aber für den Rest der ersten Halbzeit Beton angerührt. Das hing auch damit zusammen, dass die Verunsicherung bei Wuppertal mit jedem Gegentreffer sichtbarer wurde.

Nachdem sich die Gäste auf 8:5 herangekämpft hatten, vernagelten sie für eine komplette Viertelstunde das Tor vollständig. Ein eigenes 12:8 drei Minuten vor der Pause war die Folge. Bis zum Halbzeitpfiff betrug die Führung beim 15:10 schon fünf Treffer.

Der zweite Abschnitt begann aus SG-Sicht wieder mehr als holprig. Entscheidend nutzen konnte der TV Beyeröhde dies aber nicht. Eine Schrecksekunde gab es dennoch. Als Lea Neubrander in der 38. Minute zum Wurf ansetzte, wurde sie von Anna Lena Bergmann unsanft in den Wurfarm gegriffen. Bergmann bekam die Rote Karte. Auch wenn Lea Neubrander am Ende noch für einige Minuten aufs Parkett kam, wollte Trainer Leibssle noch keine Entwarnung geben: "Lea hat Schmerzen in der Schulter. Jetzt müssen wir abwarten".



Ein Bruch im Spiel der Kuties gab es aber dennoch nicht. Denn in der Buschenburg-Halle griffen diesmal alle taktischen Maßnahmen, die vom Trainer vorgegeben wurden. Kreisläuferin Aylin Bok entwickelte Druck aus dem ungewohnten Rückraum, zudem wurde das Spiel über die Außen und den Kreis konsequent umgesetzt.

Mit Svenja Graebling überzeugte zudem die Leihgabe aus dem Württembergliga-Team auf der halbrechten Rückraumposition auf ganzer Linie. "Durch ihre Leistung konnte ich Britt auf Außen belassen und damit Tanja Padutsch nach ihrer langen Verletzungspause noch etwas schonen", erklärte Mike Leibssle.

Mit dem 28:23, dem zweiten Herrenberg-Sieg in Folge, ist zumindest der Tank mit dem Selbstvertrauen vor dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen die Füchse Berlin wieder gut gefüllt.