10.11.2007 04:00 Uhr - 1. Bundesliga - Heiner Lehmann – handball-world.com

Duell um Platz 5 zwischen Buxtehude und Frankfurt

Einsatz ungewiß: Willemijn KarstenEinsatz ungewiß: Willemijn Karsten
Quelle: sportseye.de
Im vorletzten Spiel des 11. Spieltages der Handball-Bundesliga der Frauen treffen am Samstagnachmittag der Tabellenfünfte Frankfurter HC auf den sechstplazierten Buxtehuder SV. Dabei liegt mehrfache Brisanz in der Partie: Zum einen treffen mit den Trainern beider Mannschaften zwei langjährige Vereinskameraden aufeinander, zum anderen und entscheidenderen geht es um Rang 5 der Bundesligatabelle und den Anschluß an die ersten vier zu den Meisterschafts-Play Offs berechtigenden Plätze. Eine Niederlage würde für beide Clubs nur noch theoretische Chancen auf die Endrunde um den Meistertitel bedeuten.

Frankfurts Regisseurin Anne JochinFrankfurts Regisseurin Anne Jochin
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Gastgeber BSV könnte nach dem deutlichen Pokalerfolg beim ambitionierten Süd-Zweitligisten SC Markranstädt vor Wochenfrist eigentlich selbstbewußt ins Spiel gehen. Doch die Mannschaft von Trainer Wolfgang Pötzsch plagen eminente Verletzungssorgen, die sich sogar noch deutlich verstärken könnten.

Neben den Langzeitverletzten Cristina Vogt, Mami Tanaka, Lena Jensen und Joana Kern wird auch Susanne Henze weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Daneben drohen auch die niederlandischen Nationalspielerinnen Debbie Klijn und Willemijn Karsten auszufallen. Karsten war beim Aufwärmen in Markranstädt umgeknickt und konnte im Pokalspiel daraufhin nicht eingesetzt werden. Debbie Klijn fehlte am Mittwoch nach einem Gesichtreffer im Training beim Testspiel gegen eine Polizeiauswahl. Auf ihren Einsatz baut Pötzsch allerdings, ansonsten stünde ihm lediglich Regionalliga-Torhüterin Pia von Holten, die in Markranstädt in den letzten 15 Minuten zum Einsatz kam und dort einige gute Paraden zeigen konnte, zur Verfügung. Über eine einsatzfähige gelernte Kreisläuferin verfügt der BSV dagegen im Augenblick nicht, Janne Wode soll diese Position am Samstag ausfüllen.

Angesichts der recht leeren Bank und des dagegen gut gefüllten Lazaretts prognostiziert der BSV-Coach denn auch ein schweres Spiel für seine Mannschaft, setzt aber auf den moralischen Rückenwind des deutlichen Sieges im DHB-Pokal: „In Markranstädt haben wir gezeigt, was möglich ist. Ich hoffe, daß die Mannschaft dies auch zu Hause beweisen will und kann.“ Eine Garantie ist der Heimvorteil für den BSV dabei allerdings keineswegs: In drei von bisher fünf Heimspielen mußten sich die Norddeutschen bisher geschlagen geben.

Auch die Frankfurterinnen haben durch einen deutlichen Sieg beim TV Beyeröhde das Achtelfinale des DHB-Pokals erreicht, der den leichtfertigen Punktverlust aus dem letzten Bundesligaheimspiel gegen Aufsteiger HSG Sulzbach/Leidersbach einigermaßen vergessen machen sollte. Die bereits seit Saisonbeginn mit unerwarteten Ausfällen kämpfenden Oderstädterinnen verfügen über einen zwar nicht sehr großen, jedoch sehr eingespielten Kader. Vor allem der größtenteils noch sehr junge Rückraum um die 22jährige Spielmacherin Anne Jochin weiß dabei Akzente zu setzen. Auch Nationaltorhüterin Katja Schülke spielte bisher eine sehr gute Saison und kann an einem guten Tag ein Spiel für ihr Team durchaus entscheidend wenden.

Auch beim FHC ist man sich der Wichtigkeit des Duells am Samstag bewußt. Ziel der Schützlinge von Dietmar Schmidt, der in den achtziger Jahren mit seinem Buxtehuder Gegenüber in Frankfurt bereits einmal ein Trainerduo bildete, ist ein wieder ausgeglichenes Punktekonto und damit nicht nur die Bestätigung von Platz 5, sondern auch die Spitzengruppe nicht ganz aus den Augen zu verlieren.