21.10.2021 14:40 Uhr - 1. Bundesliga - PM HL, PM THC, red

THC setzt sich gegen weiter punktlose Luchse in der Spitzengruppe fest

Dubravko Prelcec bleibt mit seiner Mannschaft trotz großen Kampfes weiter punktlos.Dubravko Prelcec bleibt mit seiner Mannschaft trotz großen Kampfes weiter punktlos.
Quelle: Michael Schmidt
Am sechsten Spieltag der 1. Bundesliga unterlagen die HL Buchholz 08-Rosengarten dem Thüringer HC mit 22:27. Die noch sieglosen Luchse belegen mit 0:12 Punkten den letzten Platz in der aktuellen Tabelle, während die Thüringerinnen mit 9:3 ihren vierten Rang verteidigen konnten. In dem lange spannenden Spiel war die Griechin Labrini Tsakalou mit sieben Treffern die erfolgreichste THC-Torschützin. Bei den Norddeutschen feierte die lange verletzte Marleen Kadenbach mit sechs Toren ein überzeugendes Comeback.

Mit der Favoritenrolle im Gepäck startete der Thüringer HC ins Spiel. Der Tabellenvierte gegen das Tabellenschlusslicht, da sollten die Rollen klar verteilt sein. So setzten sich die Thüringerinnen direkt in der Startphase leicht mit 1:3 ab. Die Luchse waren nach gut vorbereiteten Abschlüssen vom Pech verfolgt, mehrfach trafen sie nur das Aluminium, deckten damit aber die Schwächen in der THC-Abwehr auf.

Nach 11 Minuten führten die Gäste mit 2:6, für Dubravko Prelcec Zeit, die grüne Karte zu ziehen, wenn man die Gegnerinnen nicht weiter enteilen lassen wollte. Doch der THC baute seine Führung noch etwas weiter aus, führte nach 13 Minuten mit 5:10. Dann kamen die Spielerinnen aus der Nordheide mit den Einwechselungen von Backup-Torhüterin Katharina Kaube, Antonia Pieszkalla und Marleen Kadenbach im Rückraum immer besser ins Spiel.

Bis zur 22. Minute brachten Marleen Kadenbach und Maj Nielsen die Luchse auf 9:12 heran und nach einem schönen Anspiel auf Evelyn Schulz eine Minute später waren die Luchse beim 10:12 wieder in Schlagdistanz. Durch technische Fehler der Luchse kam der THC zu einfachen Treffern und vergrößerte den Vorsprung durch Dominika Zachova und Lydia Jakubisova wieder auf vier Tore zum Spielstand von 10:14. Aber die Luchse ließen sich nicht abschütteln und verkürzten bis zum Ende des ersten Abschnitts noch einmal auf 13:15.

Den besseren Start verbuchten wieder die Gastgeberinnen, die zwischenzeitlich den 15:16-Anschlusstreffer erzielen konnten und dran blieben. In der 38. Minute musste nach Dominika Zachova auch Miranda Schmidt-Robben auf die Bank. Die Luchse nutzten die doppelte Überzahl und trafen zum 17:18. Es sollte jedoch für längere Zeit der letzte Rosengartener Treffer gewesen sein.

Nach 45 Minuten war der THC vorentscheidend auf 17:21 davongezogen. Die HL Buchholz 08-Rosengarten kämpften zwar aufopferungsvoll, kamen aber nicht mehr näher an den THC heran als beim 19:22 (49.). Über das 21:26 (57.) sicherte sich der Tabellenvierte letztlich souverän mit 22:27 die Punkte - ein klassischer Arbeitssieg.

"Ich bin mit den ersten zwanzig Minuten sehr zufrieden. Bis zum 11:6 haben wir in der Abwehr kompakt gestanden und wie aus einem Guss nach vorne gespielt. Auch wenn wir in der Anfangsphase einige technische Fehler zu viel hatten", zeigte sich THC-Trainer Herbert Müller zufrieden mit den Anfangsminuten.

Und auch wenn er mit dem Rest der 60 Minuten seiner Mannschaft gegen den Tabellenletzten nicht ganz einverstanden war, zählten am Ende für ihn nur die zwei Punkte: "Wir sind dann megafahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Wir haben von Außen zu viel verworfen und dadurch so eine Kampfmannschaft wie Rosengarten zum Spiel eingeladen. Da war klar, dass es eine enge Kiste wird. Für uns zählen die beiden Punkte, damit fahren wir zufrieden nach Hause."

Bei den Luchsen war die Stimmung bei Trainer Prelcec genau gegenteilig. Eigentlich zeigte seine Mannschaft eine der besseren Saisonleistungen, aber letztlich stand sie ohne Punkte da. "Bis auf das erste Viertel bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden, denn wir haben dem klar favorisierten THC lange ein offenes Spiel liefern können. Wir haben uns in die Partie hinein gekämpft und phasenweise im Angriff sowie in der Abwehr überzeugt. Auf jeden Fall war es ein enormer Fortschritt gegenüber unserer Vorstellung in Bad Wildungen", bilanzierte er.

Am Ende war es wohl die individuelle Qualität des THC, die den Unterschied ausmachte. "Letztlich ist unsere verdiente Niederlage auf die individuelle Klasse des Gegners zurückzuführen, aber wir werden in der längeren Pause hart arbeiten, um in nächster Zeit die ersten Punkte einzufahren. Ich hoffe auf eine baldige Rückkehr von Kim Berndt, Svea Geist und Mareike Vogel", so Prelcec weiter.