17.10.2021 13:38 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSV, red

HSV Solingen-Gräfrath mit Arbeitssieg im Niederrhein-Derby

Svenja Rottwinkel erzielte sieben Treffer für den TV Aldekerk.Svenja Rottwinkel erzielte sieben Treffer für den TV Aldekerk.
Quelle: Niederrheinsport
Mehr Mühe als es von der Tabellensituation zu erwarten war hatte Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath beim knappen 30:29- (16:16) Erfolg gegen das Liga-Schlusslicht TV Aldekerk vor 256 Zuschauern. Der HSV behält damit seine weiße Weste vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Spreefüxxen in Berlin.

Nach dem furiosen Saisonstart mit 8:0-Punkten und dem Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale war das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler erstmals in der Favoritenrolle. Und damit schien der HSV gegen den Aufsteiger vom Niederrhein gar nicht klar zu kommen. Zwar ging der HSV durch Cassy Nanfack 1:0 in Front, aber die beiden Aldekerker Aktivposten Marie Beugels und Fabienne Huppers brachten mit einem Doppelschlag wiederum ihr Team in Führung (1:2).

Merit Müller und Zissi Penz holten sie zugunsten des HSV zurück. Aber es blieb ausgeglichen. Beim Stand von 6:6 nahm Reckenthäler die erste Auszeit, mit mäßigem Erfolg. Zwar warfen Mandy Reinarz, Merit Müller und Carina Senel einen kleinen Vorsprung heraus (10:7, 15.), aber Aldekerk ließ sich nicht abschütteln, schaffte durch Puck Verlinden erneut das Unentschieden (10:10, 20.). Unentschieden - das neue HSV-Halbzeitstandardergebnis - ging es auch in die Pause (16:16).

Trainerin Reckenthäler stellte die Abwehrformation auf 5:1 um und Jule Polsz, Luca Tesche und Torjägerin Vanessa Brandt trafen nach Wiederanpfiff im Minutentakt (19:16, 33.). Doch die Mannschaft von Yvonne Filgert gab sich nicht auf, schaffte durch die erfolgreichste Werferin Birga van Neerven den Anschluss.

Als erneut Vanessa Brandt, die in der zweiten Hälfte fünf ihrer sieben Treffer erzielte, zum 25:20 (46.) traf, schien eine Vorentscheidung zu Gunsten der Heimmannschaft gefallen zu sein. Weit gefehlt: TVA-Torfrau, Tugce Cengiz zeigte einige gute Paraden und Svenja Rottwinkel verwandelte alle Strafwürfe sicher. Aldekerk kam noch einmal zum Anschluss (27:26, 54.). Doch trotz einiger Unkonzentriertheiten ließ sich der HSV den Sieg nicht mehr nehmen.

Letztendlich war es wieder einmal Vanessa Brandt vorbehalten mit ihrem Treffer zum 30:26 (58.) für die Entscheidung zu sorgen. Aldekerk schaffte lediglich noch eine Ergebniskorrektur.

"Leider hat heute nicht alles so funktioniert wie wir uns das vorgenommen haben. In der ersten Halbzeit haben wir in der Deckung keinen Zugriff gehabt und uns insgesamt zu viele Fehler erlaubt. Trotzdem hat man gesehen, dass wir den Sieg mehr wollten. Und das war letztendlich unser Ziel", zeigte sich Kerstin Reckenthäler nach dem Spiel zufrieden.

HSV Solingen-Gräfrath: Natascha Krückemeier, Lisa Fahnenbruck, Sena Gün; Mandy Reinarz (5), Vanessa Brandt (7/3), Cassy Nanfack (2), Franziska Penz (2), Sandra Münch, Hannah Kamp (2), Merit Müller (4), Jule Polsz (3), Carina Senel (3), Luca Tesche (2), Nele Weyh.

TV Aldekerk: Nora Kothe, Tugce Cengiz; Emma Molderings, Angelina Huppers (2), Puck Verlinden (1), Fabienne Huppers (4), Julia Albin (1), Carina Schütten, Lina Nebel, Birga van Neerven (8), Hannah Nunnendorf (1), Minke van Katwijk, Svenja Rottwinkel (7/5), Mariel Beugels (5), Pam Korsten, Mailin Strunz.