24.10.2021 14:35 Uhr - 2. Bundesliga - PM Mainz, red

Frisch Auf Frauen gewinnen Duell der Erstliga-Absteiger gegen 1. FSV Mainz 05

Sarka FrancikovaSarka Francikova
Quelle: Frisch Auf Frauen
Göppingens Trainer Nico Kiener war zufrieden - seine Mannschaft trat - vor allem in der ersten Halbzeit - "frisch, fromm, fröhlich, frei" auf. Am Ende siegten die Württembergerinnen im Duell der Erstliga-Absteiger gegen die Dynamites vom 1. FSV Mainz 05 mit 36:29 (19:12). Vor allem Janne-Lotta Woch und Luisa Scherer (je 7) und Sarka Francikova (5) waren nicht zu stoppen. Bei den Gästen trafen Julia Jacobs (8) und Elisa Burkholder (7) am häufigsten.

Göppingen war von Beginn an hellwach. Über 2:1 (2.), 4:1 (5.) stand es in der 10. Minute 6:1. U.a. Janne-Lotta Woch war immer wieder erfolgreich. Die Abwehr stand sicher, unterbrach die Mainzer Angriffe stets rechtzeitig, agierte antizipativ und war stark in der 1:1-Verteidigung.

Das Spiel der Dynamites hatte wenig Struktur, viele verzettelten sich in 1:1-Aktionen. Florian Bauer reagierte mit einer Auszeit - doch bis zur 16. Spielminute führten die Gastgeberinnen über 7:2 (12.) und 9:3 (15) mit 10:4. Bauer legte seine zweite grüne Karte.

Weiterhin waren die Aktionen im Angriff zu halbherzig, in der Abwehr bekam man nie richtig Zugriff. Fortan agierten die Dynamites in einer 5:1-Formation, Tabea Coors löste Nina Kolundzic im Tor ab. Auch personell probierte der Coach viele Variationen aus - alleine die Resultate stellen sich nicht richtig ein. Bis zur 28. Spielminute wurde ein Fünf-Tore-Rückstand "gehalten" - nach 12:5 (20.) und 14:9 (25.). Doch die Göppingerinnen waren dann noch zweimal zum Halbzeitstand von 19:12 erfolgreich.

Im gesamten Verlauf dieser Halbzeit kamen die Dynamites mit den sehr aggressiven, gelegentlich auf den Halbpositionen offensiven, Verteidigerinnen nicht zurecht. Zudem fehlte das eigene schnelle Umschaltspiel fast komplett.

Im zweiten Durchgang legten die Göppingerinnen weiter zu und führten nach 5 Minuten mit 24:14. Die Mainzerinnen steckten aber nicht auf: Flo Bauer variierte im Abwehrbereich und lies seine Frauen öfters eine 4:2-Formation spielen, stellte Nina Kolundzic wieder ins Tor; so kam man über 27:19 (42.) auf 28:23 (46.) heran. Nico Kiener nahm seine Auszeit - seine Frauen brachten über 30:24 (50.) , 33:25 (54.) letztlich den verdienten 36:29-Sieg nach Hause.

Der Mainzer Trainer Florian Bauer war von der ersten Halbzeit enttäuscht: "Wir haben zu lethargisch begonnen - letzte Woche haben wir im ganzen Spiel 21 Tore bekommen und heute in einer Halbzeit 19. Das sagt alles über die Abwehrleistung aus. Wir waren nicht präsent, haben Göppingen einfach gewähren lassen. Diesem Rückstand sind wir dann in der zweiten Halbzeit hinterher gelaufen, haben alles probiert. Aber es hat am Ende eben nicht mehr gereicht", so der Dynamites-Coach.

Zufrieden war hingegen Nico Kiener: "Erstens bin ich froh, dass wir gewonnen haben. Zweitens bin ich froh, dass wir so deutlich gewonnen haben und drittens bin ich eben nicht froh über diese 10 Minuten in der 2. Halbzeit, wo es dann nur noch fünf Tore sind. Das wird für uns ein Ansatzpunkt sein, weiter zu arbeiten", so der Göppinger Trainer, der betonte: "Insgesamt bin ich sehr zufrieden - die junge Mannschaft ist noch nicht komplett eingespielt, hält aber zusammen. Wir haben einen breiten Kader, gerade auch mit vielen jungen Spielerinnen und haben so gute Auswahlmöglichkeiten."