21.11.2021 17:17 Uhr - 2. Bundesliga - PM Mainz, red

Meenzer Dynamites haben gegen SG H2Ku Herrenberg "guten Chancen nicht genutzt"

5 Tore: Franziska Fischer5 Tore: Franziska Fischer
Quelle: Handball Mainz 05
Die Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 haben ihr Heimspiel gegen die Gäste aus Herrenberg mit 32:35 (20:19) verloren.

Schon zu Beginn der Partie begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Julie Jacobs brachte die Gastgeberinnen mit einem Siebenmeter mit 1:0 in Führung (2.). Anna Albek glich jedoch umgehend aus. Zu Beginn mussten sich die Dynamites ihre Tore spielerisch erarbeiten, während Herrenberg immer wieder mit einfachen Gegenstoßtoren erfolgreich war. Über 3:2 (4.), 5:4 (8.) stand es nach 10 Minuten 6:6.

Britt van der Baan brachte ihre Mannschaft mit einem 7m-Treffer erstmals mit 6:7 (11.) in Führung. Elisa Burkholder brachte die Mainzerinnen kurz später wieder in Führung (11:10, 17. Minute). In der 18. Spielminute beim 12:11 nahm Gästecoach Mike Leibssle seine Auszeit. In den nächsten Minuten schenkten sich beide Mannschaften nichts.

Herrenberg agierte agil und aggressiv im Abwehrbereich und machte es den Dynamites schwer, sich abzusetzen. Selbst schaffte man immer wieder druckvolles Kombinationsspiel im Angriff. Als in der 28. Spielminute Kristin Schäfer kurzfristig für die an diesem Tag glücklose Nina Kolundzic eingewechselt wurde, einen Ball hielt und Julie Jacobs zum 20:18 traf, war das erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Lea Neubrander traf letztlich noch zum Halbzeitstand von 20:19.

Dynamites-Coach Florian Bauer stellte zu Beginn der 2. Halbzeit seine Abwehr um: Denis Großheim fungierte fortan als offensivere Spielerin gegen Anna Albek. Diese Maßnahme fruchtete zunächst. Die Dynamites kamen zu Ballgewinnen und münzten diese in Torerfolge um - in dieser Phase durch Franziska Fischer und Saskia Wagner. Als es über 22:20 (35.) dann 24:21 (38.) stand, versuchte der Gästecoach Leibssle durch eine Auszeit seine Frauen neu auf die Situation einzustellen.

Der Treffer durch Elisa Burkholder zum 25:22 (39.) sollte die letzte deutliche Führung der Mainzerinnen sein. Trainer Florian Bauer nahm kurz später in der 41. Minute seine zweite Auszeit. Er spürte, dass jetzt die entscheidende Phase anbricht. Und so war es auch: Die Gäste glichen durch Brit van der Baan in der 45. Minute erstmals aus (26:26). Sophia Michailidis brachte die Dynamites zwar mit einem spektakulären Treffer nochmals mit 27:26 (48.) in Führung - aber danach dominierten die Gäste: Das Spiel der Mainzerinnen war jetzt wenig strukturiert, viele Einzelaktionen führten nicht zum Erfolg.

Bei den Gästen glänzte Anna Albek und Brit van der Baan mit jeweils 8 Treffern. Lea Neubrander führte in der Mitte geschickt Regie; gemeinsam baute man über 27:28 (40.) und 28:30 (53.) die Führung kontinuierlich aus. Als Coach Bauer beim 29:31 (54.) seine dritte Auszeit nahm, konnte er den Lauf der Gäste nicht mehr stoppen. Letztendlich erzielten die Dynamites zwischen der 34. - 57. Minute nur 4 Treffer, während Herrenberg 11 Mal erfolgreich war. Über 29:33 (57.) und 30:34 (58.) stand es am Ende 32:35.

Gästecoach Mike Leibssle freute sich riesig über die beiden Punkte. "Unser Sieg ist aber sicherlich auch der dezimierten Spielerdecke der Mainzerinnen geschuldet. In der Halbzeit haben wir dann gesagt, wir müssen unsere Abwehr verbessern und mit Tempo nach vorne gehen. Das haben wir dann ganz gut gemacht. Besonders freut mich heute, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eingetragen haben. Trotzdem Kompliment an die Mainzerinnen, wie sie mit dieser Truppe bis zum Schluss gefightet haben."

Dynamites-Coach Flo Bauer war sichtlich enttäuscht. "Zu Hause 35 Gegentore zu bekommen - damit kann ich nicht zufrieden sein. Herrenberg hat Qualität, gerade die beiden Spielerinnen aus Metzingen (Albek, van der Baan, Anm.) waren herausragend. In der zweiten Halbzeit haben wir dann unsere guten Chancen nicht genutzt und hinten raus eben verloren."