08.10.2021 13:25 Uhr - Europameisterschaft - PM ÖHB, red

Quali Handball-EM Frauen: Österreich kann gegen Rumänien "befreit aufspielen"

Petra Blazek: "Wir können befreit aufspielen." Petra Blazek: "Wir können befreit aufspielen."
Quelle: Eva Manhart, ÖHB
Zwischen dem 9. Juni 2017 und 31. Mai 2018 standen sich Österreich und Rumänien gleich in zwei Qualifikationen gegenüber, also insgesamt viermal. In allen vier Partien hatte Österreichs Handball Frauen Nationalteam das Nachsehen, wobei man im letzten Aufeinandertreffen in Innsbruck am großen Favoriten dran blieb. Drei Jahre später steht man sich am Sonntag, 18:10 Uhr erneut in einer Quali gegenüber, setzt auf das Heimpublikum und geht nach dem starken Auftritt gegen Dänemark zuversichtlich ins Spiel.

Rumänien wird ohne die vierfache Welthandballerin Crisitna Neagu nach Wien reisen. Doch das schwächt die Topnation wenn, dann nur geringfügig. "Sie wird mit ihrer hohen individuellen Klasse fehlen, dafür wittern die jungen Spielerinnen, die nachrücken, ihre Chance", führt Teamchef Herbert Müller aus.

Die Chancen, gegen eine der beiden Topnationen, Dänemark und Rumänien, zu punkten, schätzt man zuhause größer ein, Herbert Müller: "Wir haben vor Heimpublikum bereits bewiesen, dass wir den Großen ein Bein stellen können. Dafür muss aber viel zusammenkommen. Wir sind in der Lage, mit den Zuschauern im Rücken, viel zu bewirken."

Wie im September 2017, als man in der Qualifikation zur EURO 2018 Russland zu Gast hatte, den damals amtierenden Olympiasieger. Österreich setzte sich sensationell 27:25 durch.

Einen guten Einblick ins rumänische Team gewährt Petra Blazek, die vier Jahre in Rumänien spielte: "Sie sind mitten in einem Umbruch. Viele junge Spielerinnen sehen ihre Chance. Die wollen in die Fußstapfen einer Cristina Neagu treten. Zudem wollen sich sämtliche Spielerinnen für die WM empfehlen."

Der Auftritt gegen Dänemark stimmt durchaus zuversichtlich, erneut eine Großmacht zu ärgern. In der Deckung stellte man die Däninnen vor gehörig Probleme. Herbert Müllers Taktik ging voll auf. Die ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff verpasste man allerdings und geriet mit sechs Toren in Rückstand. Ein Vorsprung, den eine Weltmacht wie Dänemark in der Regel nicht mehr aus der Hand gibt.

Doch wie schon gegen die Skandinavierinnen, unterstreicht Petra Blazek: "Wir können befreit aufspielen."