15.11.2021 14:57 Uhr - DHB-Pokal - PM Handball-Luchse, red

Handball-Luchse nach Arbeitssieg in Harrislee im Viertelfinale des DHB-Pokals

3 Tore: Catharina Volquardsen3 Tore: Catharina Volquardsen
Quelle: Mario M. Koberg/Speedphotos.de, TSV
Die HL Buchholz 08-Rosengarten hat erneut den Sprung ins Viertelfinale des DHB-Pokals geschafft. Beim Zweitligisten TSV Nord Harrislee setzten sich die Handball-Luchse am Ende mit 33:29 durch. In einem interessanten Pokal-Derby vor rund 400 Zuschauern in der stimmungsvollen Holmberghalle war bei den Luchsen Spielmacherin Kim Berndt die überragende Akteurin, denn sie erzielte nicht nur 10 Tore, sondern setzte auch ihre Mitspielerinnen mit gekonnten Anspielen in Szene - auch die Außenspielerin Maj Nielsen war siebenmal erfolgreich. Bei den Nordfrauen konnte sich Johanna Andresen mit fünf Treffern auszeichnen.

"Wir konnten uns gegen einen starken Zweitligisten durchsetzen, was meiner Meinung nach auch so in Ordnung ist. Mit unserem Angriff bin ich weitgehend zufrieden, allerdings sind die 29 Gegentore nicht gerade ein Qualitätsmerkmal meiner Mannschaft, da sie phasenweise die zweiten Wellen von Harrislee viel zu spät angegriffen hat. Unser Gegner ist so zu leichten Toren aus dem Rückraum gekommen", bilanzierte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec nach der Partie.

Bis zur 12. Minute konnten die Gäste in der ansehnlichen Partie eine Drei-Tore-Führung (4:7) behaupten, aber als die Luchse zwei Konter nicht erfolgreich abschließen konnten, kam der Außenseiter immer besser in die Begegnung und lieferte in der Folgezeit dem Favoriten aus der Nordheide ein Spiel auf Augenhöhe.

Als die Luchse in ihrer 6:0-Deckung nachlässiger agierten, gelang den Nordfrauen mit einem 4:0-Lauf die 8:7-Führung. Die Gäste fingen sich wieder und behaupteten anschließend stets eine knappe Führung. Der Zweitligist aber ließ sich nicht abschütteln und so wurden mit 13:14 die Seiten gewechselt als Kim Berndt zwei Sekunden vor Beendigung des ersten Abschnitts noch ein Treffer gelang.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte das Team aus der Nordheide bis zur 37. Minute auf 15:20 und alles deutete auf einen Sieg für die Gäste hin, aber durch erneute Nachlässigkeiten in der Deckung gelang es der Heimmannschaft den Vorsprung der Luchse langsam aber sicher zu verkürzen. In der 47. Spielminute verkürzte Lea Fischer auf 21:23 und das Spiel war wieder offen.

Im weiteren Verlauf setzte sich der Erstligist wieder mit vier Toren ab als Evelyn Schulz am Kreis nach einem wunderschönem Anspiel von Kim Berndt zum 24:28 verwandelte. Aber immer noch gaben sich die Nordfrauen nicht geschlagen und waren beim 26:28 in der 53. Minute durch Catharina Volquardsen erneut in Schlagdistanz. Danach erhöhten die Luchse wieder auf 26:30 und dennoch war in der 56. Minute keine Entscheidung gefallen, da Harrislee erneut auf zwei Tore heran kam. Erst in den letzten Minuten sicherte sich der Finalist des letzten Jahres den hart erarbeiteten, aber verdienten Vier-Tore-Sieg.

"Für meine Begriffe hat Kim Berndt eine überragende Vorstellung gegeben, nicht nur wegen ihrer 10 Tore, sondern sie hat auch mit ihrer Übersicht das Spiel geschickt gelenkt. Erfreulich ist auch, dass Svea Geist in ihrem ersten Spiel elf Monate nach ihrem Kreuzbandriss eine erfreuliche Leistung abgeliefert hat und bei ihren Einsatzzeiten Evi Schulz entlasten konnte", erklärt Dubravko Prelcec, der Trainer der Luchse.

"Harrislee war ein starker Gegner und in der Holmberghalle durften die Fans ein interessantes Nord-Derby erleben. Für uns war es ein Arbeitssieg mit Höhen und Tiefen, weil wir das Tempo nicht immer hochgehalten haben", so Sven Dubau und der Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten betont: "Kim Berndt hat ein tolles Spiel gemacht und auch Evi und Maj konnten überzeugen. Ich blicke jetzt voller Vorfreude auf das nächste Derby bei uns in der NordHeideHalle gegen den VFL Oldenburg. Ich hoffe, dass wir uns dann erheblich steigern können."