03.10.2021 17:53 Uhr - DHB-Pokal - PM HSV

Solingen löst gegen Mainz das Ticket für das Pokal-Achtelfinale

Kerstin Reckenthäler (r.) war stolz auf ihre Mannschaft.Kerstin Reckenthäler (r.) war stolz auf ihre Mannschaft.
Quelle: TG Nürtingen
Eine überaus erfolgreiche englische Woche schließt Zweitligist HSV Solingen-Gräfrath mit den Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale ab. Das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler löste nach dem 29:25-Erfolg vor knapp 100 Zuschauern gegen den 1. FSV Mainz 05 das Ticket für die nächste Runde.

"Unser Fokus liegt ganz klar auf der Meisterschaft. Wir möchten frühzeitig den Klassenerhalt sichern, um uns ohne Druck weiterentwickeln zu können", gab Reckenthäler die Marschroute zu Saisonbeginn vor. Trotzdem wollte der HSV die Chance nutzen, auch im DHB-Pokal die nächste Runde zu erreichen.

Nach den "Pflichtsiegen" im Derby gegen den TVB Wuppertal und im Nachholspiel unter der Woche beim SV Werder Bremen gewannen die Solingerinnen auch die "Kür" im Pokal gegen den Ligakonkurrenten aus Mainz. Gräfrath ging zwar durch Zissi Penz mit 1:0 in Führung, agierte dann aber zu harmlos und nachlässig in der Deckung und lag schnell mit 1:5 zurück.

Bereits nach sechs Minuten nahm HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler die Auszeit, um besonders für die Abwehr neue Impulse zu setzen. Sie stellte die hochgewachsene Vanessa Brandt auf die Spitze und ließ durch Carina Senel zusammen mit Mandy Reinarz und Cassy Nanfack das Zentrum sichern. Ein Mittel, womit Mainz gar nicht gut zurecht kam. Die Bälle, die den Weg dennoch Richtung HSV-Tor kamen, waren meist Beute, der erneut gut aufgelegten Natascha Krückemeier.

Tor um Tor kämpfte sich die Heimmannschaft heran und kam durch Cassy Nanfack nach 21 Minuten zum Ausgleich (12:12). Unentschieden ging es auch in die Halbzeitpause (15:15).

In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Die körperlich robusten Mainzerinnen verlangten den Solingerinnen alles ab. Aber der HSV hielt dem Druck stand, erarbeitete sich leichte Vorteile. Jule Polsz gelang die erste Drei-Tore-Führung (21:18, 43.). Mainz ließ sich nicht abschütteln, kam nach einem Doppelschlag durch Fischer und Wagner erneut zum Ausgleich (22:22, 48.).

Kapitänin Mandy Reinarz und zweimal Polsz brachten ihr Team wieder in Führung (25:22, 53.). Der Mainzer Trainer Florian Bauer warf alles in die Waagschale und ließ mit der siebten Feldspielerin agieren. So schaffte Sophia Michailidis noch einmal den Anschluss, aber als Mandy Reinarz in der 57. Minuten gleich zweimal von der Strafwurflinie die Nerven behielt, war beim spätestens beim 27:23 die Entscheidung gefallen.

"Man hat meiner Mannschaft schon angemerkt, wie anstrengend die letzte Woche war. Beim Überzahlspiel hat uns in der Drucksituation etwas die Coolness gefehlt, um die richtige Entscheidung zu treffen. Aber ich bin sehr stolz auf das bisher geleistete und die Mädels können auch stolz auf sich sein. Jetzt haben sie sich das spielfreie Wochenende verdient", resümierte Kerstin Reckenthäler nach dem Spiel zufrieden.

Solingen: Natascha Krückemeier, Lisa Fahnenbruck, Sena Gün;
Mandy Reinarz (6/3), Vanessa Brandt (6), Cassy Nanfack (1), Franziska Penz (3), Sandra Münch (3), Hannah Kamp, Merit Müller (2), Jule Polsz (4), Carina Senel (1), Luca Tesche (3), Nele Weyh

Mainz: Nina Kolundzic, Kristin Schäfer, Tabea Coors;
Franziska Fischer (2), Sophia Michailidis (2), Leah Schulze (3), Julie Jacobs (3/2), Annika Hermenau, Denise Grossheim (5), Saskia Wagner (4), Elisa Burkholder (3), Tina Kolundzic (3).