24.10.2021 09:26 Uhr - EHF European League - PM THC

Europapokal-Aus für den Thüringer HC - Sieg in Molde reicht nicht

Lamprini Tsakalou stemmte sich mit 10 Toren gegen das frühe Aus.Lamprini Tsakalou stemmte sich mit 10 Toren gegen das frühe Aus.
Quelle: Thüringer HC
Der Thüringer HC gewinnt das Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde zur EHF European League gegen Molde Elite (NOR) mit 28:26 (13:10). Trotz des Sieges im norwegischen Molde scheidet der THC aus dem internationalen Wettbewerb aus. Mit einer deutlichen verbesserten Abwehr als im Hinspiel konnte der THC über weite Strecken überzeugen, musste sich am Ende dem Druck der Gäste geschlagen geben und scheiterten trotz des Auswärtssieges mit insgesamt 60:61 am Weiterkommen im internationalen Wettbewerb. Beste Werferin aufseiten der Gastgeberinnen war Mona Obaidli mit acht Treffern für Molde Elite. Zehn Tore erzielte Lamprini Tsakalou für die Gäste aus Thüringen.

Mit dem ersten Treffer durch Annika Meyer starteten die Thüringerinnen in das Rückspiel gegen Molde. Kurz darauf erhöhte Lamprini Tsakalou auf 0:2. Die Gastgeberinnen schienen jedoch nicht bereit, ihren im Hinspiel erarbeiteten Vorsprung vorschnell aufzugeben und schlugen postwendend zum 2:2 zurück. In der achten Minute traf Rinka Duijndam nach einer erfolgreichen Abwehraktion mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld ins leere Tor und brachte ihr Team wieder mit zwei Toren in Front.

Das Spiel ging hin und her. Dominika Zachova traf in der 17. Minute zum 6:7 und Molde Coach Tor Odvar Moen nahm die erneute THC-Führung zum Anlass ein Team Timeout zu nehmen.

Die Auszeit trug zunächst nur Früchte für das Gästeteam. Die erste Drei-Tore-Führung stellte Josefine Huber mit ihrem Treffer zum 7:10 her. In der 20. Minute kassierte Lamprini Tsakalou die einzige Zeitstrafe des THC. In Überzahl brachte Mona Obaidli das Team von Molde Elite auf 8:10 heran. In der einberufenen Auszeit von Herbert Müller instruierte dieser seine Spielerinnen die gute Defensivarbeit der Anfangsphase fortzuführen.

Kurze Zeit später scheiterte sie von der Strafwurflinie an Catharina Fiskerstrand Broch, die in den letzten Minuten der ersten Halbzeit ein starker Rückhalt für die Norwegerinnen war. Eine Sekunde vor dem Halbzeitpfiff machte Miranda Schmidt-Robben in einem Tempogegenstoß die Drei-Tore-Pausenführung möglich und die Teams gingen beim Stand von 10:13 in die Kabinen.

Zur Pause wäre der THC damit nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore ausgeschieden. Doch zu Beginn des zweiten Durchgangs sah es so aus, als könne man sich vielleicht noch an den Norwegerinnen vorbeischieben. Josefine Huber traf zum 14:10 und brachte damit den THC zum ersten Mal auf Kurs zur nächsten Qualifikationsrunde.

Auch beim Stand von 12:16 hatte der THC noch die Nase vorn. Die Hoffnung wuchs. Es war das erwartet enge und umkämpfte Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Die Gastgeberinnen verkürzten durch einen Treffer von Elise Skinnehaugen auf 17:19. Im daraufhin genommenen Team Timeout von Herbert Müller kritisierte dieser die zunehmende Passivität seiner Mannschaft.

Die Thüringerinnen nahmen sich die Ansprache zu herzen und erhöhten durch Tore von Lamprini Tsakalou und Josefine Huber sogar auf 18:23 - zum ersten Mal also ein Zwei-Tore-Polster für den THC. Diese Entwicklung nahm Molde-Trainer Tor Odvar Moen zum Anlass für seine nächste Auszeit.

Doch diese nutzte erneut wenig. Zehn Minuten vor Spielende brachte Anika Niederwieser einen Wurf aus dem Rückraum zum Zwischenstand von 20:25 im Tor unter. Josefine Huber musste im Anschluss eine Zeitstrafe hinnehmen, die die Gastgeberinnen zu nutzen wussten und verkürzten auf 22:25. Ein weiteres Tor der Norwegerinnen zwang Herbert Müller zu einer weiteren Auszeit.

Dem Bundesligisten fehlten wieder zwei Treffer zum Weiterkommen. Doch die Gäste zeigten jetzt Nerven und brachten ihre Angriffe nicht mehr im Tor unter, sodass Molde gar zum 26:26 ausgleichen konnte - da fehlten dem THC schon vier Treffer für die nächste Runde.

Der Platzverweis von Thale Rushfeldt Deila änderte am Ausgang nichts mehr. Die Gäste erkämpften sich die erneute Führung mit zwei Toren, hatten aber nach Auszeit von Tor Odvar Moen nur noch zehn Sekunden Spielzeit übrig. Am Ende blieb es beim 26:28-Auswärtssieg, der durch die 32:35-Heimniederlage vom letzten Sonntag nicht zum Weiterkommen reichte.

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