28.10.2021 08:46 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Ein unglaubliches Spiel": Torhüterin Nele Reese Matchwinner bei Oldenburger Derbysieg über Buxtehude

Nele Reese wurde von der Mannschaft gefeiertNele Reese wurde von der Mannschaft gefeiert
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Was für ein Nordderby: Binnen sieben Tagen hat der VfL Oldenburg den zweiten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga der Frauen gefeiert. Nach dem Erfolg gegen die HSG Blomberg-Lippe in der vergangenen Woche bezwang das Team von Trainer Niels Bötel am Mittwochabend den Buxtehuder SV mit 24:22 (14:10) und ließ nach der Schlusssirene eine Spielerin ganz besonders hochleben: Nele Reese.

Als die Zuschauer die kleine EWE-Arena bereits verlassen hatte, da schallte die "Humba" immer noch durch die Halle. So begeisternd, wie die Oldenburgerinnen 60 Minuten lang ihr Derby gegen den BSV bestritten hatten, feierten sie ihren Derbysieg noch weit nach Spielende.

Dabei waren die Huntestädterinnen mit einem Rückstand in die Partie gestartet. Buxtehude war von Sekunde eins an in Betriebstemperatur, verwandelten die ersten Würfe zur schnellen 4:1-Führung - und überraschte die Bötel-Sieben mit einer offensiven 5:1-Deckung.

Es war ein Wechsel zwischen den Pfosten, mit dem die Partie die entscheidende Wendung nahm. Nele Reese übernahm für Julia Renner und fügte sich direkt mit zahlreichen spektakulären Paraden ein. Mit ihr, und der lautstarken Kulisse, fanden sich die Oldenburgerinnen immer besser zurecht. Das 8:7 durch Maike Schirmer bedeutete die erste VfL-Führung der Partie (18. Minute), die die Gastgeberinnen bis zum 14:10 zur Halbzeit weiter ausbauten. Eine beeindruckende Vorstellung, bei der einzig die zwei Zeitstrafen von Kathrin Pichlmeier schmerzten.

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein kräftezehrender Abnutzungskampf auf beiden Seiten. Die BSV-Defensive stand nun sicherer, zu oft blieben die Gastgeberinnen in ihren Offensivbemühungen hängen. Buxtehude kam näher und näher - und bei Oldenburg wollte das 23. Tor einfach nicht fallen. Dass die Gäste nicht ausglichen, hatte allein einen Grund: Nele Reese. Sie entschärfte gleich drei freie Würfe, ehe Merle Carstensen den so wichtigen Siebenmeter zum 24:22 verwandelte.

"Das war heute ein unglaubliches Spiel der gesamten Mannschaft", freute sich auch Coach Niels Bötel über den zweiten Sieg in Folge. Viel Zeit zum Feiern bleibt dem VfL nicht. Bereits am Sonntag, 31. Oktober, 16.30 Uhr, wartet das nächste Spiel für die Oldenburgerinnen. Zu gast in der kleinen EWE-Arena ist dann die noch ungeschlagene SG BBM Bietigheim.

"Heute war nicht unser Tag. So viele Freie wie wir heute verworfen haben, das hätte fast für zwei Spiele gereicht", kommentierte BSV-Coach die Niederlage. Dennoch machte er seiner Mannschaft ein Kompliment, dafür, dass sie immer wieder zurückgekommen sei und sich nicht habe entmutigen lassen. Auch wenn die Niederlage schmerze, sei das Positive, dass die Mannschaft gut Handball gespielt habe und sich viele Chancen herausspielen konnte. Für den BSV geht es am kommenden Samstag direkt weiter, wenn die TuS Metzingen in der Halle Nord zu Gast sein wird. Dirk Leun dazu: "Wichtig ist, dass wir uns morgen ausruhen. Wir sind aber auf dem richtigen Weg, so wie wir Handball spielen und werden alles daransetzen, diese zwei Punkte am Samstag zuhause gegen Metzingen zurückzuholen."

VfL Oldenburg - Buxtehuder SV 24:22 (14:10)


Oldenburg: Renner, Reese
Teiken (1), Reinemann, Jongenelen (5/3), Hoitzing, Pichlmeier (5), Buhl, Martens (2), Steffen, Carstensen (6/1), Schirmer (4), Knippert, Golla (1)

Buxtehude: Lea Rühter, Kathi Filter; Annika Lott (10), Maxi Mühlner (4), Liv Süchting (3), Isabelle Dölle (3), Mailee Winterberg (2), Charlotte Kähr, Teresa von Prittwitz, Johanna Heldmann, Lucia Kollmer, Lisa Antl, Meret Ossenkopp, Jasmina Rühl