03.10.2021 18:44 Uhr - DHB-Pokal - cie, dpa

Ergebnisse DHB-Pokal Frauen: Dortmund mit 60 Toren, Bietigheim schlägt Metzingen und zwei Überraschungen

Dortmund jubelt über das Weiterkommen, Eilbeck über eine zweistellige TrefferzahlDortmund jubelt über das Weiterkommen, Eilbeck über eine zweistellige Trefferzahl
Quelle: TH Eilbeck
In der Handball Bundesliga Frauen ruht an diesem Wochenende das Liga-Programm, die Teams sind im DHB-Pokal im Einsatz. In der zweiten Runde sind dabei erstmals auch die Topclubs aus der 1. Bundesliga dabei - und versuchen Ausrutscher bei den Außenseitern auf dem Weg zum Final4 zu vermeiden. Meister Borussia Dortmund siegte beim sich allerdings vor 348 Zuschauern gut präsentierenden Fünftligisten TH Eilbeck mit 60:13. Nicht weniger deutlich machte es Neckarsulm beim 51:17 (21:7) bei der HSG Marpingen-Alsweiler. Auch in den weiteren Spielen wurden die höherklassigen Teams ihrer Favoritenrolle größtenteils gerecht, für die erste Überraschung sorgte Rödertal - nach einem 11:12 zur Pause gelang dem Absteiger aus der 2. Liga bei Erstliga-Aufsteiger Union Halle-Neustadt ein 31:23-Erfolg - auch dank zwölf Treffern von Isabel Wolff. Im Spitzenspiel schaltete am Sonntag die SG BBM Bietigheim den TuS Metzingen aus bevor die zweite Runde dann im letzten Spiel noch eine Sensation lieferte: Der VfL Waiblingen schaltete Bayer 04 Leverkusen aus.

Die Fünftliga-Handballerinnen der TH Eilbeck sind erwartungsgemäß in der zweiten Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Die Hamburgerinnen unterlagen am Samstag dem deutschen Meister Borussia Dortmund mit 13:60 (9:29). Vor den 348 Zuschauern war Toni Maria Klein mit fünf Treffern die beste Werferin des Hamburg-Ligisten. Für Dortmund erzielten die beiden Außenspielerinnen Tina Abdulla und Jacqueline Moreno jeweils 15 Tore. "Wir wollen einfach Spaß haben und das Beste aus diesem Erlebnis machen - und wenn am Ende für eine zweistellige Toranzahl auf unserer Seite reicht, wäre das schon schön", hatte THE-Rückraumspielerin Mirja Spielvogel vor dem Spiel gesagt. Für diesen Erfolg sorgte die 30-Jährige in der 36. Minute mit ihrem Treffer zum 10:32-Zwischenstand.

Die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau sind im DHB-Pokal unterdessen überraschend ausgeschieden - dabei konnte der Aufsteiger gegen den letztjährigen Ligakonkurrenten HC Rödertal sogar vor heimischer Kulisse starten, da bezüglich es Heimvorteils die Ligazugehörigkeit der Vorsaison entscheidet. Ein Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften war schon in den ersten 30 Minuten nicht zu sehen. Mit einer knappen Führung rettete sich Zwickau in die Pause, brach aber in der Schlussviertelstunde ein. Von 20:20 (45.) zogen die Gäste innerhalb von acht Minuten auf 27:21 davon und siegte verdient mit 31:23. Die überragende Isabel Wolff (13) und Julia Mauksch (7/4) führten den Außenseiter ins Achtelfinale. Für Zwickau erzielte Pia Adams (7/5) und Diana Magnusdottir (5) die meisten Treffer.

Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt standen im DHB-Pokal gegen den Bundesliga-Konkurrenten Thüringer HC auf verlorenem Posten. Der SV Union konnte nur in der Anfangsphase Paroli bieten. Doch nach dem 2:2 (5.) dominierte der THC und zog über 6:3 (10.) auf 12:5 (21.) davon. Näher als auf vier Tore (9:13/25.) konnten die Hallenserinnen den Rückstand nicht verkürzen. Die Gastgeberinnen wurden am Ende mit 18:28 (11:16) vom siebenfachen Deutschen Meister distanziert. Torfrau Rinka Duijndam mit zwölf Paraden, Dominika Zachova (7/3) und Lydia Jakubisova (5) leisteten den größten Beitrag zum souveränen Einzug der Thüringerinnen in das Achtelfinale. Für Halle erzielte Simone Spur-Pettersen (5/2) die meisten Tore.

Der Buxtehuder SV gewann am Samstag beim Zweitligisten TuS Lintfort mit 36:28 (20:15). Zwar tat sich das Team von Trainer Dirk Leun im ersten Durchgang phasenweise noch schwer, sorgte aber mit einem 4:0-Lauf zum Auftakt der zweiten Halbzeit für die Vorentscheidung. Beste Werferin war Lisa Antl mit sieben Treffern.

Die Luchse aus Buchholz-Rosengarten feierten beim Viertligisten TV Oyten II einen 47:12 (22:8)-Sieg. Der klare Außenseiter hatte in der fünften Spielminute mit 2:1 geführt und nach rund zehn Minuten bereits fünf seiner acht Tore vor der Pause erzielt. Danach aber dominierten die favorisierten Luchse die Partie erwartungsgemäß. Erfolgreichste Spielerin auf Seiten des Erstligisten war Alina Molkova, die acht Tore erzielte.

Am Sonntag sorgte Waiblingen für eine Überraschung, der noch verlustpunktfreie Zweitligist stellte auch dank einer starken Celina Meissner im Tor ab der vierzigsten Minute die Weichen zum überraschenden Weiterkommen, als sich das Team auf 24:21 absetzte und in der Folge bis zum 31:28 Kurs hielt. "In der Schlussphase haben wir es mit einer offensiven Deckung versucht, doch kam meine Mannschaft nicht mehr näher als auf zwei Tore heran. Der VfL hat das dann intelligent gelöst, ist nicht nervös geworden und hat verdient gewonnen", so Leverkusens Coach Martin Schwarzwald.

Ergebnisse DHB-Pokal Frauen


DHB-Pokal Frauen - 2. Runde


13:60
(9:29)
28:36
(15:20)
16:43
(9:21)
17:51
(7:21)
23:31
(12:11)
22:33
(8:19)
12:47
(8:22)
29:25
(15:15)
18:28
(11:16)
22:38
(11:21)
29:32
(17:17)
22:32
(10:17)
29:39
(14:20)
32:24
(17:11)
24:21
(7:10)
31:28
(14:14)

DHB-Pokal Frauen - 1. Runde




Die Erstligisten waren für die 2. Runde gesetzt, zudem erhielten insgesamt dreizehn Teams in dieser Runde ein Freilos. Gespielt wurden insgesamt nur fünf Partien. Während sich Werder Bremen beim MTV Jahn in Peine ebenso deutlich durchsetzte, wie Zweitliga-Absteiger HC Rödertal beim AAC in Leipzig musste mit dem TVB Wuppertal ein Zweitligist die Segel streichen - in Kirchhof gab es ein 22:25. Die SG H2Ku Herrenberg, die sich nach Verlängerung in Freiburg durchsetzte, und die Kurpfalz Bären, die die TG Nürtingen mit 24:17 besiegten, komplettieren die zweite Runde.

20:37
(12:18)
25:22
(11:11)
17:48
(5:24)
29:32
(13:14)
24:17
(6:8)

Spieltermine DHB-Pokal Frauen im Überblick:


  • Runde 1: 28./29. August 2021
  • Runde 2: 2./3. Oktober 2021
  • Achtelfinale: 13./14. November 2021
  • Viertelfinale: 29./30. Januar 2022
  • OLYMP Final4: 28. und 29. Mai 2022, Porsche-Arena Stuttgart