28.11.2021 14:43 Uhr - Länderspiele - chs, dpa

Deutsche Handballerinnen verlieren WM-Generalprobe

Marlene KalfMarlene Kalf
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Die deutschen Handballerinnen haben ihre Generalprobe wenige Tage vor dem Start der Weltmeisterschaft verloren. Im abschließenden Spiel eines Vorbereitungsturniers unterlag die DHB-Auswahl am Sonntag WM-Gastgeber Spanien in Madrid mit 22:23 (11:13). "Wie auch vor den anderen Spielen haben wir uns heute vorgenommen, bestimmte Sachen im Angriff spielen zu wollen. Das hat mal gut, mal weniger gut funktioniert", kommentierte Bundestrainer Henk Groener in einer DHB-Mitteilung.

"Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, wieder dabei zu sein. Ich bin froh, dass die Verletzung nicht so schlimm ist und mich nicht weiter behindert", so Grijseels, die zum Turnierstart pausieren musste. "Nur 23 Gegentore, das ist wirklich richtig gut gegen Spanien. Einige Chancen haben wir im Spiel liegengelassen, konnten aber viel probieren und ich denke, dass wir jetzt gut gewappnet für die Weltmeisterschaft sind."

Die ersten beiden Spiele gegen Polen (31:27) und die Slowakei (32:25) hatte die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener noch verdient gewonnen. Auch gegen die Spanierinnen zeigte sein Team über weite Strecken eine starke Leistung, am Ende reichten aber auch die jeweils vier Treffer der besten Torschützinnen Marlene Kalf und Alina Grijseels nicht zum Erfolg.

Spanien legte einen furiosen Start hin und profitierte beim 3:0 auch von einer frühen Zeitstrafe gegen Emily Bölk. Bundestrainer Henk Groener nahm beim 8:3 eine frühe Auszeit und prachte sein Team in die Spur. Auch die Spanierinnen nahmen beim 9:6 noch einmal eine Auszeit, wollten im Angriff geduldiger spielen. Der Vizeweltmeister nahm auch durch Rechtsaußen Maitane Etxeberria eine 13:11-Führung in die Pause.

In Durchgang zwei konnten die DHB-Frauen direkt nach Wiederanpfiff den Spielstand ausgleichen und beim 18:19 (44.) sogar in Führung gehen. Spaniens Trainer José Ignacio Prades zog die Notbremse und in der Schlussviertelstunde dominierten die Abwehrreihen die Begegnung. Kurz vor Schluss war es dann Alexandrina Barbosa, die mit einem Gegenstoß den 23:22-Endstand erzielte.

"Am Anfang hatten wir im Angriff Probleme, das Tor zu treffen und Lösungen zu finden. Das wurde nach und nach besser, auch in der Abwehr haben wir uns nochmal gesteigert. In der zweiten Halbzeit haben wir uns einen Vorsprung rausgespielt. Das Ergebnis war zweitrangig, und wir können uns mit einem guten Gefühl aus diesem Turnier verabschieden", so Groener.

Trotzdem kann die DHB-Auswahl selbstbewusst ins erste WM-Spiel am Donnerstag (18.00 Uhr) in Llíria gegen Tschechien gehen. Vor allem das Comeback der zuvor angeschlagenen Kapitänin Grijseels dürfte dem Niederländer Groener Mut machen.

weitere Informationen folgen

Spanien - Deutschland 23:22 (13:11)


Spanien: Castellanos Soanez, Navarro Gimenez - Gonzalez Ortega 4, Martin Berenguer 4, Arderius Martin 3, Etxeberria Martinez 3, Gutierrez Bermejo 3, Campos Costa 2, Cabral Barbosa 1, Espinola Perez 1, Hernandez Serrador 1, Hernández Selva 1, Arcos Poveda, Cesareo Romero, Fernandez Fraga, Gassama Cissokho, Lopez Jimenez, Rodriguez Rodriguez

Deutschland: Eckerle (Team Esbjerg), Filter (Buxtehuder SV)
Grijseels (Borussia Dortmund) 4, Kalf (TuS Metzingen) 4, Stockschläder (Neckarsulmer SU) 3, Maidhof (SG BBM Bietigheim) 2, Smits (SG BBM Bietigheim) 2, Stolle (Ferencvarosi TC) 2, Antl (Buxtehuder SV) 1, Brons-Petersen (TuS Metzingen) 1, Bölk (Ferencvarosi TC) 1, Degenhardt (TuS Metzingen) 1, Schulze (SG BBM Bietigheim) 1, Berger (Borussia Dortmund), Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Schmelzer (CS Gloria 2018), Thomaier (Bayer 04 Leverkusen), Zschocke (Borussia Dortmund)

Schiedsrichter: Jose Carlos Friera Cavada / Jesus Alvarez Menendez (Spanien)
Strafminuten: 4 /10