21.11.2021 16:30 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Starke Abwehrleistung" bringt HSV Solingen-Gräfrath den Heimsieg über TUS Lintfort

Cassandra Nanfack ist in starker FormCassandra Nanfack ist in starker Form
Quelle: Lars Breitzke, HSV
In der heimischen Klingenhalle bleibt der HSV Solingen-Gräfrath weiterhin ungeschlagen und besiegt im West-Derby auch den TuS Lintfort vor 250 Zuschauern mit 26:19 (14:10).

Es war ein Start-Ziel-Sieg für das Team von Kerstin Reckenthäler, bei dem sich einmal mehr Torjägerin Vanessa Brandt (7/3) und Kapitänin Mandy Reinarz (6/1) treffsicher zeigten, für Lintfort trafen Kreisläuferin Jana Willing (4) und Maxime Drent (4/1) am besten. "Wir waren von Beginn an gehemmt und haben eigentlich nie zu unserer Linie gefunden. Das hat dann gegen eine gute Mannschaft an allen Ecken und Enden nicht gereicht," stellte eine verärgerte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel ernüchtert fest.

Cassy Nanfack, seit Wochen in überragender Form, erzielte das 1:0 für den HSV, im Gegenzug kam Lintfort noch einmal durch Leonie Lambertz zum Ausgleich. Reinarz, Kamp und zweimal Brandt sorgten für einen 5:1-Vorsprung für die Heimmannschaft. Eine aufmerksam agierende HSV-Deckung mit einer erneut starken Torhüterin Natascha Krückemeier machten dem Lintforter Angriff das Leben schwer. "Nach der Auszeit hatten wir dann unsere beste Phase und konnten auf 8-9 verkürzen. Da habe ich schon gedacht, dass wir im Spiel sind", sah Grenz-Klein kurzzeitig Besserung im Spiel ihrer Mannschaft.

Zwar kam der TuS noch einmal auf 9:8 durch Pru Kinlend heran (21.), doch der HSV wurde auch im Angriffsspiel immer souveräner, führte zur Halbzeit 14:10 und ließ auch in der zweite Hälfte nichts mehr anbrennen. Durch den Treffer von Merit Müller zum 23:15 gut zwölf Minuten vor Schluss war die Partie bereits entschieden.

Mit nunmehr 15:3 Punkten setzt sich der HSV im oberen Tabellendrittel fest. "Wir haben 60 Minuten eine sehr starke Abwehrleistung gezeigt mit einer überragenden Taschi Krückemeier dahinter. Nur 19 Gegentore zu kassieren, ist echt super", zeigte sich Reckenthäler nach dem Spiel sehr zufrieden.

"Nur neun Tore in der zweiten Halbzeit sind einfach nicht zweitligareif", sah Bettina Grenz-Klein die Gründe für die Niederlage klar im unzureichenden Angriffsspiel ihrer Mannschaft. "In den nächsten Wochen müssen wir deutlich zulegen, wenn wir nicht endgültig in den Abstiegskampf rutschen wollen. Wir trainieren ganz ordentlich, aber im Spiel fehlt derzeit einfach der letzte Biss und die nötige Sicherheit im Abschluss."

Solingen: Natascha Krückemeier, Lisa Fahnenbruck, Sena Gün;
Mandy Reinarz (6/1), Vanessa Brandt (7/3), Cassy Nanfack (4/1), Franziska Penz (2), Hannah Kamp (3), Merit Müller (2), Carina Senel (2), Lara Karathanassis, Luca Tesche, Nele Weyh, Jette Clauberg, Lucy Jörgens

Lintfort: Laura Gräf, Alexandra Humpert;
Prudence Kinlend (3), Eva Legermann (1), Leonie Lambertz (2), Jule Samplonius (2), Anika Henschel, Maxime Drent (4/1), Pia Kühn, Jana Willing (4), Andra Lucas, Lisa Kunert (3/2), Lena Heimes