03.10.2021 18:35 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Buxtehude freut sich über Pokalsieg und doppeltes Comeback

Buxtehdues Abwehr ließ nur wenig zuBuxtehdues Abwehr ließ nur wenig zu
Quelle: Martin Zilse, TuS
Der Buxtehuder SV hat beim Zweitligisten TuS Lintfort mit 28:36 (15:20) gewonnen und ungefährdet das Achtelfinale im DHB-Pokal erreicht. BSV-Trainer Dirk Leun freute sich dabei über ein doppeltes Comeback - aber war mit dem Spiel seiner Mannschaft nur streckenweise zufrieden.

In der 22. Minute beim Stand von 9:16 kam Lea Rühter für Katharina Filter ins Buxtehuder Tor und blieb dort bis zur Halbzeit. Es waren die ersten Einsatzminuten nach über sieben Monaten Leidenszeit. Es sollte nicht das einzige Comeback auf Buxtehuder Seite bleiben, auch Rückraumspielerin Isabelle Dölle hatte nach ihrem Bänderriss Ende August den ersten Einsatz in dieser Saison, erzielte gleich ein Tor. Bis auf Annika Lott, Mieke Düvel und Mia Lakenmacher sind damit alle verletzten BSV-Spielerinnen wieder spielfähig.

BSV-Trainer Dirk Leun freute sich über das doppelte Comeback, ein "gutes Tempo-Spiel" und einen "auch in der Höhe verdienten Sieg". Tatsächlich hatte seine Mannschaft bereits bis zur Pause zehn Tempo-Gegenstöße erfolgreich abgeschlossen - allerdings fünf weitere vergeben.

"Mit der Leistung und dem Spiel bin ich zufrieden. Ich denke, wir haben den Fans ein gutes Spiel geboten und uns achtbar geschlagen", fand Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel lobende Worte für ihr Team.

Mit der Chancenverwertung war Dirk Leun nicht zufrieden - und die 6:0-Abwehr agierte auch nur phasenweise nach seinen Vorstellungen. Dirk Leun: "Wenn wir offensiv Druck auf den Gegner ausgeübt haben, kamen wir zu Ballgewinnen. Wenn wir aber zu passiv agierten, wurde das von Lintfort schnell bestraft."

Lintfort konnte bis zum 3:5 durchaus mithalten. Dann aber setzte der BSV durch konsequentes Tempospiel auf schnelle Tore und setzte sich immer weiter ab. Die Gastgeberinnen hielten aber dagegen und kamen bis zur Pause noch auf 15:20 heran. "Das war stark, wie wir uns wieder herangekämpft haben und die Einstellung stimmte" fand Grenz-Klein zur Pause.

Eine solche von Leun bemängte Phase gab es kurz vor der Halbzeit, als Buxtehude ein 7-Tore-Polster aus der Hand gab und Lintfort drei Tore in Folge gelangen. Nach der Halbzeit sorgte der BSV dann aber sehr schnell für klare Verhältnisse, eine bärenstarke Katharina Filter ließ in 10 Minuten nur ein Gegentor zu, so dass der BSV auf 16:26 enteilen konnte.

10 Minuten vor Schluss führte der BSV schon mit 12 Toren (21:33), bevor man erneut nachlässig wurde und Lintfort eine Resultats-Verbesserung bis zum Endergebnis von 28:36 erlaubte. Dirk Leun: "28 Gegentore gegen einen Zweitligisten sind deutlich zu viel. Aber wir sind froh, ungefährdet die nächste Pokalrunde erreicht zu haben."

Überragende Spielerin bei den Gastgebern war Torhüterin Laura Graef, die zahlreiche spektakuläre Paraden zeigte. Aber auch mit der Angriffsleistung war die Trainerin am Ende zufrieden. "Dass wir 28 Tore gegen einen Erstligisten erzielen, ist schon gut. Ich finde, wir haben den Ball sehr gut laufen lassen und konnten das hohe Tempo mitgehen" nahm Bettina Grenz-Klein gute Erkenntnisse mit aus diesem Spiel.