25.10.2021 10:00 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Buxtehuder SV gewinnt "Dino-Duell" in Leverkusen

3 Tore: Viola Leuchter3 Tore: Viola Leuchter
Quelle: Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen / Jörg Dembinski
Leverkusen bleibt ein gutes Pflaster für den Buxtehuder SV. Der 27:22-Erfolg am Sonntagnachmittag in der Ostermann-Arena war bereits der 16. Erfolg im 34. Duell beim TSV Bayer 04. Durch den vierten Saisonsieg - dem ersten in der Fremde - festigte Buxtehude bei nunmehr 8:2-Punkten den 5. Tabellenplatz und hat die Chance, mit einem Erfolg im Nachholspiel am Mittwoch beim VfL Oldenburg bis auf Rang drei zu klettern.

"Wir haben eine starke Abwehr gespielt und konnten uns auf Katharina Filter im Tor verlassen. Ich bin sehr zufrieden, wie meine junge Mannschaft, die wohl jüngste der Liga, hier aufgetreten ist", so Dirk Leun, Trainer des BSV und ergänzte: "Wir haben uns nach klarer Führung selbst noch in Schwierigkeiten gebracht, aber in dieser Situation die Nerven behalten und am Ende verdient gewonnen. 22 Gegentore sind o.k. - Abwehr plus Torwart waren der entscheidende Faktor."

In der Tat lag der Grundstein des Erfolges in der starken Defensive der Gäste, die die Werkselfen zu einer Vielzahl von technischen Fehlern verleitet und so die bietenden Chancen clever nutzten. Beste Werferin beim BSV war Teresa von Prittwitz mit acht Treffern, auf Leverkusener Seite war Sophia Cormann mit sechs Toren am erfolgreichsten. Beide Torhüterinnen zeigten eine sehr starke Leistung: Kristina Graovac auf Seiten der Gastgeberinnen konnte 19 Paraden und eine 41%-Quote vorweisen und Kathi Filter auf BSV-Seite verbuchte 13 Paraden und eine Quote von 39% gehaltenen Bällen.

Beide Teams kamen zunächst nur sehr schleppend in die Partie, es gab zahlreiche technische Fehler und Ballverluste auf beiden Seiten - nach sechs Minuten war erst ein einziges Tor gefallen. Bezeichnend für diesen nervösen Start war auch der verworfene Siebenmeter von Maxi Mühlner (4.).

In der Folge fand der BSV etwas besser ins Spiel und ging durch zwei Tore von Annika Lott mit 3:1 in Führung. Diese hielt allerdings nicht lange an, so konnte Leverkusen nach zwölf Minuten zum 3:3 ausgleichen und Dirk Leun zog seine erste Auszeit. Das Timeout konnte zunächst keine großen Veränderungen bewirken.

Bereits in der 19. Minute beim Stand von 6:6 nahm Dirk Leun seine zweite Auszeit, dieses Mal zeigte seine Mannschaft eine Reaktion und konnte durch vier Tore in Folge auf 10:6 davonziehen. Die BSV-Abwehr stand wie gewohnt stabil und Leverkusen tat sich sehr schwer im Angriff. Schafften die Werkselfen doch mal das Durchkommen, stand ihnen häufig die erneut überragende Kathi Filter im Weg.

Die 11:8-Führung zu Pause wuchs in der 2. Halbzeit rasch an. Elf Minuten vor dem Ende führten die Gäste beim 21:14 mit sieben Toren und schienen alles fest im Griff zu haben. Doch die Werkselfen zeigten Moral und kämpften sich wieder zurück in die Partie.

Besonders erfreulich hierbei der Auftritt der 17 Jahre alten Viola Leuchter. Die U18-Nationalspielerin kam in der zweiten Hälfte in die Partie und zeigte nicht nur wegen ihrer drei Tore einen bemerkenswerten Auftritt im rechten Rückraum.

Mit ihrer Hereinnahme belebte Leuchter, neben der auch mit Pia Terfloth eine weitere Juniorelfe Einsatzzeiten bekam, den bis dahin blassen Bayer-Rückraum deutlich und gehörte neben Torhüterin Kristina Graovac und Sophia Cormann, die auf der für sie ungewohnten Linksaußenposition sechs Tore erzielte, zu den positiven Erscheinungen, wie auch Bayer-Trainer Martin Schwarzwald hervorhob.

Zwar kamen die Leverkusenerinnen gegen Ende besser in die Partie, der Sieg Buxtehudes geriet allerdings nicht mehr wirklich in Gefahr. So bleiben die Werkselfen nach der zweiten Heimniederlage mit nunmehr 4:8-Punkten weiter auf dem 10. Tabellenplatz und müssen nun ihren Blick nach unten richten, denn am Mittwoch geht es als krasser Außenseiter zum verlustpunktfreien Deutschen Meister Borussia Dortmund.

TSV Bayer 04 Leverkusen - Buxtehuder SV 22:27 (8:11)


Leverkusen: Graovac, Zuzic;
Thomaier (5/3), Jurgutyte, Boulouednine, Hinkelmann, Sprengers, Leuchter (3), Klein (2), Cormann (6), Bruggeman (1), Kaludjerovic (1), Ronge, Terfloth, Huber (4)

Buxtehude: Rühter, Filter;
Süchting (2), Rühl, Heldman (1), Antl, Mühlner (1), Dölle (3), Winterberg, Ossenkopp (5), Kähr (1), Lott (6), Kollmer, von Prittwitz (8)

SR: Köppl/Regner (Darmstadt/Nieder-Olm)
Zuschauer: 350
Strafminuten: 6:8 (Leuchter, Bruggeman, Klobucar - Süchting, Mühlner, Winterberg, Kähr)
Siebenmeter: 3/6 ; 0/2 (Thomaier verwirft/15. und 56, Huber scheitert an Filter/26 - Graovac hält gegen Mühlner/5, Dölle verwirft/58.)

Spielfilm:
0:1 (3.), 1:1 (6.), 5:5 817.), 6:6 (19.), 6:10 (24.), 7:10 (25), 8:11 (HZ)
8:13 (34.), 10:17 (41.), 12:19 (43.), 14:21 (49.), 19:22 (53.), 20:23 (55.), 20:24 (57.), 22:24 (58.), 22:27 (EN)