13.11.2007 15:10 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Schulze - PM Bayer Leverkusen

Leverkusen muss strapaziöse Rückreise aus Russland verkraften - Gegen Ketsch Revanche?

Einsatz fraglich: Heike AhlgrimmEinsatz fraglich: Heike Ahlgrimm
Quelle: Hermann Jack
Zuerst musste Bundesligist Bayer Leverkusen das unglückliche Ausscheiden aus dem EHF-Pokal gegen Dynamo Wolgograd hinnehmen, dann kamen auch noch unerwartete Komplikationen auf der Rückreise hinzu. So kehrte der Tross des deutschen Vize-Meisters nach einer überaus strapaziösen Rückreise erst einen Tag vor dem Spiel gegen die TSG Ketsch nach Leverkusen zurück.

Am Montag nach der 28:22-Niederlage gegen Wolgograd und dem damit verbundenen Aus im EHF-Cup machte sich das Team um drei Uhr (deutscher Zeit) auf den Weg zum Flughafen nach Wolgograd. Von dort sollte es um fünf Uhr nach Moskau gehen, doch daraus sollte nichts werden. Zunächst war eine Verspätung der Maschine bis neun Uhr angekündigt, aufgrund von starkem Nebel konnten die Leverkusenerinnen schließlich erst um 17:00 Uhr ihren Flug nach Moskau antreten.

Aus der russischen Hauptstadt kam der 24-köpfige Bayer-Tross aber nicht weiter und wurde von der Fluggesellschaft zunächst in ein Hotel in Moskau gebracht. Am Dienstag startete dann um drei Uhr der nächste Anlauf und gegen viertel vor Elf war das Unternehmen EHF-Cup dann mit der Ankunft in Leverkusen beendet.

„Das hat der Reise nach Russland natürlich den Stempel aufgesetzt. Wir sind alle fertig und werden heute erst mal kein Training haben, um dann die nötigen Kräfte für das Spiel gegen Ketsch zu haben“, so Trainerin Renate Wolf nach der Ankunft.

Gegen Ketsch haben die Bayer-Handballdamen gleich zu Beginn der Saison die bisherige einzige Liga-Niederlage einstecken müssen und so steht dieses Spiel natürlich unter dem Motto „Revanche“, sagt Wolf: „Da gilt es etwas wieder gut zumachen. Aber vor allem gilt es nach diesem Wochenende und der sportlichen Enttäuschung schnell wieder an unser Leistungsniveau anzuknüpfen.“

Unabhängig von der großen Müdigkeit steht hinter dem Einsatz von zwei Bayer-Spielerinnen ein Fragezeichen. Heike Ahlgrimm hat seit der Partie in Wolgograd eine aufgeplatzte Lippe und Anna Loerper leidet unter muskulären Problemen in der Wade. Damit drohen genau die beiden Spielerinnen gegen Ketsch auszufallen, denen Renate Wolf in Wolgograd Normalform attestierte.