08.10.2021 08:29 Uhr - Europameisterschaft - HP DHB

"Nicht der Gegner, der uns besiegt": Die Stimmen zum Quali-Sieg gegen Griechenland

Bundestrainer Henk Groener (Mi.) war glücklich über den Auftaktsieg.Bundestrainer Henk Groener (Mi.) war glücklich über den Auftaktsieg.
Quelle: Marco Wolf
Auftakt gelungen: Mit einem klaren 36:10-Erfolg ist die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gegen Griechenland in die Qualifikation zur EHF EURO 2022 gestartet. Die Akteure sind sich bewusst, dass man mit Griechenland eine Pflichtaufgabe gelöst hat und sind dennoch zufrieden.

Bundestrainer Henk Groener:
"Wir können zufrieden sein, denn wir wussten, dass Griechenland nicht unbedingt der Gegner sein würde, der uns besiegt. Der Plan war einfach druckvoll zu spielen und die Lücken zu suchen. Am Anfang haben wir noch zu komplizierte Lösungen gesucht, das haben wir hinterher besser gemacht. In der Abwehr haben wir uns anfangs ein paar einfache Gegentreffer gefangen, nach der Pause aber nur noch zwei. Dadurch sind wir selbst zu schnellen und einfachen Toren gekommen und können zufrieden sein. Ich bin froh, dass das Angriffsspiel bis hin zu unseren schnellen Außenspielerinnen gezogen wurde. Alle durften sich zeigen und wir konnten ein paar Kräfte für Sonntag sparen."

Dinah Eckerle:
"Wir sind mega glücklich über diesen Sieg, es war ein sehr konzentriertes Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir zwar zu viele technische Fehler gemacht und waren unaufmerksam, aber die zweite Halbzeit war super. Die Abwehr war top, wir sind gut ins Spiel gekommen und konnten leichte Tore machen."

Zum Namen ihres Heimatvereins auf der Aufwärmjacke: "Die Heimatvereine auf der Jacke zu tragen, das ist eine sehr schöne Aktion. Wir haben alle einmal klein angefangen. Welchen Weg man da hingelegt hat, um Nationalmannschaft zu spielen, erinnert ein bisschen an die Anfänge und es ist schön, sich zu erinnern."

Meike Schmelzer:
"Ich denke, wir können zufrieden sein, vielleicht nicht rundum, aber mit vielem ? das gleiche gilt auch für mein Comeback. Wir haben das Spiel ernst genommen und den Gegner mit Respekt behandelt, das zeigen die zwei Gegentore nach der Pause. Gegen solche Gegner fällt das Spiel manchmal schwer, wenn man es auf die leichte Schulter nimmt, aber das haben wir nicht getan. Es war schön wieder vor Fans zu spielen, ich war ein Jahr verletzt und habe es nicht so mitbekommen. Die Fans hatten definitiv gefehlt. Aber es hat Spaß gemacht, speziell auch, weil meine Familie heute hier war."

Amelie Berger:
"Ich hatte auch einige Fans und Freunde aus meiner Heimat hier, das hat mich gefreut. Im Angriff war das okay von mir, in der Abwehr habe ich zu viele Fehler gemacht. Generell sind wir zufrieden, wir wissen aber auch, dass am Sonntag mit Belarus ein anderes Kaliber wartet, die sind vor allem körperlich viel stärker und größer. Ich hoffe, wir haben heute Werbung gemacht, dass am Sonntag noch mehr Zuschauer kommen."

Griechenlands Trainer Panagiotis Messinis:
"Es war schwierig für uns, aber wir wussten vorher schon, dass wir andere Ziele verfolgen als Deutschland. Wir sind die Newcomer und wollen Erfahrung sammeln. Leider haben uns zwei wichtige Spielerinnen gefehlt, vielleicht können wir mit ihnen gegen Belarus Punkte sammeln. Im Spiel hatten wir weniger Power und Tempo. In der zweiten Halbzeit wurde es eine Lehrstunde, wir haben bloß zwei Tore erzielt und konnten nicht mehr reagieren. Für mich geht es aber auch darum, unabhängig vom Ergebnis in jedem Spiel etwas zu erreichen. Heute haben wir viel Erfahrung gesammelt und gesehen, wie ein Top-Team spielt."



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