06.01.2022 09:15 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, dpa, red

Dortmund zeigt gegen die Handball-Luchse die "erwartete Reaktion"

Merel Freriks war die erfolgreichste Torschützin der Partie.Merel Freriks war die erfolgreichste Torschützin der Partie.
Quelle: Stummbillig, BVB
Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten haben die erwartete Niederlage im Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund hinnehmen müssen. Am Mittwochabend unterlag der Tabellenletzte beim Titelverteidiger mit 24:41 (12:23). Schon nach rund 15 Minuten war das ungleiche Duell entschieden, als sich der Gastgeber eine 12:5-Führung erspielt hatte. Merel Freriks war mit neun Toren die beste Torschützin der Partie, Marleen Kadenbach mit fünf Toren die beste Werferin der Luchse. Der BVB festigte durch diesen Erfolg mit 18:2 Punkten den zweiten Platz in der aktuellen Tabelle und die Gäste verbleiben mit 2:20 Zählern am Tabellenende.

Nur knappe zehn Minuten brauchten die Handballerinnen des BVB, um die Schockstarre nach der bitteren Niederlage gegen Bietigheim abzulegen. Danach hatte sich der Deutsche Meister warmgespielt und verwies das Schlusslicht HL Buchholz-Rosengarten mit dem gewohnt schnellen Tempospiel deutlich in die Schranken. Für Alina Grijseels, die noch einige Wochen mit ihrem Nasenbruch ausfallen wird, übernahm zunächst Frida Rønning Verantwortung im Rückraum und als sichere Siebenmeter-Schützin, später kam auch Fatos Kücükyildiz zum Einsatz.

Marleen Kadenbach brachte die Gäste per Siebenmeter in der siebten Minute mit 3:2 zum ersten und einzigen Mal in der Partie in Führung. Danach übernahm der BVB die Regie und nutzte die vielen Ballverluste des Außenseiters mit einem 7-0-Lauf zur 9:3 Führung. In der Folgezeit vergrößerte sich der Vorsprung des Favoriten immer mehr, da die Abwehr der Luchse mit dem schnellen Spiel der Dortmunderinnen überfordert war. Als taktische Variante nahm BVB-Coach André Fuhr wiederholt die Torfrau aus dem Spiel und ließ mit zwei Kreisläuferinnen spielen, so dass die Akteurinnen der HL Buchholz 08-Rosengarten bei ihren Abwehraktionen zu spät kamen.

Im Angriff scheiterten die Luchse bei den wenigen klaren Torchancen an der glänzend aufgelegten Torhüterin Yara ten Holte.Nach 25 Spielminuten stand es 19:9, in die Pause ging es mit 23:12. Das Spiel war schon zur Halbzeitpause entschieden. Nach der Pause zeigte sich dasselbe Bild. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts der Partie überrollten die Dortmunderinnen die Gäste mit einem 5-0-Lauf. Die Luchse hielten zu Ende der Partie dann etwas besser dagegen und waren um Schadensbegrenzung bemüht. Am Ende einer einseitigen Partie stand ein 41:24 auf der Anzeigetafel in Wellinghofen.

"Wir wollten eine Reaktion zeigen, weil wir in Bietigheim zu hoch verloren haben, uns in den letzten 20 Minuten aufgegeben haben. Heute haben wir die erwartete Reaktion gezeigt, haben was probieren können, alle sind zum Torerfolg gekommen", zeigte sich Borussen-Coach André Fuhr mit der Leistung gegen das Schlusslicht zufrieden. Sven Dubau erkennt die Klasse des Gegners an: "Dortmund ist eine Nummer zu groß für uns und kann bei den ungleichen Voraussetzungen auch kein Maßstab für uns sein. Ich freue mich aber, dass Jule Meisner und Katharina Böhmker ihr Debüt in der 1. Bundesliga feiern konnten."


"Nach der deutlichen Niederlage des BVB gegen Bietigheim war mir klar, dass wir in der Sporthalle Wellinghofen eine Reaktion der Mannschaft zu spüren bekommen würden. Das ist nun leider eingetreten, aber ich hätte mir ein besseres Ergebnis gewünscht. Die erste Halbzeit hat mir überhaupt nicht gefallen, weil wir viel zu ängstlich und fehlerhaft agiert haben. Im Laufe des zweiten Abschnitts sind wir besser ins Spiel gekommen und haben bis zum Schluss gekämpft. Es ist schade, dass die Mädels keine bessere Chancenverwertung erreicht haben, daran müssen wir unbedingt arbeiten. Antonia hat mir mit ihren vier Toren und ihrem Kampfgeist besonders gefallen", resümiert Dubravko Prelcec, der Trainer der Luchse.