06.10.2021 18:13 Uhr - Europameisterschaft - jae

EHF-Powerranking der EM-Quali: DHB-Frauen auf Rang 6

Henk Groener (r.) und seine Mannschaft sieht die EHF in ihrem Powerranking auf Rang 6.Henk Groener (r.) und seine Mannschaft sieht die EHF in ihrem Powerranking auf Rang 6.
Quelle: Marco Wolf
Die Qualifikation der für die Europameisterschaft der Frauen 2022 steht in den Startlöchern. Grund genug für die EHF ein Powerranking auf ihrer Website zu erstellen. Wer sind die sichersten Kandidaten, um sich für die EM zu qualifizieren?

Gastgeber Nordmazedonien, Slowenien, Montenegro sowie Titelverteidiger Norwegen sind bereits für die kontinentalen Titelkämpfe im kommenden Jahr qualifiziert und werden deshalb von den EHF-Journalisten nicht ins Powerranking mit einbezogen. Ansonsten sieht das Ranking der EHF wie folgt aus:

10. Rumänien
Die Rumänen stecken eigentlich in einer schwierigen Phase und konnten sich bislang lediglich ein einziges Mal, nämlich 2006, für eine EM qualifizieren. Gegen die Faröer-Inseln, Österreich und Dänemark ist ein Weiterkommen dennoch durchaus im Bereich des Möglichen. Entscheidend wird aber das Österreich-Spiel.

9. Spanien:
Spanien wechselte vor der Heim-WM 2021 noch einmal den Trainer. Ganz oben konnte man zuletzt nicht mehr konstant mitspielen. Die Spanierinnen sind mit neuem Trainer schwer einzuschätzen.

8. Russland:
Die Russinnen sollte man immer auf dem Zettel haben, auch wenn das Fehlen der Rückraumspielerinnen Daria Dmitrieva und Anna Vyakhireva die Mannschaft schwer treffen dürfte. Welche der talentierten Spielerinnen kann die frei gewordenen Lücken füllen?

7. Ungarn:
Auf Rang sieben listet die EHF Ungarn. Wieder eine Mannschaft, die schwer einzuschätzen ist. Vladimir Golovin übernahm nach Olympia das Traineramt. Auch wenn die Mannschaft größtenteils dieselbe bleibt, steht die Frage im Raum, wie sich der Trainerwechsel auswirkt.

6. Deutschland:
Unerfahren, aber angriffslustig - so beschreibt die EHF die deutsche Auswahl. Gegen Griechenland und Belarus müssen zum Start zwei Siege her und dann muss man schauen, wofür es gegen die Nachbarinnen aus den Niederlanden reicht. Ein Ticket für die EM sollte gegen die kleineren Handballnationen der Gruppe aber drin sein.

5. Kroatien:
Auch die Kroatinnen sind schwer einzuordnen. Seit dem Gewinn der Bronzemedaille bei der EM 2020 hat Kroatien kein Pflichtspiel mehr bestritten. Die EHF stellt sich deshalb die Frage: War Kroatien 2020 nur ein One-Hit-Wonder?

4. Dänemark:
Eine Mannschaft mit Konstanz - so fasst es die EHF zusammen. Seit dem vierten Platz bei der Heim-EM 2020, ist die Mannschaft zusammengeblieben, was sie zu den Favoritinnen in ihrer Gruppe machen dürfte.

3. Niederlande:
Die Niederländerinnen sind vermutlich die Favoritinnen auf den Sieg in der deutschen Gruppe 3. Zwischen 2015 und 2019 holte Oranje satte fünf Medaillen bei fünf großen Turnieren. Seitdem kam keine mehr dazu, was zu einem Trainerwechsel führte. Monique Tijsterman ist momentan als Interimstrainerin verantwortlich und ihr fehlen derzeit die Rückraum-Asse Lois Abbingh und Estavana Polman.

2. Schweden:
In Tokio reichte es nicht zu einer Medaille. Im Spiel um Platz drei gab es eine krachende 36:19-Niederlage gegen Norwegen. Trotzdem ist Schweden weiter ein heißes Eisen und in einer Gruppe mit Serbien, Island und der Türkei klarer Favorit aufs Weiterkommen.

1. Frankreich:
Auf Rang eins sieht die EHF die Olympiasiegerinnen aus Frankreich. Zwar ist die Gruppe mit Kroatien, Tschechien und der Ukraine äußerst anspruchsvoll, aber den amtierenden Olympiasiegerinnen sollte sie keine Angst einjagen.