02.12.2021 19:35 Uhr - Weltmeisterschaft - cie, dpa

Starker WM-Auftakt: Deutsche Handball-Frauen besiegen Tschechien

Die DHB-Frauen ließen sich von Tschechien nicht aufhaltenDie DHB-Frauen ließen sich von Tschechien nicht aufhalten
Quelle: Marco Wolf
Aggressive Abwehr, cooler Angriff: Deutschlands Handball-Frauen haben einen Turbo-Start in die Weltmeisterschaft hingelegt. Die DHB-Auswahl gewann nach einer starken Vorstellung ihr erstes Vorrundenspiel am Donnerstag vor rund 500 Zuschauern im spanischen Llíria gegen Tschechien ungefährdet mit 31:21. (17:10) und machte damit bereits einen großen Schritt in Richtung Hauptrunde. Beste Werferinnen im Team von Bundestrainer Henk Groener waren Alina Grijseels und Julia Maidhof mit jeweils vier Toren. Weitere Vorrundengegner der deutschen Mannschaft in der Gruppe E sind die Slowakei am Samstag und Ungarn am kommenden Montag. Die besten Drei kommen weiter.

In der Anfangsphase hatte Deutschland gegen Tschechien zunächst einige Mühe. Durch einen Siebenmeter von Dominika Zachova gerieten die DHB-Frauen zunächst ins Hintertreffen, Zachova beantwortete dann auch den Ausgleich von Julia Maidhof von der Siebenmeterlinie. Nach gut fünf Minuten gelang Antje Lauenroth dann der erste Treffer aus dem Spiel heraus, Xenia Smits ließ mit dem 3:2 die erste deutsche Führung folgen. Diese soregte zusehends für Sicherheicht, auch wenn Tschechien bis zum 4:4 zunächst noch mithalten konnte.

Grund dafür war auch eine erste Zeitstrafe gegen die DHB-Auswahl, die dann aber ihrerseits kurz darauf erstmals in Überzahl agieren konnte. Eine Dreier-Serie zum 7:4 verschaffte der Mannschaft von Henk Groener erstmals ein kleines Polster und dies wuchs über 9:5, 11:6, 13:7 und 15:8 in der Folge stetig an. Die Grundlage legte die deutsche Auswahl dafür in der Defensive, aus der konzentrierten Deckung heraus konnte das DHB-Team dann immer wieder einfache Treffer aus dem Umschaltspiel erzielen. Auch erste Wechsel änderten nichts an der Dominanz, die DHB-Frauen nahmen ein 17:10 mit in die Kabinen und hatten dabei bereits im ersten Abschnitt neun verschiedene Torschützinnen auf dem Spielberichtsbogen.

Tschechien fand auch nach dem Seitenwechsel keine Mittel gegen die deutsche Deckung, zudem fehlte Marketa Hurychova auch noch eine Alternative aufgrund einer kurz vor der Pause erhaltenen Roten Karte. Die Verantwortung lastete so vor allem auf der früher für den Thüringer HC aktiven Marketa Jerabkova, die allerdings nur selten in aussichtsreiche Wurfposition kam und bei ihren am Ende drei Treffern zahlreiche Fehlversuche zu Buche stehen hatte. Ein Doppelschlag von ihr und Veronika Mala schob nach dem 19:10 die erste Zehn-Tore-Führung für das DHB-Team aber nur etwas auf: Luisa Schulze, Johanna Stockschläder und Alicia Stolle erhöhten auf 22:12.

Tschechien griff nach acht Minuten des zweiten Abschnitts bereits zur Auszeit, doch auch diese sorgte für keine Wende. In das deutsche Defensivspiel schlichen sich ebenso wie in der Offensive angesichts der deutlichen Führung zwar erste Nachlässigkeiten ein, doch der Vorsprung sollte zu keiner Zeit mehr in Gefahr geraten. Aufgrund einiger Fehlversuche schrumpfte die beim 24:12 auf der Anzeigetafel stehende Zwölf-Tore-Führung allerdings beim 25:18 auf zwischenzeitlich wieder sieben Tore ein - für Henk Groener dreizehn Minuten vor dem Ende der Anlass für eine Auszeit. "In dieser Phase war der Fokus etwas weg", so Groener.

Alicia Stolle beendete danach zwar die fünfminütige Durststrecke, die Fehlwürfe blieben aber auch in den nächsten Minuten ein Thema. In den letzten Minuten löste sich die Bremse wieder ein wenig, am Ende stand nach einem finalen Siebenmeter zum 31:21 sogar wieder ein zweistelliger Abstand auf der Anzeigetafel. Beste Werferinnen im Team von Bundestrainer Henk Groener, der im zweiten Abschnitt einige der arrivierten Spielerinnen für die nächsten Aufgaben schonte, waren Julia Maidhof und Alina Grijseels mit je vier Toren. "Das war ein Auftakt nach Maß.Mit einem Zehn-Tore-Sieg zum Auftakt kann man vollauf zufrieden sein", sagte Bundestrainer Henk Groener.