08.10.2021 08:57 Uhr - Europameisterschaft - PM ÖHB, red

Österreich bringt Dänemark ins Wanken, aber nicht zum Fallen

Herbert Müller und seine Österreicherinnen hielten gegen Dänemark lange dagegen.Herbert Müller und seine Österreicherinnen hielten gegen Dänemark lange dagegen.
Quelle: ÖHB/Agentur DIENER/Eva Manhart
Österreich liefert den favorisierten Däninnen in der EHF EURO Quali-Gruppe 2 überraschend lange einen großen Kampf. Zur Halbzeit lag Österreich lediglich 11:12 zurück, verpasste dann aber den Start in die zweite Halbzeit. Dänemark zog auf 18:12 davon.

"Ich denke, dass wir sie taktisch überraschen konnten. Wir haben sehr gut gefightet und Dänemark mit zwei offensiven Abwehrspielerinnen den Rhythmus genommen. Speziell Sonja Frey war in dieser Deckungsvariante der Motor", verrät Teamchef Herbert Müller seine Taktik gegen Dänemark.

2:0, 3:1, 4:2 legte Österreich in den Anfangsminuten vor. Die Deckung war, wie vom Teamchef erläutert, perfekt auf die Übermacht Dänemark eingestellt, bewegte sich gut, hielt körperlich dagegen, stellte den dreifachen Europameister vor gehörig Probleme und konnte sich im Tor auf Juilarin Petra Blazek, die ihr 200. Länderspiel bestritt, verlassen.

"Petzi war in der ersten Halbzeit überragend, dadurch konnte das Team mutig nach vorne spielen. Die Halbzeit war dann ärgerlich, die hat uns aus dem Konzept gebracht. Durch die Pause kam man ins Nachdenken, dass man diesen Gegner vielleicht biegen kann", ist Herbert Müller überzeugt, wie die Schwächephase nach Seitenwechsel zu erklären ist.

Behielt man in den ersten 30 Minuten immer den Spielfluss im Angriff, wurde man nach Seitenwechsel zudem frühzeitig von den Gastgeberinnen attackiert. Österreich geriet 11:16 in Rückstand, ehe Sonja Frey in der 40. Minute per Siebenmeter der erste Treffer für Österreich gelang.

Mit dem ersten Treffer aus dem Spiel heraus durch Patricia Kovacs in der 45. Minute zum 13:18, löste sich der Knoten langsam auf. Herbert Müller riskierte, brachte im Angriff eine Siebte Feldspielerin. Tor um Tor kämpfte man sich wieder heran, stellte Dänemark erneut vor die gleichen Probleme wie in Halbzeit eins.

Mit einem sehenswerten Treffer vom Flügel verkürzte Claudia Wess auf 21:23, die Schlussphase gehörte jedoch wieder dem dreifachen Europameister und Olympiasieger, der sich letztlich 27:22 durchsetzen konnte.

"Dass wir eine Nation wie Dänemark auswärts so ärgern konnten, macht mich stolz. Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Ich bin sehr glücklich über das gesamte Auftreten und darüber, dass so ein Gegner bis zum Schluss zittern musste", resümierte Müller nach dem Spiel.