18.10.2021 10:08 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Meenzer Dynamites haben im Derby gegen Kurpfalz Bären "alles abgerufen"

Leah SchulzeLeah Schulze
Quelle: Daniel Bamberger, Kurpfalz Bären
Mit einem nie gefährdeten 29:21-Auswärtssieg bei den Kurpfalz Bären haben sich die Meenzer Dynamites eindrucksvoll in der 2. Liga zurückgemeldet.

Das Team von Florian Bauer war sehr gut auf die Ketscher Bären eingestellt. Die Gastgeberinnen führten durch Lara Eckhardt und Sophia Sommerrock lediglich 1:0 bzw. 2:1 (4.). Danach übernahmen die Mainzerinnen das Kommando. Innerhalb von nur acht Minuten brachte die überragende Elisa Burkholder ihr Team mit 5 Treffern über 3:5 (8.) mit 4:7 (12.) in Führung.

Kurz darauf nahm Franziska Steil ihre erste Auszeit - doch die 6:0-Abwehr der Mainzerinnen stand an diesem Tag hervorragend. Stark in der 1:1-Verteidigung, mutig bei antizipativen Versuchen und super konzentriert bei allen gegnerischen Aktionen - zwangen sie die Ketscherinnen immer wieder zu Aktionen bzw. Würfen, die dann nicht erfolgreich waren. Über 7:11 (17.), 10:14 (23.) vollendete erneut Elisa Burkholder mit ihrem siebten Treffer zum Halbzeitstand von 12:16.

Die Szenerie der 1. Halbzeit setzte sich auch in Durchgang zwei fort. Im Angriff sahen die 480 Zuschauer schön heraus gespielte Spielzüge und Tempogegenstöße, allerdings war der Abschluss dann mangelhaft oder die super aufgelegte Torhüterin der Mainzer entschärfte die Chance. Angetrieben von Annika Hermenau und Saskia Wagner, die immer wieder mit starken Anspielen und gelungenen Einzelaktionen zum Zug kamen, einer sehr gut aufgelegten Nina Kolundzic im Tor (Quote über 40%) und nicht zu vergessen einer treffsicheren Denise Großheim baute man den Vorsprung sukzessive aus: 15:19 (36.), 17:23 (44.), 18:25 (51.).

Auch die beiden Kreisläuferinnen Sophia Michailidis und Leah Schulze konnten sich geschickt in Szene setzen und jeweils drei Tore erzielen. Mit ihrem insgesamt 12. Treffer zum 19:27 in der 56. Minute setzte Elisa Burkholder ein weiteres Ausrufezeichen unter ihre grandiose Vorstellung. Letztlich gelang Franziska Fischer der finale Treffer zum 29:21-Sieg in der letzten Spielminute.

Florian Bauer war dann rund um zufrieden. "Es war endlich einmal so, dass die Mädels alles abgerufen haben, was sie können, es souverän zu Ende gespielt haben und nicht mehr in Bedrängnis gekommen sind. Unsere 6:0-Abwehr war heute auch relativ kompromisslos - aber nicht nur die routinierten Spieleinnen wie Tina Kolundzic, sondern auch die Jungen wie Melanie Grawe und Julie Jacobs haben es gut gemacht. Natürlich hat Elisa Burkholder auch die Leistung gebracht von der wir wussten, dass das möglich ist. In einem Derby ist es immer so, dass diejenigen, die paar Prozent mehr wollen am Ende auch gewinnen - und das waren wir heute."

"Leider gehören Niederlagen dazu. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und es beim nächsten Spiel besser machen. Der Zeitpunkt, das schlechteste Spiel zu machen, war natürlich blöd, weil die Halle voll war. Aber diese Mannschaft macht einfach Spaß und wir werden das den Zuschauern im nächsten Spiel zeigen. Also kommt alle wieder", bilanzierte Bären-Trainerin Franziska Steil.