27.09.2021 11:00 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Leverkusen hat mehr Cleverness bewiesen": Oldenburg weiterhin punktlos

6 Tore: Naina Klein6 Tore: Naina Klein
Quelle: Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen / Jörg Dembinski
Mit einem 26:25 gegen den VfL Oldenburg haben die Werkselfen des TSV Bayer 04 Leverkusen ihren ersten Heimsieg in der Handballbundesliga der Frauen gefeiert. Beste Oldenburger Werferinnen waren Kathrin Pichlmeier und Paulina Golla mit jeweils sieben Toren. Bei den Werkselfen erzielten Zoe Sprengers (10/4) und Naina Klein (6) die meisten Treffer.

Zwar hatte der knappe Erfolg keinen Einfluss auf den Tabellenplatz, Leverkusen bleibt auf Rang zehn einen Platz vor dem VfL, doch mit 4:4-Punkten sieht die Lage für die Rheinländer wieder freundlicher aus, währenddessen die Oldenburgerinnen mit 0:6-Punkten weiter auf etwas Zählbares warten.

"Der Sieg war nicht eine Frage des Glücks, sondern auch der Cleverness. Es gibt ein paar Aktionen im Spiel, die letztlich entscheiden, ob man auf der Siegerstraße ist oder nicht. Wir haben es in diesen Aktionen leider nicht geschafft und deshalb geht der Sieg der Leverkusenerinnen auch so in Ordnung", so Niels Bötel, Trainer des VfL Oldenburg und ergänzte: "Es ist unheimlich schade, dass wir uns nicht belohnt haben."

Eine dieser entscheidenden Aktionen war der Treffer der Werkselfen zum 26:23 rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Dass dies das letzte Tor der Gastgeberinnen sein sollte, ist nur ein Randaspekt. Entscheidend war, dass Zoë Sprengers nach einem Einwurf als einzige gedankenschnell die Situation erkannte und die Deckung der Oldenburgerinnen zum vorentscheidenden Treffer aushebelte und den Ball an Nele Reese vorbei in Tor bugsierte. "Da waren wir zu unclever. Zwar kommen wir nochmal auf ein Tor ran, hatten aber keine Chance mehr auf ein Unentschieden", so Bötel.

Über das komplette Spiel hatten sich die beiden Mannschaften ein spannendes Duell geliefert. Oldenburg geriet dabei immer wieder in Rückstand, kämpfte sich aber zurück. Nach zwölf Minuten erzielte Kathrin Pichlmeier die erste VfL-Führung (6:5). Probleme bereitet jedoch das Tempo aus der zweiten Welle der Leverkusenerinnen. Beim 11:10 war das Bötel-Team zwar wieder in Front (26. Minute), zum Seitenwechsel hatte sich das Blatt jedoch erneut in Richtung der Rheinländerinnen gedreht.

Nicht wirklich optimal lief kurz darauf der Start in Durchgang zwei. Leverkusen baute die Führung weiter aus. Doch die eingewechselte Nele Reese parierte gleich mehrfach sehenswert - und als Jane Martens Mitte der zweiten Halbzeit über Außen zunächst zum 20:20 und Merle Carstensen kurz darauf zum 22:21 trafen, schien es kurz, als ob das Momentum auf Oldenburger Seite kippen würde. Doch nur wenige Momente später lag die Bötel-Sieben wieder mit 23:26 zurück.

"Wir haben eine gute Abwehr gestellt und Merle Carstensen im Eins-gegen-eins gut im Griff gehabt. Zoë Sprengers und Mareike Thomaier haben auf den Halbpositionen in der Deckung einen sehr guten Job gemacht und Gigi Jurgutyte hat nach ihrer Hereinnahme die zuletzt oft vermisste Steuerung übernommen. Ich habe viele gute Sachen gesehen und wir haben uns gegenüber den vorherigen Spielen gesteigert, sodass ich glücklich bin, dass wir diese zwei Punkte eingefahren haben", freute sich Martin Schwarzwald, Trainer der Werkselfen.

"Leverkusen hat mehr Cleverness bewiesen", resümierte Niels Bötel, der aber auch Positives aus der Niederlage zog: "Wir haben uns im Angriff verbessert gezeigt, aggressiv gespielt und in der Abwehr wieder gut agiert", fand er. Für die nächsten Begegnungen fordert er: "Bei den freien Würfen müssen wir die Effektivität wieder erhöhen."