17.11.2021 17:09 Uhr - Weltmeisterschaft - PM ÖHB

Österreichs Nationaltrainer Müller voller Vorfreude vor der WM: "Man spürt dieses Kribbeln"

Herbert Müller freut sich mit den Österreicherinnen auf die erste WM seit 2009.Herbert Müller freut sich mit den Österreicherinnen auf die erste WM seit 2009.
Quelle: ÖHB/Agentur DIENER/Eva Manhart
Ab Montag hat Österreichs Teamchef Herbert Müller seinen gesamten Kader zur finalen WM-Vorbereitung zur Verfügung. Bis zum Start der 25. Frauen-WM am 2. Dezember gegen China gilt es laut dem 59-Jährigen das System zu optimieren und die Grundlagen für eine lange WM zu legen.

"Die Vorfreude ist riesig, bei mir und der Mannschaft", schickt Müller voraus. Mit dem Erfolg über Polen im WM Play-Off ist Österreichs Handball Frauen Nationalteam erstmals seit zwölf Jahren, seit der WM 2009 in China, wieder für ein Großereignis qualifiziert. Seit Wochen hält der Teamchef einen noch engeren Kontakt zu seinen Spielerinnen, erkundigt sich stetig, wie es ihnen geht, wie es im Verein läuft und wie viel sie spielen.

Eines streicht Herbert Müller bei den Gesprächen besonders hervor: "Egal mit wem ich telefoniere, alle sind total gespannt, voller Vorfreude und Emotionen auf das, was da kommt. Ich hoffe, dass wir das in positive Energie umsetzen können."

Daran wird ab kommendem Montag gearbeitet. Ab 22. November steht dem langjährigen Teamchef, sein Debut an der Seitenlinie gab Müller am 26. Mai 2004 beim 38:36-Heimsieg über Slowenien in einem Testspiel, sein gesamter Kader zur Verfügung. Mit dabei auch Johanna Reichert, deren WM-Teilnahme noch vor einigen Wochen aufgrund der Diagnose eines doppelten Bandscheibenvorfalls mehr als wackelte. In den vergangenen Wochen war sie unter anderem bei Teamarzt Dr. Steven Moayad in Wien erfolgreich in Behandlung.

"Seit letzter Woche kann Johanna wieder normal trainieren, hat am Wochenende auch in der zweiten Mannschaft des Thüringer HC gespielt und dabei sechs Tore erzielt. Dieses Wochenende wird sie in der ersten Mannschaft ihr Comeback geben", lautet das Update von Herbert Müller zu seiner linken Rückraumspielerin beim THC und im Nationalteam. Nach der wochenlangen Verletzungspause ist Reichert laut Müller noch nicht bei 100 Prozent, aber "wir brauchen genau ihren Typ Spielerin, die Tore aus dem Rückraum erzielt und dorthin geht, wo es auch mal weh tut."

Bis inklusive 29. November stehen täglich Trainingseinheiten und regenerative Maßnahmen am Programm. Am 25. November in der Südstadt und am 27. November in Hollabrunn bestreitet man zwei Testspiele gegen Portugal. Beide Partien werden ab 18:00 Uhr live auf ORF Sport+ und LAOLA1 übertragen.

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"Ziel in dieser Woche ist die Optimierung des Systems. Wir hatten eine sehr gute Woche im Oktober, in der wir gegen zwei absolute Topnationen und ständige Medaillenkandidaten (Anm. d. Red.: Im Rahmen der EURO-Quali traf Österreich auf Dänemark und Rumänien) bei Großereignissen sehr gut ausgesehen haben. Wir haben uns eine Grundlage erarbeitet, an der wir jetzt feilen. Es geht um die Feinabstimmung und darum, die Grundvoraussetzungen für eine hoffentlich lange WM zu schaffen", so Herbert Müller zu den Vorbereitungs-Plänen.

Am 30. November siedelt das Nationalteam nach Torrevieja über, wo es ab 2. Dezember im Zweitagesrhythmus zunächst gegen China, Argentinien und zum Abschluss der Vorrunde gegen Gastgeber Spanien geht. Die Top 3 aller Vorrundengruppen ziehen in die Hauptrunde ein, wo es am 8., 10. und 12. Dezember gegen die Top 3 aus Gruppe G (Kroatien, Japan, Brasilien und Paraguay) geht. Die Viertelfinalspiele sind für den 14./15. Dezember, die Halbfinals für den 17. und das Finale für den 19. Dezember angesetzt.

Als Gruppenletzter würde es im President´s Cup gegen die jeweils Gruppenletzten der Gruppen E, F und G gehen, zum Abschluss stünde am 15. Dezember noch das jeweilige Platzierungsspiel.