08.10.2021 11:07 Uhr - Europameisterschaft - jae mit Material HP DHB

Nach Griechenland ist vor Belarus: "Eine komplett andere Mannschaft"

Dinah Eckerle fordert gegen Belarus noch mehr Konzentration.Dinah Eckerle fordert gegen Belarus noch mehr Konzentration.
Quelle: Marco Wolf
Schon direkt nach dem Spiel ging der Blick nach vorne, denn nach dem eindeutigen 36:10-Kantersieg gegen Griechenland wartet auf die deutsche Frauennationalmannschaft Belarus im zweiten Spiel der Qualifikationsgruppe 3 für die EHF EURO 2022. Im ersten Spiel verlor Belarus gegen die Topfavoritinnen der Gruppe aus den Niederlanden mit 38:27.

Die Griechinnen machten der DHB-Auswahl in Trier nur neun Minuten lang Probleme - 2:3 leuchtete es von der Anzeigetafel. Doch dann wurde es deutlich - rekordverdächtig deutlich. Der 26-Tore-Sieg gegen Griechenland war, zusammen mit dem 45:19 gegen Italien 2010, der höchste deutsche Sieg in der Geschichte der EM-Qualifikation.

Außerdem erzielte Griechenland gegen Deutschland gerade einmal zwei Treffer im zweiten Durchgang. Weniger Treffer in einer Halbzeit waren den Südeuropäerinnen nur 1995 gegen Spanien gelungen.

So extrem deutlich dürfte es gegen Belarus nicht werden - das ist auch der DHB-Auswahl klar. Und so war das Griechenland-Spiel schon kurz nach dem Spiel kaum noch Thema. Der Blick ging schon in den Interviews nach Abpfiff Richtung Belarus.

"Belarus wird eine Ecke stärker sein, wir müssen fokussierter und konzentrierter in das Spiel gehen. Wir müssen Belarus als Gegner ernst nehmen, die haben gegen die Niederlande eine ordentliche Leistung gebracht", warnte DHB-Torhüterin Dinah Eckerle, nachdem sich Belarus achtbar gegen die Niederlande aus der Affäre gezogen hatte.

"Deswegen müssen wir uns auch ordentlich auf Sonntag vorbereiten", forderte sie und steht damit nicht alleine da. Bundestrainer Henk Groener bringt ebenso seinen Respekt vor Belarus zum Ausdruck. "Dort erwartet uns eine komplett andere Mannschaft, die eine sehr körperbetonte Abwehr spielt", weiß der Bundestrainer.

Außerdem wies auch er direkt nach dem Spiel gegen Griechenland auf die ordentlich Leistung der Belarusinnen hin. Zu sehr wollte er diese aber auch nicht glorifizieren. "Dort ist Belarus das hohe Tempo mitgegangen, war hierbei aber durchaus auch anfällig für Fehler. Wenn wir so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit, mit demselben Druck im Angriff, bin ich sicher, dass es auch ein gutes Spiel werden wird", so Groener.

Belarus wird also sicherlich ein schwererer Test für die DHB-Frauen als Griechenland, trotzdem gehen die Groener-Damen sicherlich als Favoritinnen ins Spiel.

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