21.11.2021 13:54 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM HL, red

Luchse-Trainer nach erstem Sieg: "Team hat sich endlich belohnt"

Das Nordderby war umkämpftDas Nordderby war umkämpft
Quelle: Felix Schlikis
Die Erleichterung bei den Handball-Luchsen Buchholz 08-Rosengarten nach dem ersten Saison-Erfolg in der Bundesliga und dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz ist groß. "Endlich konnten sich die Mädels belohnen, denn sie haben diesen Sieg einfach mehr gewollt und ihre Chancen auch erfolgreich abgeschlossen", sagte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec nach dem 30:27 (15:13)-Sieg am Samstagabend gegen den VfL Oldenburg.

Bis zum 12:11 (23. Minute) konnte sich kein Team entscheidend absetzen - und auch das zwischenzeitliche 15:12 (27.) verkürzten die Huntestädterinnen durch den verwandelten Siebenmeter von Kathrin Pichlmeier zum 13:15-Halbzeitstand. Wirklich zufrieden war VfL-Coach Niels Bötel mit dem Auftritt aber nicht - insbesondere in der Defensive sah er deutliche Schwächen. "Wir haben in der Abwehr nie den nötigen Zugriff gehabt", ärgerte er sich.

Immerhin: Im zweiten Abschnitt kämpfte sich der VfL heran, ging durch Lana Teiken sogar mit 23:22 in Führung (48.) und schien die Partie zu drehen. Doch nach dem 24:24 (51.) durch Marie Steffen glitt den Gästen das Spiel aus den Händen. Ganze sieben Minuten blieben die Huntestädterinnen in der Schlussphase ohne Torerfolg - die Handball-Luchse enteilten uneinholbar. "Rosengarten hat auf seine Chancen gewartet und sie genutzt", lobte Niels Bötel den Auftritt der Gastgeberinnen, die sich für ihr Engagement mit reichlich Treffern belohnten.

Einen Grund für den ersten Triumph nach zuvor sieben Niederlagen sah Dubravko Prelcec in der besseren Effektivität seiner Mannschaft. "Es ist schön, auch endlich wieder 30 Tore erzielt zu haben", ergänzte der Kroate. "Es war ein Sieg des gesamten Teams, aber Maj hat besonders in der ersten Halbzeit ein tolles Spiel gemacht", freut sich Prelcec.

Allerdings räumte er auch ein, mit der Abwehrleistung seiner Spielerinnen nur zum Teil zufrieden gewesen zu sein: "In etlichen Situationen haben wir zu spät angegriffen und dumme Fouls gemacht."

Für Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau war es "ein Sieg des Willens". Zudem verwies auf die psychologische Bedeutung im Abstiegskampf: "Für das Selbstvertrauen war dieser Erfolg sehr wichtig."

Beide Teams stehen sich in dieser Saison noch zweimal gegenüber. Neben dem Bundesliga-Rückspiel kommt es nun auch im Viertelfinale um den DHB-Pokal zu einem Wiedersehen. Nordrivale Buxtehuder SV trifft dagegen auf die HSG Bad Wildungen.